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Linienschiffe
längenmaße ist sie der 10., beim Duodecimallängenmaße der 12. Theil eine» Zolls.Bei der Ingenieurkunst nennt man Linie den ausgeworfenen Kraken und dieBrustwehr, wodurch die Schanzen zusammenhängen, und welche zwei -und dreifachhinter-- und über einander angelegt werden. In der Kriegskunst heißt Linie eineReihe in Schlachtordnung stehender Soldaten (daher Linientruppen) oder Schiffe(Linienschiffe). In der Genealogie und in den Rechten eine Reihe von einanderabstammender Personen. (S. Absteigende Linie.)
Linienschiffe, diejenigen großen Schiffe, welche, mit einer beträchtlichenAnzahl Kanonen, Munition und Truppen ausgerüstet, theils in der Linie fechtenkönnen, theils zur Bedeckung derKauffarthei-und Transportschiffe gebraucht wer-den. Nach ihrer Größe oder Kanonenzahl unterscheidet man in England gewöhnlich3 Gattungen: 1) von 110 — 90 Kanonen, mit 850 —150 Mann; 2) von 90— 80 Kanonen und 150 — 660 M.; 8) von 600—110 M. und 80 — 60 Ka,nonen. Linienschiffe von mehr als 100 Kanonen werden nur selten gebaut. Schiffeunter 60 Kanonen fechten selten in der Linie, und heißen Fregatten -c.
Linien system, die 5 über einander gezogenen Parallellinicn, aufweichedie Noten nach ihrer verschiedene» Höhe oder Tiefe gestellt werden. Ehedem hatteman nur 3 oder 4 Linien.
Link (Heinrich Friedrich ), 11., Pros. und Director des botan. Gartens zuBerlin, Mitgl. mehrer gel. Gefellfch., geb. zu Hildesheim den 2. Febr. 1169, erhielts. Unterricht auf dem Andreanum daselbst, wo Köppe Director war; zugleich wurdeer von dem I). Schmecker, sowie von dem 1>. Kratz, in der Cbemie und Naturge-schichte, besonders der Botanik unterrichtet. 1186 ging er nach Göktingen, um Arz-neikunde zu studu'en, und erhielt 1188 den für die Studirenden der Arzneikundeausgesetzten Preis. Die Preisschrift handelt: „I)e>1v-ä >>,!,,-><; ei niiistni; cul-c»!>". 1189 wurde er I). der Arzneikunde und schrieb die Dissertation: „1 lnrne(»nelliii^ciixg «sieninieii üi-wiix veg<-I:>I>>>iu ru I XII <-o pio^i iu". 1192
wurde er l). derPhilof. und ordentl. Pros. der Naturgeschichte, Chemie und Bota-nik zu Rostock. 1191 begleitete er den Grafen v. Hoffmannsegg (f. d.) aufdessen Reise »ach Portugal. 1811 verließ er Rostock und wurde Pros. der Chemieund Botanik auf der Universität zu Breslau; endlich ging er 1815 nach Berlin alsPros. der Arzneikunde und Director des botan. Gartens. Die Schriften dieses auchmit der griech. Literatur vertrauten Naturforschers hat Mensel verzeichnet. Wirnennen bloß s. inhaltreichen „Bemerkungen auf einer Reise durch Frankreich, Spa-nien und vorzüglich Portugal" (8 Thle., Kiel 1801, die, was Portugal betrifft,noch immer als classisch betrachtet werden dürfen) und s. Werk: „Die Urwelt unddas Alterthum, erläutert durch die Naturkunde" (2 Thle., Berl. 1821), welches dieResultate vicljähriger tiefer Studien enthält. Alle Schriften dieses geistvollen Man-nes zeichnen sich auch ebenso durch richtige Sprache als klare Darstellung aus.
Linn <- (Karl v.), Naturforscher, besonders Botaniker, geb. 1101 zu Nus-hult in Smaland , ward von s. Vater, einem Landpfarrer, zum geestl. Stande be-stimmt. Da dieser zugleich ein leidenschaftlicher Botaniker war, so hatte der SohnGelegenheit, die Pflanzenkunde zu üben. In seinem 10. I. ward er auf die Schulezu Wexiö geschickt. Aber die Formen des damaligen Schulunterrichts wurden ihmbald so zuwider, daß er ihn oft versäumte, um Pflanzen aufzusuchen. So kam es,daß er in den gelehrten Sprachen hinter s. Mitschülern zurückblieb. Seine Lehrererklärten daher dem Vater, aus s. Sohne, der ganz ohne Fleiß und nur bemüht sei,Kräuter und Schmetterlinge zu sammeln, könne höchstens ein Handwerker werden.Hierauf gab ihn der Vater zu einem Schuhmacher in die Lehre. Indeß hatte derArzt Rothmann an dem jungen L. ungewöhnliche Talente bemerkt; er stellte demVater vor, daß die Lehrer s. «Lohnes diesen nicht beurtheilen könnten, und riech derMutter, ihr Gelübde zu halten und ihren Sohn Gott dadurch zu widmen, daß sie