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Lombard
soll. Dann ging er 1789 nach Italien zurück, wo er 1794 zu Neapel starb. L.suchte die Vorzüge der Nardini sehen und Ferrari scheu Schule zu vereinigen. DieFertigkeit, welche er auf seinem Instrumente erlangt hatte, sehte in Erstaunen.Man pflegte ihn den musikalischen Luftspringer zu nennen. Noch keiner seiner Vor-gänger hatte eine solche Höhe auf dem Griffbrett erstiegen; aber dabei überließ ersich so wilden und regellosen Phantasien, bei denen er sich häufig an gar keinen Taktband, daß auch der geübteste Begleiter ihn nicht zu accompagniren vermochte, so-wie er seinerseits auch Niemanden begleiten konnte. Er hat, außer Violincon-certtn und 3 Werken Sonaten, eine Violinschule in Quartetten für 2 Geigen,Bratsche, Violoncello und mehre Concerte». Quartette handschriftlich hinterlassen.
Lombard, s. Leihbank, Leihhaus.
Lombardei begriff im 6. Jahrh., als die Langobarden einen großen TheilItaliens eroberten, Oberitalien, späterhin nannte man die östr. Provinzen in Ita-lien (nämlich die Herzogthümer Mailand und Manlua) die östreichische Lombardei .Nachdem Napoleon aus diesen Ländern und andern 1797 die cisalpinische, danndie italienische Republik, endlich 1805 das Königreich Italien gebildet hatte, ver-schwand dieser Name. Seit Östreich durch den pariser Frieden, 1814, zuni Besitzeeines großen Theils des vormals zum Königr. Italien geschlagenen Oberitaliens ge-langt ist, hat es 1815 s. Antheil an Italien zu einem lombardisch-venetia-nischen Königreiche umgeschaffen. Dieses begreift das Gebiet der vormaligenRepublik Venedig in Italien (mit Ausnahme Istriens und des Cantons Civida,welche zu dem neuern Königr. Illyrien gekommen sind), die Herzogthümer Mailand (östr. Antheils) und Mantua, geringe Theile von Parma. Piacenza und dem päpstl.Gebiete, und die sonst zu Helvetien gehörigen Landschaften: Deltlin, Worms undCläven. Es wird von Helvetien, Deutschland , dem adriat. Meere, dem Kirchen-staate, Modena, Parma und den sardinischen Staaten begrenzt. Die Größe be-trägt 851 LlM., und die Bevölkerung 4,279,000 Einw., darunter 05,000 Deut-sche , 5500 Juden, einige Griechen. Es wird von dem Tagliamenw, der Piave,Brenta, dem Etsch (Adige), Po, Mincio, Ticino und der Atda bewässert. Diewichtigsten Seen sind der Lago maggiore, der Comersee, der Iseo- und Gardasee ;auch hat es eine Menge von Canälen. Der Boden ist größtentheils eben, nur imN. berühren Zweige der Alpen das Land, und westl. von Padua erstrecken sich dieEuganeischen Berge, meist vulkanischen Ursprungs (17 —1800 F. hoch). Diesein den meisten Gegenden trefflich angebaute Provinz gleicht einem Garten. DasKlima ist kälter in den nördlichen, an die Alpen stoßenden Gegenden, in den übri-gen mild, warm und gesund, doch nicht frei von Winterkälte und Frost, daher ge-schieht es oft, daß die Oliven, Pomeranzen, Citronen und a. zarte Gewächse er-frieren , der Weinstock Schaden leidet und die Flüsse zufrieren. Selbst die Lagunenum Venedig werden so rissest, daß man Stunden weit darüber hinläuft und selbstdarauf fährt. Das Land hat Rindvieh, mittelmäßige Pferde, Schafe mit einergroben Wolle, eine große Menge von Federvieh und Fischen; auch Seidenbau.Der Feldbau, die vorzüglichste Nahrungsguelle der Einw., ist wegen der Frucht-barkeit des Bodens sehr ergiebig an Getreide, Mais, Hülsenftüchten, Garten-gewächsen , Flachs w. Wo die Felder sumpfig find, werten sie zum Reisbau ge-braucht, der theils verbraucht, theils nach Deutschland ausgeführt wird. Fernerist der Wein - und Ölbau sehr ausgebreitet. Außer den gewöhnlichen Obstarten hatman Castanien, Mandeln, Feigen, Pomeranzen, Citronen, Lorber». Mit Po-meranzen, Citronen und Feigen wird ein bedeutender Handel getrieben. Das Mi-neralreich liefert Eisen, Kupfer, Marmor, Salz und einige Mineralwässer. DerGewerbfleiß ist von seiner vormaligen Höhe sehr herabgesunken. Die vorzüglich-sten Fabriken bestehen in Seide, Glas - und Eisenwaaren. Der Seidenbau unddir Seidenweberei sind durch das ganze Land ausgebreitet. Es werden alle Arten