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den fast einzig auf die jetzige Tity beschränkt; selbst in dieser fanden sich beinah soviele Gärten als Häuser, und dennoch glaubte man der fernern Vergrößerung derStadt durch Verbote entgegenwirken zu muffen. Zn den Kriegen mit Spanien stellte London von 1588 — 91 auf eigne Kosten nach und nach ein Heer von 20,000M. und rüstete 38 Kriegsschiffe aus. 1603 starben an der Pest, die schon öftergroße Verwüstungen angerichtet hakte, 30,561 Menschen. Zn dem Bürgerkriegeunter Karl I. ward die Stadt auf Befehl des Parlaments mit Festungswerken um-geben, wovon sich gegenwärtig keine Spur mehr findet. 1665 wüthete die Pestaufs Neue, aber zum letzten Male. Die Zahl der Todten betrug nach I). Hodyns88,506, nach Elaviendon 160,000. Das große Feuer 1666 (vom 2. Sept.Sonntags Nachts bis zum Donnerstage) verzehrte 13,200 Häuser, 81 Kirchen,26 Hospitäler rc. Die Stadt hätte bei dem Wiederaufbau der Häuser die Straßenregelmäßig vertheilen können; allein Niemand dachte an diese Verbesserung. Schon1683 gab der Anwachs der Bevölkerung und die Größe der Stadt Anlaß zur Er-richtung der Pfennigpost, welche allein für London bestimmt ist.
Im Verhältniß zu ihrem Reichthums haben Londons Einw. weniger Gele,genheit sich zu unterhalten, als die jeder andern europ. Hauptstadt. Was sich in-dessen von der Art vorfindet, zeichnet sich durch Glanz und Pracht oder dadurch aus,daß man es nur in England, in London findet. 1) Theater. London ist wahr-scheinlich die Stadt, wo die Bühne am frühesten festen Fuß faßte und die Künstlerauf ihr zuerst einen höhern Grad von bürgerlicher Achtung behaupteten, als an a.Orten, Was in ältern Zeiten von moral. und religiösen sogen. Mysterien und saty-rischen, plumpen Poffenspielen und Haupt - und Staatsactioncn vorhanden war,wovon uns Shakspcare in s. „Hamlet ", m f. „Sommernachtstraum" Proben mit-geibeili hat, die gewiß Dem, wG! er vorfand, nachgebildet sind, wandelte sich durchdiese» Riestngcist in ein regelmäßiges Nationalschauspiel um, das zwischen dem al-ten (griech ) classischen und modernen Drama eine neue Gattung bildete, und vondem Augenblick an, wo s. Genius die Zeitgenossen entzückte, hat sich der Sinn fürdie Freuden der Buhne in London nie wieder verloren; nie hat es an Dichtern undKünstlern gefehlt, die, wie er, sich der allgemeinen Theilnahme erfreut hätten. Da»königl. Theater oder das ital. Opernhaus aufdem Haymarket ist zunächst für großeital. Opern und BalletS bestimmt; aufdieserBühne glänzten dieCatalani, die Ma»riane Sessi, die Sirina Sacchi; was Italien und Frankreich an Tänzern und Gän-gern Großes hat, findet hier den Schauplatz fürs. Talente. 1190 brannte das Ge-bäude ab; m s. gegenwärtigen Gestalt (seit 1818), von einer Colonnade von eiser-nen Wäulen in dorischer Ordnung geziert, gibt es dem Theater in Mailand wenignach. Jede Loge ist mit Vorhängen versehen, wie in Neapel , damit die Zuschauersich ganz isoliren können. Das Ganze faßt bequem 2500 Menschen. Die Vor-stellungen beginnen im Januar und dauerm wöchentlich 2 Mal bis zum August.Das Drurylane-Theater bildete sich schon unter Jakob I. , und 1662 ward die dar-aus spielende Gesellschaft vom König privilegirt. Die Mitgl. hießen Diener Sr.Majestät, was noch jetzt der Fall ist, und erhalten jährl. 10 Ellen Scharlachtuchnebst Tressen dazu. Es brannte 1111 ab, entstand dann aufs Neue, und wurde1193 in einem noch größer» Style aufgebaut. Die Flammen verzehrten es wieder1809; so erhielt es seine einfache, aber schöne Gestalt erst seit 1811, Ein großerKronleuchter mit Glaslampen erhellt das Innere, welches 2800 Zuschauer faßt.Gleich dem Coventgarden-Theater ist es vornehmlich dem recüirenden Schauspielbestimmt. Dies letztere entstand 1662, wo sich eine Gesellschaft bildete, die denName» der „Diener des Herzogs v. Pork" (nachmal. Königs Jakob ll.) annahm.Auch diese Bühne ging 1808 in Feuer auf, ward aber 1809 mit „Macbeth" wie-der eröffnet. Es gehört zu den schönsten Bühnen Europas und ist nach dem Musterhe» Minervatempels in Athen gebaut. Es faßt gegen 3000 Zuschauer, »n> dis