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Einnahme beträgt dann etwa 1000 Pf. Da diese großen Theater im Sommer gerschloffen sind, so bildete sich seit 1702 dasHaymarket-Theater für diese Jahreszeit,und der berühmte Komiker Foote gab ihm einen Ruf, der dem von jenen die Wagehalten konnte. In semer jetzigen Gestalt steht es seit 1821. Indessen liebt derLondoner theatralische Vorstellungen im Sommer so wenig, daß es nur geringenErtrag gewährt, zumal da, außer jenem Foote, ausgezeichnete Künstler auf ihm sel-ten erschienen, während die beiden andern ältern durch Garrick, Kemble, Kean, Sid,dons u. s. w. weltberühmt wurden. Aus gleichem Grunde entstand 1816 das 1'.»^-Il>ib Nperu-Iiaure. und seit 1818 stand ein HerrMathewS aus, der ganz allein seinPublicum zu ergötzen weiß. Er gibt gewöhnlich 40 Vorstellungen jeden Somnierund trägt bald ein Abenteuer auf einer Postkutsche, bald einen Abstecher »ach Paris ,bald die beiden Mühmchen von, Lande, bald die große Reise durch Luft, Erde undWasser vor. Sein Witz, seine Mannigfaltigkeit ziehen die ausgesuchteste Gesell-schaft in seine kleine, ihm selbst zuständige Bühne. Kleinere Theater sind für Ope-retten, BalletS, Pantomimen-c. bestimmt. — Ist die dramat. Kunst in London ver-hälmißmäßig auf so wenig Räume beschränkt, so finden sich dagegen desto mehrBühnen für manche Genüsse, die in andern Städten gar nicht oder selten angetrof-fen werden. Für Kunstreiter gibt es seit 1767 ein K,ti<;v 11»vul m»,>l>itlm->i,<;,das mehrmals abbrannte, aber immer in schönerer Gestalt wieder aufstieg. InSadlerS Well sind sogar die alten Seegefechte der Römer aufgelebt, indem der Bo-den des großen innern Raums ein Wasserbecken bildet. Der Bajazzo, Grimaldi,spielt hier eine Hauptrolle. — 2) Durch seine Gartenfreuden ist der londonerVauxhall seil Addison berühmt. Damals war er bloß ein angenehmer Theegar-ten, durch musikalische Unterhaltung belebt; allein Zeit und Speculation vergrößertedie Gärten. Hier lassen Illuminationen mit buntfarbigen Lampen und transparen-ten Gemälden, Säle, mit Gemälden von der Hand eines Hogarrh geschmückt, einConcert, von mehr als 100 Sängern und Virtuosen aufgeführt, Tanz und Feuer-werke täglich vom Mai bis Ende Augusts die Mitternacht herbeikommen, ehe dieBesucher es ahnen. Im Ganzen bietet London wenig Gelegenheiten, sich in Gär-ten zu ergehen. Die Parks am Kensingtonpalast, in der Greens-Inn, in St.-Ia-»nes, sind theils für viele Bewohner zu entfernt, theils ist ihr Umfang beschränkt,theils der Besuch bedingt. Am meisten belebt ist der Hydepark mit einer minerali-schen Quelle und einem Flußbade. Im Winter wird hier Schlittschuh gelaufen.Der Thiergarten der zoologischen Gesellschaft im Regentspark ist der Sammelplatzder l»5l>io„u1>Ie wo, ><1. Auch die Brücken über die Themse dienen als Promenaden;besonders ist die Waterloobrücke beliebt, ohne daß darum die Unternehmer, die siebauen ließen, bisher für die ungeheuern Kosten eine entsprechende Renre gehabt hät-ten, Über die oder die glänzenden Ballfeste der vornehmsten Welt in Lon-
don , während der sogen. 8e.-,so„ (vom März bis Ende Juni) in Willis's io«,»,s. m. die Sittenschilderung in den „.VlrmxKs rcvi-älnd" (Lond. 1828; deutsch :„Herb. Milton, oder Leben der höher» Stände in London", aus dem Engl . vonRichard, 3 Bde., Aachen 1828). 3) Gibt es Pferderennen, Boxkämpfe u. s. w.Seit hundert Jahren ist das Boxen als Kunst vorwaltend, und manche Faustkäm-pfer erhielten eine Art von Berühmtheit. 1791 eröffnete für dies rohe Schauspielder Iude Mendozs eine Bühne, uni die sich eine Menge der Vornehmsten sammelt.Jetzt gibt es mehre für eine gefahrlosere Art dieses Kampfes, wo beide Theile dieHände mit starken Handschuhen bekleidet haben. Für den grausamen Hahnenkampf,zugleich für Hunde-, Bären-, Stierhehen hat London noch immer einen besondernSchauplatz; nahm doch selbst der scharfsinnige Brougham diese rohen Vergnü-gungen, vielleicht um dem Volke zu schmeicheln, im Parlamente in Schutz. Dage-gen finden 4) Diele eine edlere Unterhaltung in den Versammlungen den entomolo-Hlschen, der Medicin., her mehicin,-chirurgischen, der medicim-botanischen, der phre-