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Ludwig XIV. (König von Frankreich )
wig XIV. erinnern noch 3t Gemälde von diesem Meister im Museum des Louvre.Die flamändische Schule, namentlich TenierS, gefiel dem Könige nicht. Le-stieur, Poussin und Mignard wurden die Zierden der sranz. Schule. Unter denBildhauern zeichnete sich Girardon aus. Lemüre schuf die Gärten des prächtigenVersailles; Perrault baute die Colonnade des Louvre, Hardouin Mansard denDom der Invaliden. Lully ward der Schöpfer der fron;. Tonkunst. Fast Alles,was den Reisenden in Staunen setzt, die meisten großen Denkmäler Frankreichs entstanden unter Ludwigs Regierung. Er legte die bewundernswürdigen Haftn-,Schiffbau-und Festungsgebäude zu Brest, Rochefort, l'Orient, Havre , Dün-kirchen, Celte und Toulon an. Der Canal von Languedoe verband auf seinGeheiß das mittelländische Meer mit dem Ocean. Dies ist Ludwigs Zeitalter!Voltaire'S „düöolo <><- I.»ui, XIV." ist, nach Spittler'S treffendem Urtheil, mehrein geschmackvoller historischer Entwurf als eigentliche Geschichte. Man höredagegen den kaustischen, aber wahrheitsliebenden und sicher urtheilenden Hofmann,den Duc de St.-SiMon, in s. „Oeuvre; cuiuz-Iötes po»r vervir ü l'lnstuiie ile;euur; >Ie I.uui; XIV , rle lu lle^ciiee et lle 1.oni; XV" (N. vollständ. ?l., Pa-rts 1829 fg.). )luch die „Vleiuoire; <1e 1)uux;ei>u", sowol die, welche Flau v. Gcn-lis, als die „welche Lemoneey in s. „bX;ni ;»I I'etal,li,;e»><uk »iruiurcln^iie <lsI.OIÜ; XIV" (Paris 1818) bekanntgemachthat, zeigen, wie klein Ludwig XIV .war, wenn ihn nicht der Glanz feiner Würde umgab. Roch müßen die von demDiplomariker Grouvelle und dem Grasen Grimoard herausgegeb. „Oeuvre, >lel.oulv XlV" (Dd. 1 —6, Paris 1806) genannt werden, und die in diese Samml.aufgenommenen „Lnu;iile,ut,<»>;;», l.oui; XI V" von Grouvelle, die, obgleick» zugünstig, dennoch eine trefflicheVorarbeit zurGeschichte dieses Monarchen sind. Diein jenen Werken befindlichen „luit,uetiour ,,uur le I)uu;>l>iu" von 1661 —68hat Pelisson größtentheilö, wie man glaubt, nach den mündlichen Mitthe.lungcn desKönigs niedergeschrieben. Es herrscht in denselben nicht allein der Geist des Königs,sondern selbst im Style ist fein Ton unverkennbar. Sie beweisen übrigens, solangweilig auch an sich der eintönige, dürre, mit spanischein Ernste fortschreitendeVertrag ist, das gerade, gesunde Urtheil des Königs. Nur wenige der hier auf-gestellten Grundsätze sind einseitig oder falsch. Doch Ludwig selbst befolgte diebessern nicht. Er warnt z. B. den Dauphin vor dem Einflüsse der Günstlinge,noch mehr vor Frauenliebe, die den Geist von Geschäften abziehe, nicht sich indiese mischen solle. Wie sehr vergaß dies Ludwig im Umgänge mit der Mainlenon.Auch enthalten jene Schriften, außer andern geschichtlichen Erinnerungen, mehreAufklärungen über dievon Ludwig XIV. selbst an deutschen Höfen, z. B. in Berlin ,angewandte Bestechungspolitik. Die „Vleux.ire;" und „l'ieee; »nlitaire«", welcheden 3. und 4. Bd. der Werke ausmachen, betreffen die Feldzüge von 1672 —1678 und den von 1692. Sie sollen, nach Grimoard's Vorbericht, für dasStudium der Kriegsgeschichte nicht unerheblich sein. Ludwigs Briefe in den beidenletzten Bdn. seiner Werke sind größtentheils unbedeutend; auch aus ihnen geht diegroße Geistestrockenheit und Ideenarmheit Ludwigs hervor. Doch machen dieBriefe an Philipp V. eine Ausnahme. Bemerkenswerth ist die Höflichkeit undWürde, mit der dieser stolze König an seine Minister und Generale schreibt. Dieserfeine Ton ward damals allgemein und gab der Sprache wie den Sitten jene ge-fällige Ausbildung, welche die Ausländer nach Paris zog. Ist nach diesem AllenLudwig groß zu nennen? Er führ vor uns, ausgezeichnet durch seltene Naturga-ben; ganz ein Franzose, schimmernd von Ruhm, anziehend durch edle und ge-fällige Formen, nicht ohne Huld, die das Herz gewinnt, nicht ohne Geist, derdem Verstand Achtung abnöthigt, und erhaben durch jene Willenskraft, vor derseine Nation am willigsten sich beugt; aber er ging weder seinem Zeitalter voran,noch ragt er über dasselbe hervor. Diese« war vielmehr größer als Er! X.