Band 
Siebenter Band. M bis N.
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'.vl/ der 13. Buchstabe des deutschen Abc, welcher durch eine leichte Ausstoßungdes Hauches, wobei man die Lippen schließt, hervorgebracht wird; ein Lippen-buchstabe; der zweite der sogen. Halblauter oder fließenden Buchstaben.

M', das abgekürzte Mac, eine Dorsetzsylbe schottischer Eigennamen, bedeutetSohn. Es rührt, wie das hebr. Ben (s. d.) und das irländ. O' (O'Higgins) ausden Zeiten her, wo die vom Vater auf den Sohn forterbenden Familiennamen nochnicht gebräuchlich waren. Das schriftlich abgekürzte M' wird Mac ausgesprochen,nie aber betont: man spricht daher Mac-Pherson, Mac-Imosh. (L>. auch Fitz.)

M ä ander, jetzt M e i n d e r, ein Fluß Kleinasiens , entspringt inPhrygien aus dem Berge Celanus, stießt zwischen Karien und Lydien , wo er dieGrenze macht, hindurch, und fallt zwischen Priene und MiletuS i»S ägäische Nieer.Er war bei den Alten wegen seiner vielen Krümmungen berühmt; sie benannten nachihm die künstlich in einander verschlungenen Purpureinfassungen an den Mantelnund Gewändern, auch aus Urnen und Gefäßen. Daher figürlich Mäandrische Wege,Mäandrische Worte, d. i. künstliche Wendungen und Umschweife u. s. w.

Maas (ü> »»»O, ein schiffbarer, für die Niederlande wichtiger Fluß, ent-springt ini Departement der obern Marne (Champagne), stießt bei dem schlösseLowensiein mit der Waal zusammen und wird nun die Merwe genannt, erhältaber, nachdem sie sich bei Dortrecht in 2 Arme getheilt hat, bei Rotterdam ihrenalten Namen wieder. Beide Arme vereinigen sich auss Neue bei Dlaardingen.Nicht weit von Briel, wo die Maas -7 deutsche Meile breit ist, ergießt sie sich mitsolcher Gewalt in die Nordsee , daß das Seewasser in einer beträchtlichen Weiteseinen salzigen Geschmack verliert.

Maaß, s. Maß.

M a b, dieKönigin derFeen, beiShakspeare;auchWieland erwähnt sie öfter.

M abill 0 n (Jean), ein gelehnerBenedicnner der Congregation von St.-Maur , geb.d. 23.Nov. I632 zu St.-.Pierremont, einem Dorfe in der Champagne,trat 1654 in s. Orden und wurde bald darauf »ach Sr.-Denis geschickt, um denFremden die Denkmäler dieser Abtei zu zeigen und zu erklären. D'Acherv, einerder gelehrtesten Geistlichen des BenediciinerordenS, soderte ihn zur Theilnahme ans.d>üei!i'<ssii,i," (einer-Lamml.wichtiger, noch ungedruckter Urkunden und Nach-richten) auf und rühmte seinen Fleiß und ForschungSgeist. Als die Congregationvon St.-Maur die neue Ausgabe von den Kirchenvatern besorgen ließ, wurde ihmder heil. Bernhard (8. 6,r»ar>li opera", 1661, 2 Bde., Fol.) zugetheilt, under emledigte sich dieses Auftrags mit vielem Fleiß und Erfolg. ' Colbert, der vonseinen Verdiensten hörte, bot ihm eme Pension von 2066 LivreS an; M. schlug, sie aus und erbat nur des Ministers Schutz für seinen Orden. 1683 schickte ihnColbert nach Deutschland , um in Archiven und Bibliotheken Alles zu sammeln,was zur Geschichte Frankreichs dienen könnte. M. brachte mehre merkwürdigeUrkunden in s.Reisejournal" aS Licht. Da die Resultate dieser gelehrten Reiseallgemeinen Beifall erhielten, schickte ihn der König 2 Jahre nachher nach Italien ,wo nun ihm alle Archive und Bibliotheken öffnete. Auch hier fand er eine reicheAusbeute, die er in s.Uiintun» Italien »," bekanntmachte. Für die königl. Bi-bliothek zu Paris hatte er gegen 3000 Bände seltener Bücher und Handschriftengesammelt. Damals behauptete Dom Rance, Abt von la Trappe, in einer seinerEo»-.erst,riv»s>Lexicvn. Bd. VII. 1