Band 
Siebenter Band. M bis N.
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2 Mably Mabuse

Schl iffen, daß den Mönchen die Studien wehe schädlich als nützlich seien. M.widerlegte diese seltsame Behauptung im Auftrage seiner Congregation durch s.be.üio >W8 >UulIe^><>,u->8ii>^,o8" (Paris 1881) mit einer einfachen, ader kräf-tiqen Bepedtsamkeit. ?(uch schrieb er die Annalen seines Ordens. M.'s größtesVerdienst ist s. Werk über die Diplomatik (,,I>e 10 >>,p!<>n>utio>->", Paris 1631,Fol.; Suppl. 1702, Fol.). Diese Wissenschaft verdankt ihm ihre Begründung.Mit großem Scharfsinn und ausgebreiteter Gelehrsamkeit stellte er sichere diplo-matische Regeln zur richtigen Beurtheilung der Urkunden auf. Außerdem nennenwir s..Iota 8.i»o!Qinn> or>Iii,i8 8. lleuoll." (Paris 1668 1702, 9Bde., Fol.)und die V,n>ale8 OiOiuis 8. llonoll." (ebend. 1713 38, 6 Bde., Fol.). Erstarb zu Paris 1707.

Mably (Gabriel Bonnet de), Abbe, älterer Bruder des Abbe dcCondillac,geb. 21. Mai 1709 zu Grenoble, starb zu Paris 23. April 1785. Er stukirte beiden Jesuiten zu Lyon . Als Gelehrter und Verwandter fand er Zutritt bei der Mad.Tencin, die durch ihre Intriguen und Talente sich einen Namen gemacht hatteund eine Auswahl von gebildeten Personen um sich versammelte. M.'S eben er-schieneneParallele der Romer und Franzosen " fand Beifall, er sprach über öf-fentliche und politische Angelegenheiten mir vielem Scharfsinn; er schien ihr daherder Mann, dessen ihr Bruder, welcher ins Ministerium getreten war, bedurfte.Um diesen m feinen Wirkungskreis einzuweihen, schrieb M. f.Übersicht der feitdem westfälischen Frieden geschlossenen Verträge", wie auch alle Berichte undDenkschriften, welche der Cardinal dem König einreichte. Er unterhandelte 1715mit dem Minister des Königs von Preußen insgeheim zu Paris und fetzte denVertrag auf, den Voltaire diesem Fürsten überbrachte; er faßte ferner die Schrif-ten ab, welche den Verhandlungen des 17-16 zu Breda eröffneten Congresses zurGrundlage dienen sollten. Diese verschiedenen Urkunden beweisen seinen Beruffür die Politik. Dennoch zog er sich bald darauf, als er sich mit dem Cardinalveruneinigt hatte, von dieser Laufbahn zurück und widmete sich ganz den Wissen-schaften. Der Marfchall Richelieu konnte ihn nicht bewegen, sich um eine stellein der Akademie zu bewerben. Ebenso verfuhr er bei der Herausgabe f. Werkemit seltener Uneizennützigkeit. Es hieß, man wolle ihm die Erziehung des Thron-erben einer große» Monarchie antragen. M. erklärte laut, daß die Grundlageseines Unterrichts sein werde: Die Könige sind um der Völker willen da, undnicht die Völker um der Könige willen. Er kannte den Zusammenhang der Ereig-nisse so wohl, daß er manche wichtige Begebenheiten vorhersagen konnte. Seinevorzüglichsten Werke sind:l'arallöle ckes lloinaiiis ct ilor lAaneiW"; 1,0ckroit jnililia >Ie IDiirope";< »I,8orval>c>ii8 sur l>-8 Koma',>><,";Ob8orvali»n88»r lcs üieoz" (wegen lichtvoller Ordnung und Gründlichkeit empfehlenswerth);11e8 ;>rinoPo8 <Ie8 negacü>>ioi>.8";lAitrelieii clo l'liooion", worin der Vers.seine Ideen von den Tugenden, der Vaterlandsliebe und von den Pflichten aus-stellt, die Staat und Bürger gegen einander haben;Ol^crvatioi^ 8ur I'lli.-i-toiro tle b'ianee";bllitieliens nur I'lWtdiro";Da la inanioro 0 ,-oriioi'Iiintoira"; ,Polten ä äl.ill. l,a älai^ui 80 lls ?... 8U> I'ozii'ea". Seine Werkeerschienen gesammelt, Paris 179-1, 15 Bde. Sein Styl ist lichtvoll, rein, zu-weilen elegant, aber etwas kalt.

Mabuse (Ioan von), auch Maubeuge und Maboggio genannt,Maler, geb. zu Maubeuge oder Mabuse im Hennegau 1492, reiste, um seine herr-lichen Anlagen auszubilden, nach Italien . Bis dabin hatte er die Natur treu nach-zubilden gesucht; bei dem Anblicke der Meisterwerke der ital. Künstler und der pla-stischen Gebilde der Alten aber eröffneten sich ihni neue Aussichten. Nach der Rück-kehr in seine Heimath war er einer der Ersten, die eine großartigere, idealere Dar-stellung einführten, ohne jedoch seiner ersten Lehrerin untreu zu werden. Auch die