8
Macdonald
Beschreibung der Pest dagegen, welche in Floren; 1522 u. 1523 wüthete, darf sichneben die ähnliche Tkucydideische Beschreibung stellen. Auf echt ital . Weise mdetsie mit einem Liebesverständniß. Ausserdem hat man noch von M. eine SammlungSentenzen und Verordnungen für eine geschlossene Gesellschaft („tAuu^-iFm.-, ,Ii;ü»cere"). Letztere geben keinen Übeln Beweis für die Lebenslustigkeit des Verfas-sers. Von denKomödien des M. s. Italienisches Thea ter. Ihre, wiewolgeistreiche Frivolität beweist, daß auch ausgezeichnete Menschen ohne allen Sinnfür wahre Poesie sein können. Wie wenig er für die schöne Literatur geboren war,ergibt sich aus seinem Aufsatz über die ital . Sprache, worin er die florentinischeMundart als ital. Schriftsprache gegen Dante's Angriff auf eine höchst seichte undunglückliche Weise vertheidigt. Sammlungen seiner Werke sind herausgekommenzu Florenz 1782 und zu Basel 1803^ in 8 Bdn. Die vollständigsten sind die zuMailand 1805 in 10 Bd». (in der Sammlung der sämmtl. class. ital . Autoren),und die zu Florenz 1820 in 11 Bdn. Von seinen Schriften ist das Buch vom Für-sten am häufigsten in andre Sprachen, inS Deutsche zuletzt von Rehberg, mit einergehaltvollen Einleit. (Hanover 1810; 2. A. 1824) übersetzt worden. 1). H. LeoHut die „Briese des florenr. Kanzlers und Geschichtschreibers Nic. Macchiavelli anfeine Freunde" a. d. Ital. übers. (Berlin 1828), sowie die vor Kurzem aufgefun-denen Noten und Excerpte M.'S u. d. T. „Histor. Fragment von M." (Ha-nover 1828); „Oeuero; a<in>z>läte>i cla äl.nabiavol, tracluiles ziar ck. V. I'o-ai-.u>" (Paris 1823 — 26, 12 Bde.).
Macdonald (Etienne Jacques Joseph Alexandre ), Marschall und Pairvon Frankreich, Herzog von Tarcnt, Siaatsminister, Großkanzler der Ehrenle-gion, geb. in Frankreich zu Sancerre den 17. Nov. 1765, stammt von einen, Hoch-schott. Clangeschlechte. Sein Vater, der mit 20 andern Macdonalden 1745 beiCulloden für den Prätendenten Karl Eduard gefochten und diesen dann mehre Wo-chen lang verborgen gehalten hatte, ging nach Frankreich . Der junge M. nahm1784 Kriegsdienste in der Legion des Generallieutenants Grafen v.MailleboiS, dienach Holland bestimmt war, um die antioranische Partei gegen den Erbstatthalterzu unterstützen. Er umfaßte die Grundsätze der Revolution, stieg in dem Kriege1792 schnell zur Würde eines Brigadegenerals, diente 1794 mit Auszeichnungunter Pichegru bei der Nordarmee in Holland und Osifriesland. 1796 führte erals Divisionsgeneral den Heerbefehl zu Düsseldorf u. Köln , kam dann zur Rhein-armee und endlich nach Italien , wo er unter Bonaparte seinen Ruf als Feldherrgründete. Nach dem Frieden von Campo-Formio stand er bei dem Heere unterBerthier, das Rom und den Kirchenstaat besetzte, und leitete als Gouverneur desKirchenstaats die Verwandlung Roms in eine Republik . Aber Mack drang mit50,000 M. nach Rom vor, und M. mußte mit seinen Truppen sich zu dem Heeredes franz. Obergenerals Championnet zurückziehen. Bald war dieser stark genug,um angriffsweise zu verfahren, und M. trug viel bei zu den Siegen bei Trenw,Monterosi, Baccano, Calvi und Civita-Castellana . Vchon am 14. Dec. zog erzum zweiten Mal in Rom ein. Nach Championnet's Absetzung im Frühjahr 1799erhielt er den Oberbefehl über das franz. Heer zu Neapel . Während er hier gegenden Cardinal Ruffo und die Calabresen focht, hatten Suworoff und Melas dieLombardei erobert und waren bis Turin vorgedrungen. Damals deckte Moveaudurch kluge Märsche die Grenze Frankreichs und die Pässe von Genua . Hieraufzog er M. entgegen, welcher Unteritalien räumte, um sich ihm anzuschließen.Aber statt den Seitenmarsch ins Genuesische zu wählen, zog M„ um den F«indallein zu schlagen, über Modena, Parma und,Piacenza auf die Straße von Vo-ghera. Zwar warf er, 12. Juni 1799, die Östreicher unter Hohenzollern ausihrer Stellung bei Modena zurück; allein Suworoff und Melas drängten ihn, 17.Juni, über den Tidone, und schlugen sein durch Märsche und Kämpfe erschöpftes