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Macedonius
Macenas
von 150 verschiedenen Völkerschaften, die in ältester Zeit das Land bewohnt habensollen, wovon aber keine Nachrichten zu uns gekommen sind. Die EinwohnerMacedonienü wurden früher gebildet als die übrigen Griechen, welche sogar von ihnenlernten; in der Folge aber blieben sie so weit hinter den Griechen zurück, daß diesesie zu den Barbaren rechneten. Sie waren in kleine Staaten getheilt, welche mitden Zllyriern und Thraziern unaufhörlich Krieg führten, bis Philipp und Alcpan-der einem dieser Staaten das Übergewicht über die andern gaben und ihn zum mäch-tigste» der Welt erhoben. Ohne diesen Staat genau zu kennen, wissen wir nur,daß seine Rcgierungsform eingeschränkt monarchisch war, daß er lange den Zlly-riern. Thraziern und Persern Tribut zahlte und den Atheniensern seine Seehäfenzu HandelSnicdcrlagen überlassen mußte. Die Reihe seiner Könige fängt mit demHerakliden KaranuS an, wird aber erst mit Philipp (s. d.) für die Geschichtewichtig. Dieser wußte die Kräfte des Landes und seine kriegerischen Bewohner sowohl zu benutzen, daß er am Tage von Chäronea, 338 v. Chr., das unter sich un-einige Griechenland seiner Herrschaft unterwarf. L)ein noch größerer Sohn A l e-pan d er (s. d.) besiegte Asien und erhob Macedonicn durch lOjähr. Eroberungü-züge auf eine kurze Zeit zur Beherrscherin der halben Welt. Nach seinem Todeward die ungeheure Monarchie zerstückelt; M. erhielt seine alten Grenzen und ver-lor sogar nach einigen Kämpfen seine Herrschaft über Griechenland . Den Anlaßdazu gab das Büntniß, das Philipp II. während des zweiten pumschen Kriegs mitCarihago geschlossen hatte. Die Römer verschoben damals ihre Rache; als aberPhilipp Athen belagerte, und diese Stadt die Römer zu Hülfe rief, so erklärten siean Macedonien den Krieg. Philipp wurde genöthigt um Frieden zu bitten, mußteseine Schiffe ausliefern, seine Truppen aus 500 M. vermindern und die Kriegsko-sten bezahlen. M. stand schon jetzt gleichsam unter dem -Lchutze der Römer; alsaber Philipps Nachfolger, Perseus, gegen Rom zu den Waffen gegriffen hatte undbei Pvdna von ÄmiliuS PaulluS gänzlich geschlagen worden war (168 v. Chr.),hielten die Römer das Land besetzt. Gereizt durch die Bedrückungen derselben,stand der makedonische Adel und die ganze Nation unter Andriscr.s auf. Nach ei-nem langen Kampfe durch O.. CäciliuS Macedonius abermals besiegt, muüie derAdel auswandern, und das Land wurde 118 eine römische Provinz. K. O. Müller,,Uber die Wohnsitze, die Abstammung und die ältere Geschickte des maccdonischenVolks" (Berlin 1825) beweist, daß die Macedonier zur illvriscken Nation gehörthaben, die sich aber mit andern, besonders griech. Stämmen vermischten. — Jetztgebort M. mit 3 Sandsckaksch. (Köstendil, Askub und -Palonichi) der Pforte, undist von Walachen, Türken, Griecken und Albanern bewohnt. Der sütöstl. Tbeilsteht unter dem Pascha von Salonichi, der nordl. unter Bers oder Agas. Haupt-ort Salonichi, das alte Thcffalonich, eine wichtige Handelsstadt niit 50,000 Einw.
Macedonius, Macedonier, s. Geist (heil.).
Mäcenas (C.Cilnius), der Günstling dcsAugusiuS undGönner des Dir-gil und Horaz , leitete seine Abkunft von den alten etruskilcben Lukumonen (Ober-häuptern) ab. Viele Gelehrte haben ihn als Muster aller Ministertugenden und alsden erhabensten Beschützer der Wissenschaften geschildert, ohne eine ganz richtigeVorstellung von seinem Charakter und von der Rolle zu haben, die er unter Augustspielte. Mäcen, der vertraute Freund des OctaviuS , bekleidete nie öffentliche Ämter;denn selbst die Präfectur über Rom und Italien, die er nach dem Lüege bei Actium einige Zeit verwaltete, war nur eine Privatcommission. Er begnügte sich stets mitdem Ansehen, das ihm sein persönliches Verhältniß zu AugustuS gab. Ebenso schei-nen auch die Vorstellungen, die man von ihm als Beschützer der Gelehrten hat, unddie seine» Namen zu einem sprüchwörtlichen Ehrentitel gestempelt haben, sehr über-trieben zu sein. Daß er Dichter, witzige Köpfe und Gelehrte aller Art, wenn siegute Gesellschafter waren, an seinen Tisch zog, ihren Umgang suchte und sie gele-aentlich dem August empfahl, hatte zunächst einen politischen Grund, denn er er-