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gehenden Bodens, der aber im Innern nicht angebaut ist. Im Sommer ersetzt derThau den Regen. Im Winter verursacht der strömende Regen oft Überschwem-mungen. Die Luft ist äußerst gesund. Das ganze Jahr hindurch wachsen Blumenund Früchte. Haupterzeugniß ist der Maderawein. Die Weinpflanzungen (vonReben aus der Insel Kreta ) liefern jährlich 30,000 Pipcn oder etwa 90,000 Ohm,wovon die Hälfte ausgeführt wird. Die beste Sorte ist der Madera-Malvasier (inEngland Malmsey genannt), der selbst dem berühmten Dry-Madera vorgezogenwird- Letzterer heißt deßhalbDry-(trockener)Madera, weil er aus demjenigen Saftezubereitet wird, der den allerreifsten, schon etwas trockenen Trauben noch vor derKelter enkträufelt. Es ist ein Irrthum, daß der Maderawein, um den höchsten GradderGüte zu erlangen, 3 Mal die Linie müsse passirt haben und alsdann Tri-Maderagenannt werde; denn obgleich manche Ostindienfahrer denselben auf ihrer Hinfahrteinnehmen, um ihn bei ihrer Rückkunft theurer zu verkaufen, weil man die Erfahrunggemacht hat, daß weite Seereisen dem Madera zuträglich sind, so kann man doch nursagen, dieser Wein habe die Linie 2 Mal passtrt; denn bei der Lage der Inselauf der nördl. Halbkugel ist ein dreimaliges Passiren der Linie für denjenigen Ma-dera, der in Europa getrunken werden soll, eine physische Unmöglichkeit. TieWein-berge werten immer nur auf ein Jahr verpachtet. Vier Zehntheile des reinen Ertra-ges gehören dem Pachter, vier andre dem Eigenthumsherrn, eins dem König undeins der (Geistlichkeit. Anstatt der Waldungen, die zur Zeit der Ankunft der Portu-giesen diese Insel bedeckten, findet man jetzt viele Kastanien-, Pomeranzen:, Citro-nen-, 'Aprikosen-, und Pfirsichbäume rc., deren Früchte auf dieser Insel einen sichernGescbmack haben. In den Märten zieht man, außer Küchengewächsen, auch Ananasund a. tropische Gewächse. Zuckerrohr wird wenig gebaut, das Getreide reicht nichthin, daher man den Mangel durch auswärtiges Getreide, durch Animwurzeln, Ba-taten und Kastanien ersetzt. Der Caffeebaum gedeiht. Aus Europa hat man Rind-vieh, Schafe und Pferde hierher gebracht, welche von kleiner Art sind. Das einzigewilde vierfüß. Thier ist das Kaninchen. Wilde, giftige Thiere, schlangen u. dgl.fehlen ganz. Die Einw. (105,000) sind meistens portug. Abkömmlinge; auch Mu-latten und Neger finden sich hier. An Lchulen fehlt eS. Portugal hält hier einen Ge-neralgouverncur und bezieht von der Insel beträchtliche Einkünfte (500,000 Pia-ster), welche die Ausgaben für die Besoldung der Beamten und Unterhaltung derTruppen übersteigen. Der Handel ist meistens in den Händen der Engländer. Fun-chal, die Haiipkst., der Sitz des Gouverneurs und des Bischofs, erhebt sich amphi-kheatralisch auf der Südküste der Insel, im Hintergründe einer Bai, entspricht aberim Innern keineswegs dem schönen Anblicke von Außen. Sie hat 3 Kloster, einenvon 4 Forts vertheidigten Hafen und 20,000 Einw. — Nördlich von Madera liegtdie dazu gehörige kleine Insel Porto-Santo , mit 1200 Einw. Sie ist reichan Federwildpret. S. Pitta's „äecount os tl>« islancl ol'äl.i,(London 1812und ,,ki.iml>l<u; in »inleira ancl in Uni tnA.al. i» 1826", m. Bemerk, über Klimaund bürgerst Verhältnisse der Insel (Lond. 1821). Madeira war der Königin D.Maria treu geblieben- allein der brave Gouverneur, OberstValdez, wurde, als D.Miguels Truppen 1828 landeten, von s. Soldaten verlassen und mußte sich flüchten.D. Miguel hat die Insel wie ein erobertes Land behandelt und die Güter der Wohl-habenden eingezogen.
Madisson (James), zwei Mal (1809 und 1813) Präsident der Verein.Staaten von Nordamerika . Unter seinem Vorgänger, Thomas Iefferson, beklei-dete er das wichtige Amt eines StaatSsecretairs, nachdem er vorher in diploma-tischen Angelegenheiten gebraucht worden war. Er gehörte zu der Partei, diesich auf die -Leite der Franzosen neigte. Dieser Partei gab man die Veran-lassung zu dem Kriege mit England 1812 Schuld, zu welchem aber freilich auchEnglands Anmaßung zur See viel beitrug. Dieser Krieg störte den aufblühenden