24 t Medien Medusa
Medien, die größte und wichtigste Provinz des persischen Reichs, derenGrenzen gegen Merzen Hvrkanien und Parthien, gegen Mittag Persts und Su-siana, gegen Abend Assyrien und Armenien , gegen Mitternacht das kaftsischeMeer waren; sodass es das heutige Iran, Aderbidshan, Gilan und die West-hälfte von Mazanderan umfaßte. Es gehörte nach Hammer zu Aria oderEriene des Ser-d, dem Mederlande im weitesten Sinne. An dieses Aria grenztdas alte Bakrria, der Sitz des Völkerverkehrs, der Religion der Magier undder altpersischen Cultur. (Dgl. Zoroaster.) Medien war vermöge seiner Gebirgevon Natur fest, von streitbaren Männern bewohnt und zum Theil wohl angebaut.Schon vor der persischen Periode war Medien ein unabhängiges Reich. Weine Ge-schichte beginnt mit DejoeeS, der, nach Herodot , die Meder in Dörfern und Städ-ten vereinigt und an Gesetze gewöhnt hat. Er soll Ekbatana erbaut haben. Ninus,der Stifter der assyrischen Monarchie, eroberte es. Nach der Zertrümmerung derassyrischen Herrschaft gelang eS einem Statthalter der Provini, Medien aufs Neueunabhängig tu machen. Es war nun bald das mächtigste unter den Reichen, welcheaus der assvrische» Monarchie entsprungen waren. Nach den Wagen des Herodot hebt mit (einem jünger,i) DejoceS eine bis auf CyruS ununterbrochen fortgehendeReihe von modischen Königen zu Ekbatana an; von '00 bis 560 v. Chr. Dieletzten waren Ph'mortes, CyarareS und AstyageS . Über die damalige VerbindungMeistens mir Baktrien und Indien ist nichts Gewisses bekannt. Durch CvruS(s. d.) wurden die Meter den Persern unterworfen, welche jene bisher wegen ihrerArmuth für ein unbedeutendes Nebeuvolk gehalten hatten; bald aber wurdendie Besiegten die Lehrer der Sieger, nicht nur in den Sitten und Gebräu-che» des Privatlebens, sondern auch in ihren öffentlichen Einrichtungen. NachCvruS blieb Medien in un-ertrennter Verbindung mit den übrigen Theilen des per-sischen ReichS; nur die nordwestlichen Striche, welche vor CvruS m Assvrien ge-hört zu haben scheinen, rissen sich auf einige Zeit von den übrigen los. NachdemAlerander die persische Monarchie erobert ha'te, gab er Medien einem inländischenStatthalter, Namens AtropateS. Dieter behauptete sich in den nördlichen Ge-birgsgegenden, auch als nach Aleranders Tode Medien seine» eignen macedonischenStatthalter erhielt. Er vererbte seine Würde auf die Nachkommen, welche unge-achtet chrer gefaht'lichen Nachbarn, der Parther , Armenier und Romer, theilsdurch Nachgiebigkeit, theils mit bewaffneter Hand, sich unabhängig zu erhaltenwußten. Zur Zeit der ersteiz römischen Kaiser war das Land noch unabhängig,nachher kam es unter die Herrschaft der Parther . Medien bestand aus dem sudl.eigentlichen Medien, auch Großmedien genannt, mit der Hauptstadt Ekbatana;aus dem Lande de-S AtropateS, Atropatene, und aus den nördl. Strichen längsder Küste des kasistschen Meeres, .Nordmedien.
M edinab, al Nabi oder die Prophetenstadt (von 1200 Familien bewohnt),in der arabischen Peovin; Hedschas , berühmt durch Moham iied'S Flucht (15. Juli622), von welcher die Mohammedaner ihre Zeitrechnung beginnen, und durchMobammed'-S Grab in einer von ihn, selbst erbauten Moschee. Der angeblich nochunversehrte Leicknam befindet sich m einem Sarge von weißem Marmor, welcherzwischen den Warzen der Kbalifen Aöubekr und Dmar auf der Erde steht und mitkostbaren Teppichen bedeckt ist. Das Grab wird von 40 schwarze» Verschnittenenbewacht. In dem hoher« Stockwerke des Gebäudes sollen große Schätze an Gold,Silber und Edelsteine» befindlich fein, lauter Geschenke frommer Seelen; sie sindzum Gebrauch des WultanS im Falle eines Religionskriegs bestimmt. Medinah standunter dem Wherif von Mekka (s. d.), der eine» Statthalter und eine Besatzungdahin schickte, jetzt unter dem Pascha von Ägypten .
Medusa , eine von den drei Gorgonen (s d.). Neptun verliebte sich inihre Schönheit und umarmte sie in dem Tempel der Minerva. Die Göttin,