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Meii Memers
latein. Namen äl-sior st»mu-> führten, besonders am fränkischen Hofe. In denStädte» war der Meier eine vornehme obrigkeitliche Person, welche die hohe Ge-richtsbarkeit oder auch nur die bürgerliche Gerichtsbarkeit, mit Ausschluß der pein-lichen , ausübte. Noch fuhren geringere Vorgesetzte und Aufseher den NamenMeier, dergl. die Vorgesetzten der Landwirrhschaft sowol einer ganzen Gegendals eines einzelnen Gutes sind, besonders aber der Vorgesetzte eines jeden Landguts,der gegen einen Iahreslohn die Aufsicht über den Feldbau und die Arbeiter undKnechte führt, auch Hofmeister genannt.
Meil (Johann Wilhelm), Zeichner und Kupferstecher, einer der gelehrtestenKünstler seiner Zeit, geb. Zu Altenburg den 23.Oct. 1733, wo sein Vater Hosbild-hauer war, widmete sich zu Daireuth und Leipzig den Wissenschaften, bis 17,72 zuBerlin der Anblick der dortigen Kunstwerke sein Talent für die bildenden Künsteweckte, das er von nun an, ohne einem Meister oder einer Schule zu folgen, selbstauszubilden suchte. Unablässig übte er sich im Zeichnen und Ratiren und schuf sichso eine eigne Manier in letzterm, welche ihm unter den berühmten Kupferätzern derneuern Zeit eine ausgezeichnete Stelle erwarb, da er alle seine Ideen mit der voll-kommensten Richtigkeit entwarf und mit bis dahin noch nicht gesehener Sauberkeitin kleinen lieblichen Gestalten ausführte. Anfangs zeichnete er für Dekorateurs,Juweliere u. dgl., legte sich dann aber fast ausschließlich auf das Antike. Die ganzeSammlung seiner reizenden Vignetten, welche die vorzüglichsten deutschen Schrif-ten zieren, beträgt über ein halbes Tausend. Zu den gelungensten gehören seine mei-sterhaften Blätter zu Engel's „Mimik" und zu der neuesten Ausg. von „ScbaldusNothanker", welche beweisen, wie vortrefflich er phvsiognonnsche Eharaktere darzu-stellen wußte. Dabei befaß er eine genaue Kenntniß der ssostume der alten undmittlern Zeit und hatte stch daher durch Angabe richtiger und geschmackvoller Zeich-nungen auch um das Theater zu Berlin großes Verdienst erworben. Er starb zuBerlin den 2. Febr. 1805 als Dicedireckor der Akademie der Künste.
Meile, ein Längenmaß weiter Entfernungen. (Vgl. Maß.) Es hat sei-nen Namen von nulle (tausend), weil die römische Meile 1000 geometrischeSchritte, jeden zu 5 römischen Fußen, ausmachte. Die Länge der Meilen ist inden verschiedenen Ländern sehr verschieden. Geographische Meilen, deren jede25,642 (nach A.23,661) rheinländ. Fuß oder 14 Stunde, rechnet man 15 aufeinen Äquatorgrad; der geographischen wird die deutsche Meile gleichgeachtet, wie-wol sie eigentlich etwas größer ist und gewöhnlich auf 2 Stunden Wegs oder12,000 Schritte berechnet wird. Die preuß. Postmeile beträgt 24,000 F. rhnl.Eine fachst Meile von 2 Stunden Länge hat 8000 dresdner Ellen. Eine geograph.O.uadräkmeile ist eine Flache von anderthalb Stunden in der Länge und an-derthalb Stunden in der Breite, oder 9326 fachst Acker. Außerdem rechnet manauf einen Äquatorgrad 10 norwegische, 107 dänische und schwedische, 134 unga-rische, 19; niederländische (Stunden), 20 gemeine spanische, 26; castilianische,22polnilche, 25 gemeine französ., 60 ital. wie auch geograph. englische, 66; tür-kische (Berri), 694 englische, 104-6 rusststche (Werste ) und 250 chinesische (Li)Meilen. Eine engl. Meile hat 3155 rhein. Schube; eine geogr. Meile hat 4;engl. Meilen; 102,3 sind--226 geogr. M. Die Seemeilen sind etwasverschieden, indem 174 spanische und 20 französ., engl. und niederländ. (LeagueS)so viel als 15 deutsche Meilen betragen.
Meiler, s. Ver kohlung.
Meiners (Cyristoph), Literator, geb. den 51- Juli 1747 zu Otterndorf im Lande Hadeln, bildete sich seit 1767 auf der Universität Götkingen, zu derennützlichste» Lehrern er nächster gehörte. Er hat sich durch viele Schriften aus ver-schiedenen Zweigen der Wissenschaften und von sehr verschiedenem Werthe bekanntgemacht, Als akademischer Lehrer war er rastlos thätig für die Ordnung und den