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zeug'wg, die er neben einer jeder Rücksicht Genüge leidenden Klirgheit 1nl>st beider Abfassung der aiiqsburgischen Consesnon bewies. Dieses Meisterwerk, dasdie Protestanten als ihr erstes symbolisches Buch verehren, »nd die bald daraufentworfene Apologie der augsburgischeii Confesston trugen den Ruhm deines Na-mens dnt-ch ganz Europa , und wenn auch Dran; I. es nicht ganz ernstlich meinenmochte, da er ihn l»3ö ;ur Beilegung der Religionsunruhen nach Frankreich be-rief, so war doch sowol diese als auch die bald darauf erfolgte Einladung M.'Snach England ein Zeichen der allgemeinen Anerkennung seiner großen Verdienste.Er folg'e indeß, durch politische Grunde zurückgehalten, keiner pon beiden Einla-dungen; dagegen fanden sich andre Veranlassungen für ihn, theils zu seiner Erho-lung, theils in Geschäften seiner Partei Neiden zu machen. Auf einer derselben,die er 1.wG „ach Hagenau unternahm, ward er zu Weimar tbdtlicb krank, undnur der kräftige Zuspruch Luther's , der ihm in freundschaftlicher Besorgnis; nach-eilte, brachte ihn wieder zu Kräften. Da indeß das beschlossene Religionsge-sprach zu Hagenau nicht zu Stande kam, ging M. I ü i l nach Worms und baldnachher nach Regensburg , um bei den daselbst angestellten Vergleichsverbandlun-gen mit den Katholiken die Sache der Protestanten zu fuhren. Leider aber konntedie Weisheit und Mäßigung, die er hier bewies, wegen der Gegenwirkung despäpstl. Legaten, den Frieden, den er st sehnlich wünschte, nicht herbeiführen, undWahl end die Billigen unter den Katholiken ihn bei dieser Gelegenheit aufs Neuehschschitzen lernte», mußte er von seiner eignen Partei bittere Vorwürfe über dievon ihm mit reiflicher Überlegung und Vorsicht gewagten Schritte zur Vereini-gung hcren. Ebenso ging es ihm, da er, vom Kurfürsten Herniann von Koln 13,3 nach Bon » berufen, dessen Reformationsplan mit schonender Rücksicht aufdie kathol. Behörden einzuleiten suchte. Indeß hat weder Luther noch sonst einerseiner freunde, die sein ekles Herz uiid seine aufrichtige Ir.mmigkeit kannten, ander Reinheit feiner Absichten, an seiner Treue gegen das Evangelium je gezweifelt.Äme viel M. auch bisweilen von Luther's Heftigkeit leiden mußte, die Freundschaftdieser beiden großdenkenden, in einem Sinne und Glauben einigen Männer hieltununterbrochen bis zu Luther's Tote aus, den M. kindlich betrauerte und durchein biographisches Denkmal, aus dem die Wanne der Liebe und Ehrfurcht ebensosehr als die Wahrheitsliebe spricht, noch im Grabe ehrte. Ein großer Theil desVertrauens, das Luther genossen hatte, kiel nun ihm zu. Deutschland nannteihn schon vorher seinen Lehrer, und Witrenberg ehrte in ihm seine einzige Stutzeund den Wiederherstellen der Universität nach dein schmalkaldischen Kriege, in wel-chem er hierhin und dahin fluchtete und sich einige Zeit in Weimar aushielt; auchder neue Kurfürst Moritz zeichnete ihn aus und that in Religionssachen nichtsohne seine» Rath. Doch eben daß die Liebe zu Witrenberg ihn bewog, sich die-sem der ganzen lutherischen Kirche verdächtig gewordenen Juristen zu unterwerfen,und daß tu protestantischen Volker dennoch fortfuhren, ihn als eilten Stifter ihresGlaubens zu achten, konnten ihm einige Theologen, die gern allein die Erl en vonLuther's Glorie geworden wären, nicht vergeben. Sie griffen seine Lehrst,tze anund machten seine Rechtgläubigkeit verdächtig. Allerdings harte M. schon bet je-nen Verhandlungen mir den Katholiken gezeigt, daß ihm mancher alte Gebrauchund selbst eine bedingte Anerkennung des päpstl. Ansehens nicht so gefährlich schienals Luther ',,; auch war die allmalige Annäherung seiner Ansicht von der Gegen-wart Christi im Abendmahle an die schweizerische Wenigen entgangen, und dieVeränderung, die der offene, keiner Verstellung fähige Mann deßhalb in dem Ar-tikel der augsburgischen Confession vom Abendmahle gemacht hatte, von Feindenund Freunden gerügt worden; und daß er sowol in den spätern Ausgaben seiner,,l.,w>>i UNI tbenlop." als auch in andern öffentlichen Schriften die Lehre von derRech'ftrft zuug bestimmter und nach seiner wohlbegründeten Überzeugantg schrift-