Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mcn.'oza

capitain und Statthalter ro > Siena unterwarf ei' diese Republik der Herrschaftvon CosniuS I. Bdedici, uurer spanischer Lehnkoheit. Ndit dein eisernen Lcepter der(Gewalt erdrückle ?)k. den Sinn der Toscaner für Bolksrecht und Freiheit. Ver-haßt den Liberalen, verabscheut von Paul lll., den er in Rom selbst hu demüthi-gen den dluftrag hatte, herrschte er nur durch Todesstrafe», und obgleich unauf-hörlich von den Dolchen der Mörder bedroht, die er sowol durch Gewaltnnßbrauchals durch seine Liebesabenteuer in Roni gegen sich aufgereiht kalte, behauptete ersich dennoch bis Ibäl, wo Karl V. , ermüdet von den wiederholten Klagen seinerital. Unterthanen, deren Hast huletzt von dem Minister auf den Monarchen selbstüberging, ihn hurückberief. Mitten unter den Entwürfen einer tyrannischen Ge-walt war M. fortwährend in Italien mit literanschen Nachforschungen, besondersmit dem Sammeln griech. Manuscripte und stllterkkümer, eifrig beschäftigt. Ersandce deshalb auf den Berg Athos Gelehrte, die in dem dalägen Kloster alte Hand-schriften aufsuchten; auch benutzte er hu tiesein Zwecke das Ansehen, m welchem eram Hofe Solimau'S stand. Nach Karls V. Abdankung lebte er an Pkilipps ll.Hofe. Hier gerieth er einst wegen eines Liebeshandels mit einem s. Nebenbuhler>» Streit. Dieser zog gegen den alten StaatSrarh den Dolch, aber Don Diegoumfaßte s. Gegner und warf ihn von dem Erker des Schlöffe? auf die Straße. Diesbrachte ihn ins Gefängniß, wo er LiebeSelegien dichtete. Darauf ward er nachGranada verwiese», wo er mit Aufmerksamkeit den Gang des Aufstaudes der Mau-ren in dem Alpujarra-Gebirge beobachtete und die Geschichte desselben schrieb: einWei k, das noch jetzt als eins der ersten GeschichtSwerke in Spanien geachtet wil d.Noch beschäftigte er sich bis hu s. Tode Mit der Üoers. und Erklärung eines Werksvon Aristoteles . Seine Bibliothek vermachn' er dem Könige; sie ist eine der Zier-den des Eseorials. Über s. Werth als Lchriftsteller vergleiche man Bouierwekund Lismondi. In s. poetische» Episteln gab er feinen Lprachgenosse» das erstegute Muster für dieses Fach. Die meisten sind dem Horah nachgebildet, in einemkräftigen Geiste leicht gedichtet, und verrathen den Welt - und menscheukundlgenMann, andre schildern das häusliche Gluck und die sanfter» Empfindungen mitso viel Gefühl lind Zartheit, daß man in ihnen den Tvrauneii vo» Siena Hiebt wie-dererkennt. -Leinen Sonetten fehlt, bei reniem, edlem Ausdruck, Anmuik undWohllaut. Seine Ean;onen sind oft dunkel und gesucht. In den Formen der spa-nischen Poesie, in de» relloinlilbi'i. guiniill.ni und Hlbinennri. hat er fl'ichereDichter an Feinheit des Ausdrucks übertroffeu. Seinen Sarvren oder bin!>-s,'azwurde von der Viiguisttion der Druck versagt. Als Prosaiker hat M. Epoche ge-macht. Man nennt ihn den Barer der spanischen Prosa. Sein komischer Roman:Laharülo de TormeS", den er als Student schrieb, und den ei» gewisser Luna miteinem st. Thi'e. vermehrte, ist in die Sprachen des Auslandes übersetzt. (,, Vl.b> >>01, >n'>,ich, ,!>'IV,rn>k-<ch, Tarag. IstZg, Ist., fortges. von Henr. de Luna , Larag.16,äst, Ist.) Der Held des Romans ist ein Bettler, von der Classe der verschmitz-ten Landstreicher, die in Lpanieu ein Gegenstand des BolkswitzeS geworden sind.Der Dichter hat das Volksleben der Spanier in seiner verschiedenen Abstufung mitFielding's Geist in der frischesten Lebendigkeit dargestellt. Die vielen Nachahmun-gen des Laharillo de TormeS brachten in der spanischen Literatur eine eigne Gattunghervor, die man el n-n-M, >>>,'>r,m (den Geschmack am Schelmischen) nannte.Auch war dieser echtkomische Roman das letzte spanische Buch, >u welchem die In-quisition angegriffen wird. Das zweite Meisterwerk M.'S, die Geschichte desKrieges von Granada , ist nicht unähnlich den Geschichrswerken de-S Lallust undTacitus . Die Erhählung ist einfach, der Ausdruck bisweilen fast hu gewählt.Man erkennt überall den großen Staatsmann. M. urtheilt nicht selbst, aberman steht es aus dem Ganhen, daß Pkilivps Härte und Willkür die Mauren zurNerzweiffung gftneben hat. Daher erlaubie die spanisch: Regierung den Druck