Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mensch

die verschiedene Größe der Menschen für einen Grund chrer Gatttmgsverschieden«heit gelten. Das die Menschen unter den Polen kleiner sind, stimmt ganz mit derallgemeinen Wahrnehmung üderein, das die Kälte dem Wachsthum „ngürstigist. Was den Serual- oder Geschlechtsunterschied der Meuschengattungeiibetrifft, so zeigt er sich in der Organisation noch auffallender als bei den übrigenThieren. Das weibliche Geschlecht ist in der Regel kleiner, schwächer und zarter.Die festen Theile des weiblichen Körpers sind weniger hart und stark. DasBlut in demselben ist wäfferiger und milder, die Muskeln sind kleiner und locke-rer, die Nerven empfindlicher. Das Zellgewebe des weiblichen Körpers ist »achVerhältniß schlaffer und mit mehren. Fette versehen; aus diesem Grunde er-scheint nun aber auch die Haut des weiblichen Körpers glatter. Zu den, weibli-chen Beingerüste zeigt sich der auffallendste Unterschied in dem Bau des Beckens,welches beträchtlich weiter ist. Auch sind die weiblichen Schlüsselbeine gerader,die Rippen dünner und die ganze Brusthöhle runder. Der weibliche Körper reiftfrüher als der männliche, verblüht aher auch eher. Auch in den geistigen Fähig-keiten findet zwischen Mann und Weib der größte Unterschied statt. (S. Ge-schlecht.) Daß der menschliche Körper nach den vollkommensten Regeln desEbenmaßes gebaut sei, fällt in die Augen. Die verhältnismäßige Größe der ein-zelnen Theile gegen einander pflegt man nach Kopf: oder Gcsichtsläugen zu be-stimmen. Zehn GesichtSlängcn betragen gerade die ganze Höhe des wohlpropor-rioiürren Menschenkörpcrs. Wenn man die Arme horizontal ausstreckt, so pfle-gen die Spitzen der Mittelfinger so weit von einander abzustehen, als der Körperhoch ist. Übrigens rechnet man nach Gesichtslängen: von, Kinn bis in die Hals-grube^; Länge des Nackens 1; von der Halsgrube bis zur Herzgrube 1; "vonder Herzgrube bis zum Nabel IZz von, Nabel bis zu den Geschlechrstheilcn 1;die Länge des Arms von, Achselgelenk bis in die Beugung des Ellbogens 2; vonda bis zum Ansang der Hand 1^; Länge der Hand bis zur Spaltung der Fin-ger Z ; Länge des Mittelfingers ff; also Länge der ganzen Hand 1; von derHüfte bis zur Mitte der Kniekehle 3; von da bi? zur Ferse 2f; Länge des Platt-fußes (der 6.Theil des ganzen Körpers) If; beim Weibe sind diese Verhältnisseetwas verschieden. Hier ist der Kopf verhältnismäßig kürzer, und der Hals länger.Die verhältiußmäßige Breite der einzelnen Theile ist wegen des mehren oder min-dern Fleisches unbestimmter als die Länge, die mehr auf dein Knochenbau beruht.Bei den Kindern ist der Kopf gröber als bei Erwachsenen, und alle Glieder sindgegen ihre Lange breiter. Ein gesunder Mensch von mittlerer Constituiion wiegtzwischen 150—180, ein neugeborenes Kind von gewöhnlicher Größe zwisckeu6 — 8 Pf. Die Geschichte des menschlichen Lebens zerfallt nach gewissen natürli-chen Veränderungen, die in demsellen erfolgen, in 4 Perioden. (S. A Iter.) DieNatur hat den Menschen nicht, wie die meisten Tbieie, auf ein gewisses Klima be-schränkt. Die ganze bewohnbare Erde wurde ihm zum Wchnplatze angewiesen.Der heißeste Erdstrich unter dem Äquator kann so gut wie der beeiste Pol seit, Va-terland sein. Zwar verändert sich der Mensch in mancher Hinsicht, im Ganzenaber behält er seine edle Form und das Vermögen, an Einsichten zu wachsen. En-dest scheint doch ein gemäßigtes Klima der Veredlung und Ausbildung des Men-schen am günstigste» zu sein. Ein brennendes Klima erschlafft ihn mehr undhemmt seine Thätigkeit; ebenso bleibt unter einem kalken unwulhbaren Himmel,wo kein zu hoffender Gewinn ihn zur Thätigkeit aufmuntert, seine Ausbildungzurück. Als Nahrungsmittel ist den, Menschen Alles angewiesen, was das Thier-und Pflanzenreich Genießbares erzeugt. (S. Nahrungsmittel.) — Alsein nn: Geisteskräften ausgerüstetes Wesen besitzt er nicht bloß einige Anlagen desThiercs in einem vorzüglichern, der Natur des Thieres nicht eigenthümlichenGrade, sondern auch Vernunft und Dichlungsvermögcn aucschl.eßsich, und mir