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MensuralZcsang Mcnzel iFiiedrichWilhelin)
selbst; beim Orgelbau dasjenige Mast, nach welchem die Lange und Weite der Or-gelpseisen ausgemittclt wird, oder die Proportion der Pseisen in Anseb :,ng der Adligeund Weile bei einem gegebenen Tone. Man sagt taber, eine Orgelst»! n c bad«enge Mensur, wenn die Pfeifen enge, aber desto langer sind; man redet bei demClavier, der Geige w. von einer guten oder sä lachten, langen oder kurzen Mensur.Die kleine Mensur der Znstrumente in der neuesten Zeit hängt mir der crkehrcnStimmung des Orchesters zusammen, ^n der Fechtkunsi ist Mensur die gehörigeEntfernung der Fechtenden; in der Bildhauerkunst da? Maß, nach wclch<m dieTheile de? Modell? aus dem Blocke mit Cirkcl und Bleiloth aufgetragen werten.
M e n su r a l g e sa n g. Bor Zeiten unterschied man duich dlesesWoit die-jenige Musik, bei welcher alle Noten nach einem genau bestimmten Zeitmaße vor-getragen wurden, von der Choralmusik, die in keiner strengen Taktbewegung vor-getragen wird. Man pflegt den Mensuralgesang in den alten und neuen einzu-theilen. Der alte, der schon von den Griechen ausgeübt wurde und sich bi? gegenda? 13. oder 14. Zahrh. unserer Zeitrechnung erhielt, hatte nur zwei verschiedeneArten der Zeitdauer der Tone, nämlich eine lange und eine kurze, sodaß jede langeS rlbe de? Teyre? einen Ton bekam, der gerade noch einmal so viel Zeitraum einnahmal? der Ton einer kurzen Srlbe. Der neue Mcnsuralgcsang, zu besten Erfinderman gewöhnlich Franco von Kein im 11.Zahrh.macht, welcher dieZeicben fürtasZeitmaß genauer bestimmte und anwendete, ist nicht? Andres als unser jetzigerFiguralgesang, in welchem tie Länge und Kürze der Tone nach Noten von ganzenTakten bis zu Bieruntsechzigtheil-Noten verändert werden kann.
Mentor, te? Alcimu? Sohn, ein vertrauter Freund des Ulysses, der ihmbei seiner Abreise nach Troja die Sorge für sein Hauswesen anvertraute. Beides Ulysses Sohne, Telemachus , vertrat er die Stelle eines Lehrers, der ihn zurTugend und Weisheit anleitete; daher ist sein Name bei uns zum Appcllativumgeworden, welche? einen Lehrer und Führer tcr Zünglinge bezeichnet.
M e n u e t: 1) ein kleines, zum Tanzen eingerichtete? Tonsiück im ^Takr,bestehend aus zwei Theilen, deren jeder wieder aus 8 Takten besteht. Dstersist auch ein Trio (auch äl>,n,>»i>> >^>'<iu,l<> genannt), ebenfalls au? zwei Tb,eilenbestehend, dabei, welche? dieselbe Bewegung und denselben Rhribmu? behält, undnach testen Beendigung die Menuer wiederholt wird. Der musikalische Charak-ter der oder richtiger des Menuer ist reizender Anstand, mit edler Einfach Heck ver-bunden; daher die abgemessene, langsamere Bewegung; auch verträgt sie nichtharre Ausweichungen. Schubart sagt von ihr: „Sie ist ein zierliches, in Kunst gc-klcidctesComplimcnt nach dem Geiste der Franzosen ". 2) Der sie begleitende Tanz,der wegen seines sanften Charakters für feinere Eirkel sich eignet und sur die Bil-dung des Körper? sehr vorrheilhast ist. „Er gibt", sagt Martmet, „den Glie-dern einen sanften Umriß, Kraft, Ebenmaß m den Stellungen, eine gerade Nich-tung, um den Körper im Gleichgewichte zu erhalten u. s. w." Nach Brostart istdie Menuet ein stanz. Nationaltanz, soll au? der Provinz Polten stammen undursprünglich eine schnellere Bewegung gehabt haben, ungefähr wie sie dieselbe inden nicht zum Tanz bestimmten Menuetten der Symphonien noch hat: NachEchubarr soll Lully (1LV3—8°«) der Erfinder der Menuer sein, und Ludwig XIV.160V die erste zu Versailles getanzt haben. Leicht möglich, daß er am Hofe erstseinen graziösen Charakter annahm und früher eine schnellere Bewegung batte.Der Name kommt her von »>> n», klein, zierlich, weil der Menuer mit kleinen,zierlich abgemessenen Schritten geranzt wird: Zu den Symphonien und O.uartct-ten erscheint er in verschiedenen Charakteren.
Menzel (Friedrich Wilhelm), Kanzlist, mit d. Titel Geheimer Sccre-