Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Methode 323

nisbeeren, Kuschen, Hinibeeren), Gewürz und Kräutern größere Annehmlichkeit.Je bessern Honig man dazu nimmt, desto vorzüglicher wird er. Dran braut ihnam Vortheilhastesten in den Hund-tagen, und er nimmt, wenn er alt geworden ist,die Starke und Lieblichkeit eines Mitkclweins an. Für Ungarn ist er als Handelstwaare von Bedeutung.

Methode (griech.), ein planmäßiges, regelmäßiges Verfahren, welchesangewendet wird, um zu einem gewissen Ziele zu gelangen; daher in der Logik die-jenige Art, Erkenntnisse zu behandeln oder abzuhandeln, welche auf deutlich ge-dachten Regeln des Verstandes beruht, Methode genannt wird. Die Methodegehört im strengsten Sinne der Wissenschaft an und gibt der Behandlung derErkenntnisse den Wissenschaftlichen Charakter. Gleichwol ist die strenge (systema-tische) Methode bei der großen Lesewelt wenig beliebt, und Schriftsteller, die die-selbe über speculative Wissenschaften belehren wollten, haben, um angenehm zubleiben, der systematischen Darstellung die fragmentarische vorgezogen, die abernur dann den wissenschaftlichen Charakter behaupten kann, wenn ein methodischesDenken aus ihr hervorleuchtet, wie z. B. in Platner's „Aphorismen"; denn apho-ristisch ist derjenige fragmentarische Vorwog der Wissenschaft, dessen Gang durchein methodisches Denken geregelt wird. Die wissenschaftlichen Schriftsteller be-dienen sich, nach Maßgabe ihres Zweckes Und der Wissenschaft, die sie behandeln,verschiedener Methoden. Die scheinbar strengste ist die mathematische, dieden vorzukragenden Lehren durch eine nothwendige Aufeinanderfolge von Erklä-rungen, Schlüsse» und Beweisen die größte Anschaulichkeit zu geben vermag.Sie ist aber nur für eine Wissenschaft, die es, wie die Mathematik, bloß Mit forma-len Großen zu thun hat und gewisse Begriffe als ausgemacht voraussetzen darf,anwendbar. Zu der Philosophie haben vorzüglich die Methoden Epoche gemacht,die aus dem Geiste der Systeme, bei denen sie angewendet wurden, hervorgingen:die skeptische (s. Skepticismus), die kritische (s. KriticisMuS ) und diedogmatische (s. Dogmatismus), wiewol sie bei genauer Betrachtung sichsämmtlich als einseitig erweisen. Die wahre philos. Methode wird durch keinResultat bestimmt, sondern geht aus der Natur ihrer Wissenschaft selbst hervor.Übrigens ist die Methode in Rücksicht des Fortschreitens der Säße einer Wissen-schaft entweder analytisch (zergliedernd), d. h. sie geht von dem Besondern ausund sucht die Gründe, oder synthetisch, d. h. sie folgert aus den Gründen die Er-gebnisse: allemal aber muß sie, auf unbestrittene Elementarsätze und allgemeingültige Begriffe bauend, mit logischer Strenge verfahren, um wissenschaftlich zubleiben. Durch jene erhebt man sich zu Principien, durch diese entwickelt man ditgewonnenen. Jene dient daher mehr der Erwerbung, diese mehr der Ausbildungund Ausstellung der Wissenschaft. Populair (volkSgemäß, gemeinverständlich)ist eine Methode, wenn sie nur vom Bekannten Und Individuelle» ausgeht, wasRedner und Dolkslehrer, um Theilnahme zu erwecken, zu thun pflegen, und sowird sie vorzüglich analytisch sei». Populair muß überhaupt diejenige Methodesein, deren man sich beim Unterrichte der Jugend bedient, denn der Vertrag desIuzendlehrers zweckt nicht blos darauf ab, der Wissenschaft, die er behandelt, Ge-nüge zu leisten, sondern vorzüglich, sie dem Schüler mitzutheilen und lieb zu »la-chen. Was daher die äußere Form des Vertrags betrifft, so ist die akroama-tische Methode, d. h. diejenige Lehrart, bei der der Lehrer ununterbrochen alleinspricht, nur für schon gebildete Zuhörer Und für den akademischen Unterricht geeig-net; beim Unterrichte der unmündigen Jugend aber, deren Aufmerksamkeit erstgewonnen und festgehalten werten soll, hat die erotematischc Methode, k. h.die abfragende, welche die Abhandlung des Lehrstoffs mittelst eines Gesprächszwischen Lehrer und Schüler theilt, den Vorzug. Bei ihr kann auch die Selbst-lhängkeit des Schülers mehr oder mindck angeregt we ben. Historische Lehrstoffe