Band 
Siebenter Band. M bis N.
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335
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Meursius (Johannes der Aelt. und der Jgr.) Merisel 88k

die er zum Behuf der Gobelinmanufactur lieferte, und die seitdem auf diese kunst-reiche Art nachgcwebt weiden sind. Besonders glücklich war er in dem Ausdruck,den er s. Pferden zu geben wüste. Dies beweg denn auch s. Freund und Schwie-gervater Lebrun, ihm die Ausführung der Pferde in dessen Gemälden der Schlachtenvon '.Alexander m übertragen. Durch die berühmtesten Kupferstecher s. Zeit ist eineReibe von 152 Platte» nach v. d. M.'s bemalten gestochen worden, unter denensich die von s. Schüler Bautoin auszeichnen, welche jetzt den 18., 47 . und 18.Bd. der große» u. d. N. „löst,,not ,iu tlost' bekannten Kupsersammlung bilden.1678 wurde v. d. M. ?)Atglied der Akadcniie. Er starb 1890 im 56. I. s. Alters.

Meursius (Johannes der Altere und der Iüng.), Philologen undAlterthumsforscher, deren Name ohne Latinifirung de D>curs ist. Der ältere,geb. 1579 zu Lostun beim Haag, entwickelte steh wunderbar früh und schnell. Erstudirte zu Levden, wo er schon im 12. Jahre lat. Reden, im 18. griech. Verseschrieb. Sein Geschmack trieb ihn zur Philologie, und die erste Ausgabe, die ersich in diesem Studium stellte, war die Erklärung des dunkelsten griech. Dichtersdes Lykophron . Nach Vollendung seines akademischen CursuS bereiste er als Füh-rer der Sohne des Gross-Pensionnairs Barneveld einen großen Theil von Europa ,und erhielt bei seiner Rückkehr die Professur der (beschichte in Levden, 1610. Imfolg. I. bestieg er den Lehistuhl der griech. Sprache und empfing mehre glänzendeEhrenbezeugungen von den Generalstaaken. Aber Barnevcld's Hinrichtung stellteauch den stillen und ränkelosen M. den Verfolgungen der Parteisncht bloss. Erging, benisen von dem Könige, nach Däneiiiark, wo er an der Akademie vonSoroe lebrte und 1689 starb. M. gehört zu den fleißigste» Arbeitern, besondersin dem Felde der griech. und röm. Alterthümer, die er, obgleich nur in Monogra-phien, fast in ihrem ganten Umfange behandelte. Die meisten derselben finden sichin dem be^uinm" des Gronov und dem desGräv gesammelt. Ausserdem Hütergeliefert ein „(7lo-,i>i,l iu»> nr.ieeo-b-nbm»»>", und 2 grössere Werke über diebelgische und über die dänische Geschichte, beide in lat. Sprache, seiner vielen An-merk. zu alten Autoren nicht zu gedenke». Eine Sammlung von M.'s Schriftenhat Lami zu Florenz 1711—1763 in 12 Fol. besorgt.— Sein Sohn, geb. zuLevden 1613, folgte seinem Vater nach Dänemark und studirte unterdessen Lei-tung mit fast ebenso glänzenden Fortschritten wie jener. Ein früher Tod entrißihn 1653 den Wissenschaften, die er durch mehre gründliche antlguansche Ab-handlungen bereichert hat. Fälschlich lause» unter seinem Name» die skandalösen„ble^-iniüie lattni u»>ui.->", deren Vers. wahischeinltch terFlanzose Toner ist.

Mensel (Johann Georg), geb. 1713 zu Eriichshos im fränkischen Rir-tercanton Baunach , wo sein Vater Cantor war, besuchte die Rathsschule und dasakademische Gymnasium zu Koburg, bezog 1781 die Universität Göttingen , woer Muglied des historischen Instituts und des pbilolog. Seminariums würde, er-hielt wegen einer in Gettingen herausgcg.Lehnst von der philosophischen Facultätin Witrenberg die Magisterwürde, wandte sich darauf 1766 nach Halle, wo 'ermit Beifall Vorlesungen hielt, bis er 1769 als Pros. der Geschichte nach Erfurt berufen und in dems. I. zum guedlinburgischen Hofrath ernannt wurde. Seit1780 lebte er als Hofrach, Pros. der Geschickte und Mitglied vieler gelehrten Ge-sellschaften zu Erlangen , und machte sich bis in sein hohes Alter durch Vorlesun-gen und nützliche Schriften verdient. Kurz vorher zum geb. Hofraih ernannt,starb er zu Erlangen d. 19. Scpt. 1820, in seinem 78.1. Sein Scbriftenverz.ist ein Beweis des ernsten Fleisses und der Vielseitigkeit seiner gelehrten Thätigkeit.Mit gleichem Gluck hat er sich in der Statistik, allgemeinen Gcschichtskunde,Kunst- unk Literargeschickte versucht, vorzügliche Verdienste sich aber in den bei-den letzten Fächern erworben. Sein „Gelehrtes Deutschland'' (5. Ausg., Lcmgo1796 fg.; der 21. Bd-, bearbeitet v. Lindncr, herausgeg. v. Ersch, Lcmgo 1827, be-