Milltmröfoiwinie
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"erstand Herausfaseln, und welche zu iilchiS führen, als ihn über seine Pflichten un-sicher zu machen, das bleibt ein rühmliches Bemühen, es ersckeinc, wo und mitwelchem Erfolge es wolle. Trafen also auch nur Wenige so glücklich den recktenTon, wie der Major v. Decker (m seinem „Lehrbuche für Unterofuciere und olda-tcn"), und sprachen sich gleich nicht Diele so vortrefflich uberKi ieaerbildung im All-gememe» aus wie Oberst Reichlin p. Meldegg, oder wie der Vers. des Buchs:„Der Krieg für wahre Krieger", oder der königl. sachs. Generallieiitenant v. Mers^dorff in s. „Vorlesungen über militair. Gegenstände" (Dresden 1826), so wurdeguter Wille dennoch nicht verkannt. Wich über den Kriezskaushalt gab der preuß.Generalintendant Ribbentrop mit großer Sachkenntniß m seinem „Archive " will-kommene» Aufschluß, nur bedauert man die fragmentarische Form; der iuss. Ge-nerallicutcnant und Finanznunister v. Eankrin aber gab u»? ein Hauptiveik:„Über Militairökononiie in» Frieden und Krieg und ikr Wechselverhältniß zu denOperationen" (Petersburg , 3 Bde.). Auch ist des königl. bair. Oberfeldstabs-arztes I). G. F. Eickheimer „Umfassende Darstellung des MilitairmedicinalwersenS" (?kugsb»rg 1824, 1. Bd.) auszuzeichnen. — Zur Verbreitung und Berich-tigung neuer Ideen tragen wesentlich einige gute militairische Zeitschriften bei.Der östreichischen gesteht man den Vorzug zu, doch wetteifert mir ihr die preuß.„Militairliterarurzeitung". Möchten sich beide auch fernerhin in ihren Beurtbei-liingcn auf der wagerechten Linie, die gleich weit entfernt von beißiger Tadels,ichswie von seichter Lobewurh liegt, erhalten und den Ton beibehalten, welcher derWürde des Gegenstandes allein angemessen ist. Gehaltvolle Aussalze liefern dieKriegsschriften der bairischen Ofsiciere, die „Denkwürdigkeiten für Kriegskunstund Kriegsgeschichte" einiger preuß. Ossieiere des Generalstabes, das „Milikai-rische Taschenbuch", Mauvillon's „Militairische Blätter" u. a. m. Die „Zeit-schrift für Kunst, Wissenschaft und Geschichte des Kriegs", vorn Major v. Decker,Eirlacy und Blesson gegründet, verspricht Vorzügliches. Endlich erwähnen wir,daß der BataillonschesDoisv in s. ste l>H>li>,l<>I<- ruilimi,,'" (Paris 1824)die Herausgabe einer systemat. Militairbibliothek angekündigt, und daß Earrion-NifaS durch f. .^ur l'ln-Ioiii' ch»,'i.ilo clc ! .,i l niHiiulro eio." und des
königl. preuk. Lieut. I. F. v. Rumpf „Allgemeine Literatur der KriegSwissensebaft"(Berlin 1825, 2 Bde.) dieses Feld der Literatur angebaut haben. Doch befriedigtdie glänzende Darstellung in jenem 12-<a>! nicht ganz und bleibt an Gründlichkeithinter Hoyer'S „Geschichte der Kriegskunst" zurück. 5.
M i l i t a i r ö k o n o m i e. Da die politischeSicherstellung einesStaateSgegen andre Staaten hauptsächlich auf feiner Streirkraft beruht, und da wiedervon der Quantität und Qualität derselben ihre Wirksamkeit abhängt, wobei einegenaue Wechselwirkung stattfindet, so muß es eine der wichtigsten Sorgen desStaates sein, jene Kraft sowol in der vollständigsten und tüchtigsten Verfassungals auch in kunstmäßiger Fertigkeit und Übung zu erhalten, damit sie jeden Augen-blick ihren Zweck erfüllen könne. — Das Fach der S taatsverwaltuno, welches ins-besondere die Aufbringung und den Unterhalt der Streukräfte umschließt, oder dasder Militairökononiie, zerfällt in zwei Theile. Zur Aufbringung gehört: Recru-tirung, Remontirung, Ausrüstung, Flotten- und Festungsbaü u. dgl.: zumUnterhalte gehört: Verpflegung, Besoldung. Unterbringung, Ausbesserung desSchadhaften, Versorgung der Kranken und Verwundeten oder Kriegshospiralwe-sen u. s. w. Der erste Theil hat weniger Schwierigkeiten, sobald nur Geld ge-nug vorhanden ist, und wird seit Sully's Zeiten bedeutend durch Mttwirkunq vonLieferanten oder Unternehmern, wie auch da besonders erleichtert, wo an die Stelleder Anwerbung allgemeine Dienstpflichtigkeit, Aufgebot des ganzen streitbarenTheils der Nation, Conscription, Landwehr oder ein ähnliches Institut aus äl-tern Zeiten getreten ist, und die Mannschaft etwa noch nebenbei veranlaßt wird,