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Moral
den Handlungen der Menschen überhaupt sieht. Das Geschäft dieser Äulung hat die Moral oder Moralphilosophie, welche aus dem West ^' Vernunft selbst die Gesetze für die menschlichen Handlungen und Bestrebung ^
Beziehung auf die höhere Bestimmung des Menschen entwickelt, und auch p M-tische Philosophie genannt wird, weil sie es mit den Vernunftgesttzedas Handeln zu thun hat, in welchem das Begehren mit eingeschlossen ist- ' ^diesem Begehren wird nun aber ein Wollen, d. h, ein durch Wühl zwist!^"^-Auffoderungen der Vernunft und denen der Neigungen, Begierden und -schassen (oder überhaupt der Sinnlichkeit) bestimmtes, mit Freiheit und Be ^sein geleitetes Begehren. Hat nun die Moralphilosophie alles Dieses ausg ^telt und gegen alle mögliche Einwendungen außer Zweifel gestellt, so läßt st ?philosophische Moral selbst aufstellen, d. h. die Lehre aller von der Vernum ^das Handeln der Menschen gegebenen und mit freiem Willen zu erfüllenden
Nach ihr, die, nur unentwickelt, in jedem Menschen liegt (denn ^
setze,
sie willkürlich, nicht nothwendig und allgemein verpflichtend), wird der ^beurtheilt als ein moralisches Wesen, d. h. als ein Wesen, welches, des GutenBösen, der Tugend oder des Lasters fähig, mit freiem Willen die Vernunstlstl^für das Handeln befolgt oder nicht befolgt, in feine Gesinnung aufnimmt oderihr ausschließt. Von der philosophischen Moral unterscheidet sich die dhee^d ^welche die Vorschriften für das menschliche Handeln als Lehre des Christenwu^darstellt. — Einige Philosophen gebrauchen Moralphilosophie und Mo>u ^gleichbedeutend, andre nehmen Moral als einen Theil der MoralphilofopmH^nennen Das, was wix Moralphilosophie nannten, Metaphysik der Sitten.der Ausdruck Moralphilosophie in weiterm Sinne genommen, so kann stM
abtheilen: 1) In die Metaphysik der Sitten, welche die Grundlagen und Be
gungen des vernünftigen Handelns überhaupt untersucht und aus der moram ,Natur des Menschen ableitet. Einige nennen diese Untersuchung auchmeine praktische Philosophie, weil sie die folgenden Untersuchungenbereitet und begründet, indem sie die Begriffe des praktischen Gesetzes n^d .moralischen Freiheit und die Begriffe von Pflicht, Tugend, Gewissen, moraist^Gefühl, auseinandersetzt. 2) In die Ethik oder Moral, im engerngendlehre, Sittenlehre, welche das tugendhafte Handeln oder die sittlichenung insbesondere zum Gegenstände hat und auch die Ascetik, d. h. einTugendmittel, begreift. 3) Die philosophische Rechtslehre oder r-Naturrecht (s.'d.). Wird diese Wissenschaft in der höchsten AllgemeinheU j„-gestellt, wie sie aus dem Wesen der Vernunft für alle vernünftige Wesen ue' ^dend sich ergibt, so nennt man sie die reine Moralphilosophie; wird sie darM^-.in besonderer Beziehung auf die eigenthümliche Beschaffenheit und Lage des e ^sehen, die angewandte Moralphilosophie, die sich wieder in die allgemeine un .^sondere eintheilen läßt, je nachdem die allgemeinen oder besondern rnensth'Verhältnisse darin berücksichtigt werden. Man spricht auch wol in eben lBeziehung von reiner und angewandter Moral; allein mit dem Ausdrucke^Moral" bezeichnet man öfters auch eine solche Tugend - und Pflichtenlehre, wkeine andern Grundsätze und Regeln aufstellt, als die sich in der That aus dem bsten Grundsätze der Sittlichkeit mit bündiger Folgerung ergeben, im Gegew ^solcher, wobei man die Moral mit der Sinnlichkeit, den Lieblingsneigungs". ^Leidenschaften, dem irdischen Vortheil und Gewinn, gleichsam unter der Deckelen läßt. (S. EudämonismuS.) Zu bestimmen, welches der höchstesah der Sittlichkeit oder das Moralprincip sei, ist demnach für die Moralpd 'phie von höchster Wichtigkeit. (S. Moralprincip.). Sowie in denPrincipien und in den Grundsätzen, durch welche sie ausgesprochen werden, ibet auch in Hinsicht des Vorzugs, welchen man in der Moral entweder den r