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Siebenter Band. M bis N.
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Morveau

Mosaik

bräer, sowie seine 1789 erschienene „kPitomellieolcwiae (.Iiristianac" geschätzt.Er starb 1792.

Morvea u (Guykon de Louis Vernarb, Baron), ein Chemiker, geb. zuDijon d. 4. Jan. 1737, machte sich 1778 durch die Entdeckung einer Luftreini-gungsmethode bekannt, die jetzt überall mit dem glücklichsten Erfolge angewendetwird. (S. Räuchern.) G. de M. war früher Generaladvccat beim Parlament zuDijon , ein ausgezeichneter (Geschäftsmann, beredt und rechtschaffen. Für seinLieblingsfach, die Ehemie, gründete er in Dijon einen Lehrsiuhl, den er 13 I.lang selbst versah. 1801 erschien zuerst seine „lwsinPlion c»>up!,'lc üe -icn zu»-üe Neinlection" (,,'Abhandl. von den Mitteln, die Luft zu reinigen, vonGuyton de Morveau ; a. d. Franz, von Pfaffch Kopenh. 1802). 1791 war G. deM. Mitglied der Nationalversammlung, hierauf des ConventS. In der Schlachtbei FleuruS stieg er in einem Ballon in die Luft. 1797 trat er in den Privatstand.Dann wurde er Direcwr der polytechnischen Schule, die er mit gründen half, undMitglied des Instituts. Nach der Restauration wurde er pensionirt. Er starbd. 2. Jan. 1816. Leine Gattin übers. chemische Schriften a. d. Engl., Schweb,und Deutschen ; auch Werner'? Abhandl. über die äußern Kennzeichen der Fossi-lien, 1790.

Mosaik, musivische Arbeit, ist die ArtMalerei, welche aus far-bigen oder gefärbten Ltcincn,. Glas- und Marmorstücken, ja selbst Hölzern vonverschiedener Farbe durch eine» Kilt so fein und künstlich zusammengesetzt ist, daßman in einiger Entfernung sie mit dem Pinsel verfertigt glaubt. Der Name wirdbald von Moses , als angeblichem Erfinder, abgeleitet, bald von Musa, wieferndarunter Zierlichkeit, Schönheit gedacht ward, bald von ^->e<7k,o>,, Museum (eineden Musen geweihte Grotte, vielleicht'weil man in solchen Grotten solche Arbeitzuerst anbrachte. Das iial. älnsaioo, sowie das franz. .»ossisslie, sind von demWorte Musaikon entstanden, dessen sich die byzantinischen Griechen bedienten,welche diese Kunst »ach Italien brachten; nicht viel Gewifferes wisse» wir von derErfindung und Geschichte dieser Kunst im Alterthume. Wahrscheinlich entstandsie im Morgenlante, erhielt aber bei den Griechen ihre Ausbildung und kam vondiesen zu Sulla's Zeit zu den Römern. In Italien sowie in den meisten von denRömern besetzten Ländern sind sehr viele Mosaiken als Fußboden aufgegraben wor-den. Als im 5. Jahrh, die Künste und Wissenschaften aus dem beunruhigtenItalien flohen, erhielt sich auch diese Kunst unter den bvzanrinischen Griechen undkam von ihnen zu Ende d. 13. Jahrh, nach Italien zurück, wo sie auf einen hohe»Grad der Vollkommenheit gebracht wurde, besonders seit Clemens Vlll. zu An-fange d. 17. Jahrh, die ganze innere Kuppel der Peterskirche mit solcher Arbeitschmücken ließ. Giambattista Calandra verbesserte die Mosaik durch Erfindungeines neuen Kitts. Er und mehre nachfolgende Künstler wendeten diese Kunst an,Edrigmalaemälde berühmter Meister zu coplren und dadurch in ihrer ursprünglichenFrische und Schönheit zu verewigen, denn eine fast unverwüstliche Dauer dieserArt Gemälde ist einer ihrer größten Vorzüge. Auf diese Weise erhielten sich desGuercino Marter der heil. Petronilla und des Tomenichino Abendmahl des ster-benden heil. Hieronvmus. Peter Paul von ChristophonS legte zu Ansang d. 18.Jahrh, zu Rom eine Kunstschule in Mosaik an und hat viele große Schüler erzo-gen, welche die Kunst zu immer höherer Vollkommenheit brachten. In neuernZeiten sind besonder? 2 Arten der Mosaik berühmt, die römische und storentiui-sche. Bei jener seht man die Gemälde aus kleinen Steinen zusammen, wodurchman eine größere Feinheit und Mannigfaltigkeit erreicht und größere historischeGemälde verfertigen kann; die florentinische, welche sich größerer Steine bedient,ist ungleich mühsamer und kann nur kleine Gemälde darstellen. Mosaik in Holznennen die Italiener Tansia oder Tarsia, die Franzosen Marguererie (s. d.).