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Siebenter Band. M bis N.
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567
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Motcnebbi

Motte (Anton Houdar de la) 567

Czartoryski in DreSden, um dem Kurfürsten v. Sachsen die polnische Königskroneanzubieten. Er lebt jetzt auf ß Gütern bei Wilna.

Motenebbi, der größte arabische Dichter, eigentlich Anieb, Sohn Huf«sein's, mit dem Beinamen: Al Mokenebbi, d. i. der das Prophetenthum sich An-maßende. geb. zu Kusa 915 n. Ehr., wurde im Morgenkande der Sultan derDichtkunst genannt. SeinDivan", eine Sammlung von 289 Gedichten, hatmehr als 40 Erklärer beschäftigt. M. ist vorzugsweise Panegyriker und «chlach-tensmqer. Ios. v. Hammer hat zuerst ihn ganz überseht (Wien 1824) und ausAl Wahidi's Commentar erläutert. M. wurde 965 in einem Alter von 50 II.zwischen Bagdad und Kusa von räuberischen Beduinen ermordet.

Motette nennt der Deutsche ein über einen biblischen Text in Prosa, mei-stens nur für Singstimmen, gesetztes und sigurirteS Tonstück. Man findet der-gleichen vier-, fünf-, sechsstimmig. auch mit abwechselnden Chören. Eine andereGattung Motetten sind in Italien und Frankreich üblich; diese iverden alle mitInstrumenten begleitet, haben twar auch ähnliche Texte aus der heil. Schrift, be-sonders aus den Palmen, jedoch meistemheils in gereimten latein. Versen, sodaßsie mit Arien und Recitativen abwechseln und am gewöhnlichsten nur von einerStimme gesungen werden. Die Motette in dem erstern Sinne ist vorzüglich in demprotestantischen Norddeutschland auSgebild't worden, ja sie gehen wol noch über dieZeit der Reformation hinaus. Von den ältesten ist der Name der Meister unbe-kannt. Die Blüthe erreichte diese Gattung durch die Bache (vorzüglich Sebast.)und deren Schüler. Bei Sebast. Bach vereinigte sich der fromme, hmr 'sende Aus-druck mit der tiefsinnigsten Ausarbeitung. Ihn, folgten noch Hammerschmidt,Krebs, Homilius . Die Neuern popularisicten die Motette mehr, wie Rolle undWolf. Unter den Neuesten waren es Huler, Fasch, Schicht, Zelter, welche die Mo-tette wieder in einem großartigen Stvle bearbeiteten.

Motiv, Beweggrund, Triebfeder einer Handlung (daher motiviren,Beweggründe, Ursachen angeben). Diesen Ausdruck gebraucht man be> Kunst-werken und insbesondere denjenigen, deren Darstellung successiv ist, und b-zeichnetdurch die Molivirung die innere Vorbereitn»? eims Momentes der Darstellungdurch einen in dieselbe verwebten Umstand; welcher sonach da? Motiv oder Mittelist, durch welches irgend eine Veränderung oder ein Theil des Kunstwe-ks, gemäßder Idee des Ganzen, herbeigeführt und gerechtfertigt wird. DieMokivirungeines Gegenstandes ist also der unbestimmten Willkür entgegengesetzt, w-lche nichtsZusammenhängendes und Organisches liefert, dagegen in einem wabren Kunst-werke jeder einzelne Moment der Darstellung durch das Ganze und seine wesentli-chen Theile bestimmt ist. (Vgl. Anordnung.)

Motte (Anron Houdar de la), L'twator, geb. 1612 zu Paris , machteseine ersten Studien bei den Jesuiten . Sei» Vater, einHuimachcr, der zu Trogesein kleines Grundstück besaß, welches die Benennung la Motte führte (daher derZuname der Familie), bestimmte ikm für die RechtSgelehrsamkeit; die Neigung desSohnes wandte sich aber auf die Dramatik, und nachdem er selbst als JünglingausPrivattheatern in Molirre'schen Stücken aufgetreten war, brachte er 1698. seinerstes Stück auf die Bühne (.,l.r.<i e>,M> >»>»,/'), welches indeß so wenig Gluckmachte, daß der junge Dichter aus Verdruß sich entschloß Trappist zu werden. Derberühmte Abb? Bouthillier de Ranc-l (s. d.) aber, die Üb reiltheit dieses Vorneh-mend enisihend, wies ihn und einen G-fährten, der dieselbe Thorheit begehen wollte,ab. La M., nach Paris zurückkehrend, sing von Neuem an für die Oper zu arbeiten,und dies Mal mit besser,» Erfolge. Eine Menge Smgsp'ele wurden von ihm indie «cene gebracht, und bald räumte ihm die Kritik den ersten Rang nach D.uinaultein. Später wagte sich la M. auch?in das Feld der Komödie und Tragödie, wo derBeifall, den (. Sachen erhielten, meist sehr abwechsend, bei einigen derselben wenig,