Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Napoleon (Schriften über ihn)

dennoch ungebeugt/ immer derselbe, in den letzten Augenblicken s. Lebens dem ern-sten Ausspruche der höher» Nemesis mit seltenem Gleichmuts entgegentritt. Dieneueste Urkunde pon N.'S Denkart ist sein Testament. Es ward d. 5. Aug. 1824in London in dem Gerichtshöfe Doctors Common's geöffnet und besteht aus derletzten Willenserklärung des berühmten Gefangenen vorn I. 1821, aus mehrenCodicillen oder Nachträgen und aus dem Verzeichnisse s. Effecten. Die londner,engl. und fran;. AuSg. desselben (1824) ist vollständig, so auch der franz. Abdruckin Brüssel, und die deutsche Übers. in Leipzig , mit Anmerk., welche u. A. Nachrichtgeben, warum bis jetzt noch kein Dermächkniß ausgezahlt worden ist.

Unter den Schriften überN. nennen wir zuerst den zum Theil mangel-haften und einseitigen Abriß seines Lebens in der pariserlliu^r-iziliieou volle <l«r«->,nto,,,s>ur,->i,>,", ?lrt. Bonapar.'e (3. Th., S. 141240), und Napoleon (14.Th., S. 332 572); von Norvins (auch besonders, aber unrichtig unter Ar-nault's Namen, zu Brüssel 1825, seitdem umgearb. u. d. T.:Ui,t. <1e A-,z>o-vom Hrn. von Norvins, 2. Aufi., Paris 1820, 4 Bde., m. Kupf.);sodann d'e ,,Vio ,>oIlt!<z»» ol nliliUli,«' ,Io dii>>»>eoii" (Paris 1824 fg., 2 Thle.,nrit 120 lirhogr. Abbild., Fol.), von ?t. V. Arnault, Mitgl. des franz. Instit.;ferner des Grafen Thibaudeau (s. d.), Dfs. der,,>le»>. ,ur Iv cunsnlat",tresfl.Ili'l. x.'ilör. ,Ic> Aaz,. etc." (bei Eotta 1827, der 8. Th. erschien

1828); des Gen. Iomini ,,Vio ^>nlil. et iriiiil. >Io .>p>vl,ü>n, r.x'initüc: z>i,r lui-iixune n>> Iriliun.il ste tlr^ar, il'llvv, et >I<: 1 rüstriic" (Paris 1827, 4 Bde.);I. C. Bailleul slliit. sto x.isiolenn, zur <e? c ste ;n elüvcitioii etrlo-ur oliüt," (Paris 1820, 2 Bde.); dieGesch. Nap. Bonaparte'S von Friedr.Buckholz". und Job. Weitzrl:ft)apoleon durch sich selbst gerichtet" (Franks, a. M.1820). Walter Scott'SLeben Napolcon's", engl., franz. und deutsch (London ,Paris , Stuttg. 1827, 0 Bde.) hat keinen tiefen histor. Gehalt. Als Eriniierungs-blatt an Napoleons glanzvolle Stellung in der Geschichte führe» wir eine vonHerz lithographirte, sinnreich geordnete und sehr vollständige Tafel an:>'-iz>r>-lüuii. liimüle. soll eniziiro, .<ie« i,i,liliiliuu5, l'mi 1812" (Leipzig 1824,gr. Fol.). In Ansehung der Memoiren von Gliedern der Familie Bonaparte , dieauch über N.'S Leben einiges Licht verbreiten, verweisen wir auf die im Art. Bo-naparte angeführten Schriften. Man wird jedoch mehr Belehrung finden inden zahlreiche» Schriften, welche N.'S Zsttgenossen über ihn und seine Zeit heraus-gegeben haben. Es ist schwer, von allen den histor. Gekalt zu bestimmen, da wolnur wenige von Vorurthest und Einseitigkeit frec gesunden werden dürften. Zuerstnennen wir diejenigen, welche sich über das politische Leben des Hberconsulsund des Kaisers verbreiten. Hier vereinigen sich die meisten Stimmen gegen ihn,indem sie ihn als einen Feind der Freiheit, als den Unterdrücker der Verfassung an-sehen. Unter diesen Gegnern stehen obenan der Marquis de Lafavette (s. d. unddessen daselbst angeführteMemoiren'O; sodann die Frau v. Staiil (s. d.), derenSumme jedoch meist der Widerhall gekränkter Eigenliebe ist; B.mj. Constant,vorzüglich in seinen i>iii W, eeul jrmrs" (Paris 1822, 2. Anst., Pa-

ris 1823), und Fonch,'-. Zwar erwidert N. auf diesen Vorwurf in Las Cases's 5Ieni.,l", daß er das französische, durch Revolution verwilderte Volk erst habefür den Besitz einer freisinnigen Verfassung erziehen wollen (pvur nunner <.Ii-q»e-iivlu ie); allein der V.rf. der oben angeführtenNiite <>to." zeigt in meh-ren Stellen, wie sehr.N. auf dieser Seite verwundbar sei. Die Revolution des18. Brumaire ist der Hauptpunkt, den nian genau kennen muß, um die großeFrage zu beantworten: War Napoleon ein Usurpator, oder war er esnicht? Wennman in se'nen muin (1. Th., S. 41120) den meisterhaften Aussatz vonihm selbst über dieses Ereignis gelesen hat, so vgl. man damit die, wenige Tagenach jener Katastrophe u. d. T.:laiNiotion zioliligue zur le 18 llruiouiro", be-