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Die gegründetsten Vorwürfe, welche der Napoleonischen Regierung gemachtwerden, betreffen indeß mehr die von ihm angestellten Personen und deren im Dienstverschuldete M-ßbräuche oder verübte Frevel, als Napoleon selbst. Man kennt denÜbermuth und die Willkür der sogen, dliuzieieniz ->u pelii-z.iest . derPräf-ckc ni tabsoluter Gewalt! ?luf den Kaiser fiel jedoch zuletzt allemal der Tadel zurück, demfreilich kein Regent so leicht entgehen kann, daher sich bisweilen in der Wahl seinerDiener geirrt und Unwürdige — seltener Untaugliche — zu wichtigen Stellen Er-nannt habe. Dieser Tadel wird aber zum gegründeten Vorwurf, wenn man den Ex-kaiser in s Memoiren viele Männer, denen er eine große Macht anvertraut hatte,als Schurken charakterisiern hört, die er stets als solche erkannt haben will. Warum,fragt man, ließ er sie in Amt und Würden? Es ist daher nöthig, sich mit der Artder Verwaltung unter Napoleons Regierung gründlich bekanmzumachen; zu die«sem Zwecke ist das Werk des erfahrenen Staatsraths Pichon („lle 1'cMt ste la4'rauee sou» stoiuiuatio» <ls dmp. Ilonrip/) zu empfehlen, der darin vieleSchändlichkeiten, die Napoleon nicht erfuhr, mit Meisterhand aufgedeckt hat. Auchgehört hierher das mit Unrecht fast vergessene Buch: „Napoleon Buonaparte unddas franz. Volk unter s. Consulate", da« bisher dem verst. Capellmeister Reichardtzugeschrieben wurde, das aber ganz aus der Feder des 1824 in Paris verst. geistvol-len und edeln Sonderlings, des Grafen v. Schlabrendorf, geflossen sein soll.
In Hinsicht der militairischen Laufbahn Napoleons und Dessen, was erselbst darüber bekanntgemacht hat, ist die Zahl seiner Gegner ebenso gering, als dieMehrzahl seiner Bewunderer groß. Dabei fehlt es aber nicht an fachkundigen Aeur-theilern, die Vieles von Dem. was Napoleon als Feldherr gethan, gründlich geprüft,und Das, was er selbst darüber mitgetheilt, berichtigt und ergänzt haben. Hier nen-nen wir vor allen des Generals (jetzt eu rclraite) Grafen Maithieu Dumas „l'r.i-eisilen eveuemeus militaire;, e>» eü-mi» biskorigiic; «ur le; eauip.igu! ; ste 1700ä 1814" (Paris seit 1800, mit Charten und Plänen, Fol.; 1824 erschienen daselbstder 15. und 18. Bd., oder die „O-nuj-ague; 'In 1808 und 1804"; diese beidenTheile gehen bis zur Eroberung der Oderlinie 1808, und der Vers. hat dabei Mas-senbachs „Denkwürdigkeiten", T. v. W.'s „Operationsplan" und R. v. L.'s „Be-richt eines Augenzeugen rc." benutzt); sodann die „il>;>. erilü,»e et iro >le;guerre; (le l.i rävolutinu" vom kais. russ. Generallieut. Iomini (der 1813 ausNapoleons Kriegsdienst trat), wovon zu Paris seit 1820 eine verbess. Au-<g. (t.XII I—X V, 1824, nebst einem Atlas) erschienen ist. Mit Napoleons Beurtheilungder Feldzüge Moreau's (in den „Memoiren") muß das bekannte class^Werk desErzherz. Karl verglichen werden, sowie mit Bonaparte s meisterhafter-Schilderungseiner ital. Feldzüge Das, was die „Östr. milit. Zeitschrift" des Hauprmann L>chelsdarüber mitgetheilt hat. Überhaupt verweisen wir, was N.'s Bemerkungen über dieKriegskunst betrifft (z.B. über die Feldzüge Turenne's und Friedrichs des Großen)auf des k. preuß. Hauptmanns H. v. Brandt „Ansichten über die Kriegführung imGeiste der Zeit, mit bes. Hinsicht auf N.'S Memoiren" (Berlin 1821; der Vers.verbreitet sich vorzüglich überRogniat'S bekannte „tluuststeraiiu»;"), und aufdesk.preuß. Generallieut. v. Nalentini „Abhandl. üb. den Krieg, in Beziehung aufgroßeOperationen". In Ansehung der einzelnen Feldzüge N. s gibt es außerdem nocheine bedeutende Zahl von milika'r. Monographien, unter welchen wir einige der lehr-reichsten namhaft machen; z. B. über den Krieg auf der pyrenäischen Halbinsel die„ölenioire; ;»r le; Operation; ustlitairv; ste; kranrai; au Oallee, au Portugal et stau; la vallee du Tage, eu 1800, ;ou; le eoiuniausteuwnt ilu uaareelial
8„u!t" (Paris 1822, mit einem Atlas), das „stournal lies Operation; ste l'ariueeste Latalogue eu 1808 ei 1800, ;ou; le eoininaustement ,lu geueral Oouviou8l.-(.vr. par le inareelial Oouvion 8 t. Lrr"(PanS 1821, nebst Atlas), die nichtzu übersehenden „Lou;isteration; sur la storniere Anerre st'fi^>aAno" in Ed. La-