Napoli di Romanik ti81
„U-iiukoi-il <1e 1813" vom Baron Fain , und vorzüglich IN des ehrlichen ElsasserS,des Generals Rapp, nach dessen Tode erschienenen „äliftno'u,s <lu 1 ,, ll>,pp,<ä-,il-> >,^,I lu'-niön.c" (Originalausg., Paris 1823) volle Befriedigung finden.Doch liegen noch zu viele Denkschriften von Zeitgenossen des berühmten Mannesin dem Pulte ihrer Verfasser, als daß wir schon jetzt die Musterung der histor. Literrakur über Napoleon und seine Zeit für abgeschlossen halten solften. ') 20.
Napoli diRomania, oder Nauplia, seit kurzem wieder derSitzder griech. Regierung, die Hauptfeste des Peloponne«, liegt an der Ostküste aufeiner schmalen Halbinsel, am Meerbusen von Nauplia . Der Hafen, welcher an600 Schiffe fassen kann, begünstigt den Handel. Die Denekianer haben den Platznach Vauban s Art so befestigt, daß er nur durch Hunger bezwungen werden kann.Zu den Außenwerken gehören Palamidi, die obere Feste, welche die untere Stadtbeherrscht, und Albanitika, die untere Feste, auf der sich die Hauptbatterien gegenden Golf befinden. Den einzigen Zugang von der Landseite bildet eine vom Meereund von Felsen eingeschlossene Straße, die von den Batterien auf Palamidi und aufden Wallu, und Bastionen der untern Wlatt bestrichen werden kann. Seit demOct. 1821 ward der Hafen von Nauplia durch die Heldin Bobolina mit ihrenSchiffen gesperrt, und von der Lindstite durch Demetrius Ppsilontis; all'in engl.Schiffe versahen den Ort mit Lebensmitteln. Ppsilaniis beschloß daher Naupliamit Sturm zu nehmen: ein unausführbares Wagstück! Vorher versuchten die Ca-pitainS Voutier und Justin, sich des Eingangs des Hafens zu bemächtigen; alleinim Augenblicke der Ausführung wurden sie daran durch eine enql. Brick verhindert,die ini Hafen lag. Nun ward der Sturm auf d. 16. Dec. bestimmt. Hydria undSpezüa sandten feierlich eingeweihte Sturmleitern und 10 Kanoni-rschaluppen.Die Hellenen schmückten sich zum Angriff wie zu einem fröhlichen Feste; sie nah-men da» Abmdmahl, dann begannen Tänze und Gesänge. Ein Neffe der Bobolinasang die Hymnen des Thessaliens Rhigas, und Kolokotrorsts sagte zu seinen Pali-karen:,,Kinder, ick werde meinen Comandostab über jene hohen Mauern werfen,und ihr werdet ihn holen!" Um 2 Uhr früh unternahm er einen Scheinangriff aufdie Feste Palamidi, während Niketas bis an die Wälle der untern Stadt vordrang;alftin der Feind hakte die Anstalten im Lager der Griechen wahrgenommen undstand überall gerüst't. Da nun eine Windstille den gleichzeitigen Angriff der griech.Flotte verhinderte, so mußten die Griechen mit Sonnenaufgang sich auf jenerschmalen Straße zurückziehen; dessenungeachtet nahmen si- unter dem Feuer allerfeindlichen Batterien ihre Verwundeten und Todten mit. Endlich zwang der Hun-ger die Türken zu unter'„-dein; sie üb-rgaben am 18. Juni 1822 a. St. denGriechen das Außenwerk von der Seeseite und versprachen den Platz zu räumen,wenn binnen 40 Tagen kein Entsatz käme. Dadurch gewannen sie Zeit. DramaAli Pascha drang in Morea ein und sehte sich am 31. Juli und 1. Aug. mit Nau-plia in Verbindung, wo Niketas die Blockade bereits aufgehoben, das Außenwerkaber besetzt gelassen hatte. Nach Drama Ali's Niederlage (s. Griechen-Auf-stand) ward Nauplia enger als je eingeschlossen Der Kapudan Pascha konnte diegriech. Flotte, welche vor dem Hafen lag, nicht verjagen, östr. und engl. Schiffekonnten noch weniger Lebensmittel hineinbringen; daher nahm der Mangel so zu,daß die Ofsiciereder Besatzung von Palamidi nebst vielen Soldaten am 20. Nov.in die Stadt hinunkerzogen, um nicht zu verhungern. Dies erfuhren die Griechenund beschlossen sogleich noch in der Nacht, die dunkel und stürmisch war, Palamidizu ersteigen. Das Thor stand offen, die einzelnen turk. Soldaten verließen ihre
*) Der Vers. dieses Art. bat die engl. Schriften über Napoleon und s. Zeit nicht er-wähnt, theils weil sie auf dem festen Lande weniger verbreitet sind, theils weil ihm diedeutschen und sranz. Schriftsteller über den genannten Gegenstand, als die gründlich-sten, umsichtigsten und vielseitigsten, den Vorzug'zu verdienen scheinen.