Band 
Siebenter Band. M bis N.
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686
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Nase Nassau

land einheimisch sind. Man liebt sie theils wegen des angenehmen Geruchs, theilswegen der schönen und zeitigen Blüthe. Den Borzug verdienen die kleine gelbeZonquille, die größere Tazelte, die im Freien dauernden weißen (>srci»ur z>ue-Ucur) und gelben gefüllten (di. IIulboLoclium).

Nase, s. Geruch.

Na so, s. Ovid .

Nassau. Die Wiege des Hauses Nassau ist das Schloß Laurenburg an derLahn in der seit 1643 so benannten Grafschaft Holzapfel. Als den Stifter des Ge-schlechts nennt man mit großer Wahrscheinlichkeit Otto von Laurenburg, den Bru-der desKönigS Konrad 1. (im lv. Jahrh.). Unter seinen Nachkommen wurde Wal-ram l. (si. 1020) durch seine Söhne der Stifter zweier Linien. Der ältere, Wal-ram II., pflanzte die Linie Laurenburg fort, die in der Folge nach dem 1181 gebaue-ten Schlosse Ichssau sich nannte; der jüngere, Otto, vermählte sich mit der Erbinvon Geldern und stiftete die Linie Nassau -Geldern, welche 1523 erlosch. Die nas-sauischen Erblonde theilten 1255 die Söhne Heinrichs II., des Reichen. Walram ,der ältere, nahm die südlichen; Otto, der jüngere, die nördl. Länder. Diese beidenLinien, die walramische und otlonische, blühen noch jetzt. ,1) Walrams SohnAdolf wurde zum deutschen Kaiser erwählt 1292 und verlor das Leben in derSchlacht bei Gellheim 1298 durch s. Mitbewerber Albrecht v. Östreich. SeineNachkommen theilten sich in mehre Zweige, von denen der jüngste endlich 1605 inder Person d>S Grafen Ludwig I I. alle Länder vereinigte. Seine Söhne gründeten3 Linien: .-,) Saaibrück, die sich 1735 in die Äste Saarbrück-Usingen (starb aus1816) und «Laarbrück-Saarbrück (starb aus 1797) spaltete; I>) Zdstein, welcheschon 1721 erlosch; und c) Weilburg , welche seil 1816 alle Besitzungen derwalramischenLinie wieder vereinigt hat. Die Grafen der walramischen Liniemachten zuerst 1688 und 1737 Gebrauch von der erneuerten, ober schon 1366 vonKarl I V. einem Grafen von Nassau ertheilten Fürstenwürde; doch konnten sie erst1803 Sitz und Stimme im Fürstencollegium auf dem Reichstage erlangen. Durchd:e franz. Revolution hatten sie die Grafschaft Saarbrück und mehre Ämter aufdem linken Rhcinufer (20 (IM., mit 53,000 Einw.) verloren. Dafür entschädigteder Receß von 1803 die Linie Usingen mit 36 OM. und 93,000 Einw. Nassau-Weilburg erhielt für 8 (UM. mit 19,000 E., die es verlor, 16 (IM. mit 37.000Einw. Auch der Rheinbund, den sie 1806 mit stiften halfen, vergrößerte ihr GebietMit 31 (UM. u. 84,500 Einw. und gab dem Senior des Hauses den Herzogstitel.Sämmtliche nassauische Länder wurden zu einem souperainen vereinten und unrheil-baren Herzogthum erklärt. Durch Tauschverlrüge, 31,Oct. 1815, mit Preußen,erhielten der Herzog und der Fürst von Nassau fast alle Länder der orionischen Linieund die niedere Grafschaft Katzenelnbogen. Auch bestätigte die wiener Congrefiacteihr Erbrecht auf das Großherzogih. Luxemburg nach dem Ausstcrbcn der vltonischenLinie. Als souverainerFürst des teutschen Bundes theilt der Herzog v. Nassau mirBraunschweig den 13. Platz. Zm Plenum hat er 2 Stimmen und den 11. Platz.Das jetzige Herzogthum Nassau grenzt an die preuß. Provinz Nieten kein, dasGroßherzogthum Hessen und Frankfurt. Der Rhein umfließt südlich das Land undnimmt bei Lahnsiein die schiffbar gemachte Lahn auf. Das ganze enthält auf bei-nahe 83 OM 28 Ämter, 31 Städte, 36 Flecken, 816 Dörfer und 348,000 Edarunter 3846 Mlbtairpersonen, 185,461 evangelische Christen, 157,638 Katho-liken, 190Mennoniren unk 5717 Zudem Der Hof ist reformirt, sowie ein Driit-theil der Unterthanen. Reformirte und Lutheraner aber haben sich 1817 zu einerevangelisch-christl. Kirche " vereinigt. An der Spitze der einen wie der andernLandeskirche steht ein Bischof. Bei der Wahl eines karhol. Bischofs und höhererWürdeträger muß immer ein Verzeichniß der geeignet, n Diöcesangeistlichen zuvordie landesherrliche Genehmigung erhalten. Der zum BischcfGewühlte bringt als-dann an den Papst das Gesuch um Bestätigung. Die standeshcrrl. Gebiete rablen