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kennen durch 2 Briten, Ioh. Liddiard (dessen Beschreibung 1817 in 2 Ddn. er-schien) und Eap. Rich. W, ssrusse („.loni ii:,! >>l ien inonllir re.sicki live in Aeev/,(.>I>N(I'', Lond . 1825). Kein andres von den Europäern entdecktes Land, daseine so beträchtliche Anzahl Ureinwohner besitzt, zeigte eine jungfräulichere Erde undein milderes Klima als Neuseeland . Man fand hier kein einziges kriechendes In-sekt und nur 2 vierfüßige Thiere, den Hund in allen Farben, aber zottiger alsder europäische, und eine kleine Ratze; dagegen 2 Baumaricn von außerordent-licher Größe: die Bergfichie ((',»»>i,>), die erst über der Höhe von 100 Fuß ihreweiten Zweige auswiift, und die Kaikaterre, welche etwas niedriger als jene aufSumpfgrund und am Ufer der Flüsse wächst. Jene liefert den Wilden, durch Aus--Höhlung der einen Hälfte des Baumes, Kriegscanots von mehr als 80 F. Längeund 6 F. Breite. Die Engländer holen zu ihren Linienschiffen Baumblocke von74 — 88 F. gerader Länge, die am dünnen Ende 21 — 25 Zoll im Durchmesserhaben. Neuseelands Bewohner, die Gegenfüßler der Briten, sind zugleich die An-tipoden europäischer Bildung und Dcrbildung. Noch im Besitze aller Güter desNaturstandes sind sie groß, wohlgewachsen, stark, im Genusse der frischesten Sin-neskraft, wahre Riesen gegen die Zwerggestalten europäischer Afterkunst; aberheftig in ihre» Begierden, unzähmbar in ihren Leidenschaften, rasch im Auffassenvon Vorstellungen, roh in ihren Gebräuchen, und leidenschaftliche Menschenfres-ser. ssap. Eruise entwirft von diesen Kannibalen eine sehr lebendige Schilderung.Sie sind Jäger, Fischer und Landbauer. Ihre Fischnetze verfertigen sie von dembesten Flachse, den man kennt, deni neuseeländischen, seidenartigen l'sior„,i,n>> le-nax, einer in Hinsicht sowol ihrer Aähheit als der Feinheit ihrer Fas.rn kostba-ren Pflanze, welche Flachs und Hanf mit Vortheil erseht, und jetzt auch in Frank-reich, z. B. im Depart. Lot und Garonne, gezogen wird. Die Fischnetze der Neu-seeländer übertreffen an Größe und Dauerhaftigkeit weit die englischen. Von je-nem weichen und feinen neuseeländischen Flachse verfertigen die Weiber aus demWerg den dicken Nachimantel zum Schutze gegen unfreundliches Wetter; das zier-liche Oberkleid verbrämen sie oft mit Stickerei und bei den Häuptlingen mit Emu-federn; das feine, dicht anschließende, sehr wärmende Unterkleid wird ebenfallsaus jenem Flachse verfertigt. Eine vornehme Kost des neuseeländischen Landadels,oder der Häuptlinge, die zugleich Priester sind, ist Mensehenfleisch, doch nehmendie Weiber an solchen Mahlzeiten nicht Theil. Sie lassen (nach Cruise) die Köpfeihrer erschlagenen Feinde im Ofen ausdörren und dann in der Luft austrocknen,wodurch das Gesicht Form und Züge behält. Am G,-ube eines verstorbenen Häupl.lings pflegt sich gemeiniglich die Hauptfrau desselben (er hat deren mehre) zu eichen-den; außerdem schlachtet sein Stamm ihm zu Ehre» einige Sklaven und Gemein-freie (Cookees). Die letzten sind Hörige und Schützlinge des Adels, haben oberEigenthum und ein bedingtes Gebrauchsrecht über Personen und Güter. DerAdel ist ei» schöner und starker Menschenstamm, der sich lätowiren muß. Die ge-meinen Neuseeländerinnen — ein stehender Ausfuhrartikel nach Neusiidwalcs, woes an Frauen fehlt— haben oft viel Vel stand und eine große Vorliebe für Auslän-der, von denen sie weniger tyrannisch behandelt werden als von ibren Landsleute».In ihrer wohlklingenden Sprache ist der Gesang einnehmend, da jedes Wort miteinem Vocal schließt. Noch ist bekannt, daß die Neuseeländer statt der Lippen mitden Nasenspitzen sich unter einander begrüßen. Die Bevölkerung Neuseelands nimmt ab; den» selbst bei den Häuptlingsfamilien lobtet manche Mutter ihreTöchter bei der Geburt, indem sie denselben die Hirnschale eindruckt, damit sie einstder Mutter Leiden nicht auch erfahren. Die unehelichen Kinder tun Europäernoder Vätern, die die Mutter hernach nicht ehelichen, werden fast ade abaewiebenoder nach der Geburt gelobtet. — Die brik. Missionnaire baben daher auf Neu-seeland noch viel vorzubereiten und auszurotten, ehe das Christenchum treibst