820
Newoastle Nowftoadal'toi
und Leichtigkeit, daß man es in Petersburg zum Trinken und zur Bereitung derSpeisen benutzt.
N e w castle, Hauptst. von fstorthumberland in England, auch Newcastle upon Tvne genannt, um sie vo» silewcaüle under Lirw in Staffordskire zu unter-scheiden. Sie liegt 10 Meilen von der Mündung des Flinkes Tone, sehr ma'enscham nördlichen Ufer desselben, aufdem ?lbhange eines zum Fluffe sanft hinab'a, f-uidenHügels, rechts und links am dies eiligen Ufer von Manufakturen und Fabriken,Glashütten und Eisengießereien umgeben. Am jenseitigen Ufer dehnt sich bis zn ei-ner beinahe unabsehbaren Weite der breite Kai hin, auf dem ein unaufböi l chesGewühl herrscht, und der in seiner ganzen Länge mit Kähnen besetzt ist. Mit dereigentlichen Ltadt istGainshead, die Vorstadt, durch eine schöne steinerne Brückevon 9 Bogen verbunden, welche in der Mitte eine Schleuse von Eisen hat.Dhne Gainshead hat Newcastle 8300 H. und 32,600 Emw. Zu den getchmack-vollsten öffentlichen Gebäuden gehört das SitzunoshauS, wo dir Gerichtssitzungenfür die Grafschaft Northumberland g-halten werden. Die Hauptkirche St.-Ni-kolas ist ein Werk der gothischen Baukunst, I» Newcastle sind Auckersiedcreien,Glashütten , Papiermühlen, Thransiedereien, Taudrehereien, auch verfertigt manSteingut, Leim, Salmiak, Soda und The>r aus Steinkohlen. In der Nähe sindBleiweißwerke, wo zugleich Mennige und Silberglätke fabricirt wird, Farbenwerkeund große Eisengießereien. Der Haupterwerb besteht in den unerschöpflichen Stein-kohlengruben, deren Flöhe an beiden Leiten desTyne, von Shields bis Lamming-ton bearbeitet werden. Die besten liegen aufungefähr 90Lachter Tiefe und sind seltenüber 5 Fuß mächtig. Die Lager best, he» meistens aus verschiedenen Sandstein - undEchieferarten. DasWasser wird mittelst Tamvfmaschinen weggeschöpft. In man-chen Gruben sindekanan 50—100 Pferde zum Transport der Steinkohlen. Dieses-geschieht auf Eisenbahnen, von den Gruben big an das nächste Ufer des Tvne, wojedes Bergwerk sein eigenes Magazin oder Werft hat. Gcwiffe Personen in New-castle haben das Recht, Fahrzeuge voin Werfre mit Kohlen zu verletzen. Siemachen seit undenklichen Zeiten eine eigne Zunft aus. D e größten Schiffe, und ins-g.mein o>e Kohlenschiffe, kommen nicht höher als bis Shields. Zum Trans-port derKohlen von den Werften nach den Kohlenschiffe» gibt es eigne Flußfalw-zeuge mit plattem Boden, die Kerls genannt werden. Am Tvne habe», unterund über Grund, 38,115 Menschen ihre Beschäftigung vom Steinkohlenwesen.Newcastle hat 100 Steinkohlenschiffe mit 1511 Bootsleuten. Die Sieinkohlen-cwsfuhr in die Fremde betrug 1800 an 11 Mill. dresdner Scheffel. Sie gehennach den Niederlanden, Frankreich, Tänemalck, Schweden, Norwegen, Rußland ,Portugal und Westmtien. Newcastle treibt auch mit 100 Schiffen Walisisch sangund Kornhandel. 1800 clarirten 1969 Schiffe von Newcastle aus.
New - Lana r k, s. Omen, Rob.
Newniarket, Flecken mit 500 Einw., der in einer langen Gaffe besteht,von welcher der nördliche Theil zur Grafschaft Suffolk, der südliche zu Cambridge -shire gehört, liegt 55 engl. Meilen von London und ist berühmt wegen der Pferde-wektrennen. (S. Wettrennen.)
Newsteadabtei in der Grafschaft Nottingham , war ein vonHcinrich II.gestift. Augustinerkloster, das Heinrich VIII. aufhob und seinem Lieblinge JohnBrron schenkte. Von der Zeit an blieb die Abtei der Sitz des Hauses Bvron; siewurde der Begrälnißplatz des berühmten zu Miffolunghi (19. April 1821) gest.Dichters. Die alten Gebäude, welche ihr Besitzer vor dem Verfalle sicherte, gehö-ren zu den edeliien Denkmalen der alldeutschen Architektur in England und liege,,In einer malerischen Umgebung. Das ganze Gebäude, ein abenteucr'ickes Bild vonGlanz und Verwüstung, mit vielen Denkzeichen von desDiLterS originellem Hu-mor'., erklärt nicht nur Wildromantische in Lord Bpron's Pbamast?, sondernauch u'ianche schöne Drtsschilderung in seine» Gecichlcn, wovon eins diese „Halle