868 Niederländische Sprache, Literatur und Poesie
il'^,
Idyllen und andre Gedicht,nen und die Idyllen von Wellekens dürfen nicht übersehen
Sprache Oden,
kräftigen und reichen Sprache metrische Übersetzungen der Psalmen, des ^Ovid , eine Poetik, Satyren, Lobgedichte, viele Trauerspiele, auch ctne)-^ss„Adam und Lucifer", u. A- m. geliefert und sich den Namen eines closs. D'VHolländer erworben. Unter s. Trauerspielen ist auch eine „Maria Stuart ^ ^vollstünd. Sanunlung dieser Trauerspiele ersehnen 1720 zu Amsterdam 'U ^ fts,.den. Konst. Huygens (st. !K87) wurde durch Sinngedichte, Jak. Wefl"^1070) und Ich. Adolf Daus (st. 167-1) durch erotische Gedichte rühmlichAls scherzhafte Dichter thaten sich Ioh. van der Been (st. 1660) und I^ T^L(st. 1661) hervor. Nach den alten Classikern bildete sich Lucas Rotgans av-'sterdam (st. 1710), und s. episches Gedicht: „Wilhelm lll.", sowie s. Trau > ^zeugen hinlängl-ch von s. Mustern. Jan van Broeckhuyzen aus Amstct^ä^d1707), als Kritiker und lat. Dichter rühmlich bekannt, hinterließ auch i" Hqyeo
e. Die lyrischen Gedichte von Arm
nicht übersehen w rde». EinkaleU'^ANaturdichter war Hubert Corneliszoon Pool aus 2lbtwout bei Delst (st- ^ fitund sehr geachtet sind Adrian van der Vliet, welcher, außer bibl. GediclM'u A,Gedicht: ^Die Spanier in Rotterdam ", schrieb (st. 1780); Piet. Nieutvls1791) u. Ä. m. Von einer ungenannten Dame erschien 1780 ein Heldcu^ss„Germanicus ". ?lußer diesen werden unter den ältern Dichtern Durmann,und unter den neuern Hieronymus de Bosch , Theod. van Kooten, Klijn, . x),Kaldenbach, Bellamy, Neuwland, Feikh(s. d., st. 1824), Bilderdyk u^rHelmers, Spandaw, van Hall, Tollens (s. d.), Kilmers (gest. 1813)/ ^,n>W>tsen, Gysbcek und der portugies. Jude Dacosta immer einen wohlvechEhrenplatz auf dem niederländ. Parnaß einnehmen. Dilderdyk ist zugleich cc ^kehrter vom ersten Rang und von weit umsässendernKenninissen. Schoss 0 U°.^ikurzen Eingaben geht hervor, wie sehr man sich bemüht hat, die holländ. sä/edlerm Gebrauche auszubilden; und in welcheui hohen Grade dies gelung „beweist vielleicht Nichts besser a's der Unzstand, daß keine andre ftlationeinci.^tlungcne Übersetzung von Klopstock s „Messias" auszuweisen hat als die ho"«m ,n>von Groenevcld (Amsterdam 1784, 1785, auch 1791, 2 Bde.) in Hessw ^stEine andre, gleich schätzbare in Prosa erschien zu Amsterdam 1798. D>e k fizder Holländer hüt zwar auf den Ruhm des Wchlklangs und der Eleganz ,ss,Ansprüche zu machen, ist dagegen aber in ihiem schlichten Wesen gut dazubrauchbare Wahrheiten einfach und gemeinverständlich darzustellen. Unstreitig^.,,»den die Holländer a- ch hierin noch größere Vollkommenheit erreicht haben,z.B. ihre philochph. Prosaiker sich nicht oft einer fremden Sprache bedientErasmus, Lipsius, Grotius , Wyttenbach u. A. schrieben aber lateinisch, und ü ^Hemsterhuis , dieser liebenswürdige, sokratische Philosoph und ebenso gesch^".'K^als geistreiche Schriftsteller, französisch. Wie mit der Philosophie, so mit
schichte. Zs ist kein Zweifel, daß die holländ. Prosa durch die, zumal
in
Zeit so häufigen Übersetzungen ausländ. classischer Geisteswerke, vornehmst^,jldeutschen, nicht anders als gewinnen kann. An gutem Willen, ernster Ths'^p
d'l
i gewinnen kann. An gutem W.. ^
und mehren gelungenen Werken mangelt es den Holländern nicht, und d>sclm.elzung mir den Belgiern muß nothwendig die vereinten verwandten Kml fithöben, sidies ist vorzüglich den lüdl. Provinzen zu wünschen; denn su^
Wissenschaft.n in den nördl. Provinzen große Fortschritte machten, bliebe'we t hinter ihnen zurück. Der Unterricht auf der Hochschule zu Löwen gingmit der Zeit vorwärts, sondern, hielt sich an die todten Formen des Mitte ^^tAuch hier sich man die heillosen Folgen der lichtscheuen span. Regierung, .Verbesserungen, welche Zosephll. einführen wollte, brachten einen allgemeines^stand hervor. Die 'Aufhebung der Hochschule zu Löwen während derrung und die Stiftung der Athenern zu Drissel und Lüttich, Gent und