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Obligation ^boe
die Solostimme, von diesem Instrumente vorgetragen, zu tief liegen würde, alsdafi sie von den andern begleitenden Instrumenten konnte gehörig unterstützt wer-den, daber man es schicklicher zur Grundlage der Harmonie gebraucht. Daß ei-nige Virtuosen auf dem Contrabasse Concerte spielen, gehört unter die musikali-sche» Curiositätcn. Der Ausdruck obligat wurde ursprünglich nur bei der gebun-denen oder fugenartigen Schreibart von solchen Stimmen gebraucht, welche beidem Vortrage nicht weggelassen werden durften, wenn nicht dadurch das ganzeTonstück zerrissen werden sollte. I^s.
Obligation,!) das Verhältniß, vermö ge dessen Jemand dem Andern zueiner positiven Leistung (einem Geben oder Thun ) verpflichtet ist, und wobei manalso imiiier eine specielle Enkstehungsursache (den Empfang einer Sache oder Lei-stung unter der Bedingung der Zurückgabe oder Gegenleistung, ein gültiges Ver-sprechen, oder eine Beschädigung, wofür Ersatz gegeben werden muß) voraussetzt.Die Obligation wird in dieser Bedeutung der allgemeinen negativen Verbindlich-keit, Niemand zu beschädigen oder in seinen Rechten, besonders auch den Eigen-thumsrechteii zu verletzen, entgegengesetzt. Nach römischem und gemeinem deutschenRecht muh die Obligation, wenn sie auch ansein Thun , z. B. Verfertigen eineskünstlerischen oder mechanischen Werkes, gerichtet ist, ihrem Buchstaben nacherfüllt werden; nach sranz. Rechte kann nur Entschädigung (ein bloßes Geben)gefedert werden. 2) Die Handlung, wodurch Jemand eine specielle positiveVerpflichtung auf sich nimmt. 3) In der deutschen Rechtssprache die Ur-kunde über ein Zahlungsversprechen. (S. Schuldschein.) 37.
Obligo, in Obligo stehen, ein kaufmännischer Ausdruck, der beson-ders von Banguiers gebraucht wird, um zu bezeichnen, in welcher Gesammtver-bindlichkeit sie nicht bloß durch reellen Vorschuß oder Credit, sondern auchdurch Wechselgiro u. s. w. zu ihren Geschäftsfreunden stehen.
Oboe oder Hoboe (ital. Oboe. stanz. Iluntlinis), ein Blasinstrument,welches aus einer geraden, aus mehren Stücken zusammengesetzten, gemeiniglichvon Bupbaumholz gearbeiteten und mit Löchern versehenen Röhre besteht, die sichunten in einem kleinen Trichter endigt und durch ein oben aufgesetztes engesMundstück von Rohr geblasen wird. Es hat einen hellen, scharfen, ermunterndenund aufregenden Ton, und reicht vom tiefen oder ein Mal gestrichenen o bis insdrei Mal gestrichene Daher ist die Oboe, als durchdringendes Discantinstru-meiit, vorzüglich bei der Feldmusik gebraucht worden, und man hat von ihr, alsdem Hauptinstrumcnte, das ganze Corps der Feldmusiker Haukboisten genannt.In der neuesten Zeit hat die Clarinette ihr großen Eintrag gethan, wozu viel bei-trägt, daß die Güte und Reinheit des Tons der Hoboe gar sehr von der Güte desMundstücks abhängt, und eine sehr zarte Behandlung des Instruments verlangtwird, wenn der Ton nicht schreiend und kreischend sein und in der Tiefe etwasGänsemäßigeS haben soll. Besonders ist das sogenannte Überschnappen auf tie-sem Instrumente unerträglich, und doch kann es kaum von den besten Spielernimmer vermieden werden. Indessen verdient die Hoboe nicht nur als Orchester-instrument, sondern auch als concertirendeS Instrument in einzelnen Saßen einegrößere Aufmerksamkeit und Ausbildung, als ihr jetzt meistens zu Theil wird, dader ihr eigenthümliche Ton weder durch die Clarinette noch durch irgend ein andresInstrument ersetzt werden kann und in dem Colorit der Instrumentalmusik eineHauptfarbe ausmacht. Man bedient sich ihrer in Serenaden, Sätzen von idylli-schem Charakter :c. Sie wird gewöhnlich in der Tonregion über die Clarinette»gelegt, wenn beide zusammen vorkommen, und die leichtesten Tonarten auf diesemInstrumente sind l)-,Ini. Die Oboe gehört zu den
neuern Instrumenten und wurde erst unvollkommen bei den sranz. Feldregimen-ter» gebraucht, dann von Tenncr in Nürnberg verbessert und mit Klappen ver-