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Achter Band. O bis Q.
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Philipp II. August (König von Frankreich ) 481

Periode des Krie-S und Hasses, und erschöpften die ungeheuern Hilfsquellen seinesReichs, ohne daß er eine scmer großen Absichten erreichte. Zu seinen Gewaltmit-teln gehörte auch Gift, das er ein si-guie-mU in >>->ce nannte. Sei» Geisicodes-potismus bewirkte einen Stillstand und ein Erschlaffen aller geistigen Thätigkeit,das bald zu einen» verderblichen Rückschreiten werden mußte. Und in der Thatschreibt sich der Bei fall Spaniens von seiner Regierung her. Dgl. Watson'sUi-iiten v »> tl>y i> i->, «kl'bilPp II." (Lond. 1777, 2 Bde., 4.) lind Alex. Duines-nil'sIliiil.tla I'l,ili§>ne II. I>. 'I'b.cp." (Paris 1822). K.

Philipp Ik. August, König von Frankreich , geb. 1165, bestieg denThron »ach seines Vaters Ludwig» V I I. Tode, 1180, und ergriff, ungeachtet ernoch unter der Vormundschaft des Grasen v. Flandern stand, die Zügel der Regie-rung mit vieler Kraft. Zuerst verbannte er die Possenreißer und Komödianten vonseinem Hofe. Uni aber die Vertreibung der Juden aus dem Königreiche, die durchihre Industrie und ihre Kunstgriffe im Besitze großer Reichthümer waren, zu beschö-nigen, wurden sie verschiedener Gtäuelthaten beschuldigt; man zog ihre Güter einund erklärte ihre Foderungen für nichtig. Nachher aber fand es der König für raih-sam, sie zurückzurusin und ihrem Wucher Grenzen zu sitzen. Die Räubereien derGroßen unterdrückte P. durch zweckmäßige Verordnungen und Waffengewalt. DieUneinigkeiten zwischen der Königin Mutter und deni Grasen von Flandern (dessenNichte Isabelle der König heiratheke , und die Jugend Philipp Augusts ließen denKönig von England, Heinrich II. , von einer Einmischung in die AngelegenheitenFrankreichs viele Vortheile hoffen; aber an P.'s Thätigkeit scheitel ten kiese Plane.Nach dem Tode der Gräsin v. Flandern verbünd er die Grafschaft Vermandois mitdem Reiche, trotz des Widerspruchs desGrasin. Als der Papst wegen terEinnahmevon Jerusalem durch Saladin 1187 einen Krenzzug anordnete, so »ahmen die Kö-nige von Frankreich und England das Kreuz. 'Allein ihr Streit brach aufs Neueaus. Der päpstl. Legat bedrohte deßwegen den König von Frankreich mit dem In-tei^icte; doch P. gestand den» Papste das Reckt nicht zu, sich in die Händel zwischenihn! und seinen Vasallen zu mischen. Er nöthigte hierauf den König von Englandzu einem Vergleich, und verband sich nur Heinrichs II. Nachfolger, Richard I. , zueinen, Zuge nach dem gelobten Lande. P. sei iffte sich 1190 mit seinen Truppen inGenua ein und traf mit Richard in Sieilien zusammen. Aber schon hier gerbübenBeide in neue Streitigkeiten, nach deren Best« gütig P. mir Belagerung Von Acreschritt. (S. Kreuzrüge.) Als Eifersucht die beiden Kenize aufs Neue entzweithatte, kehrte P. 1191 nach Europa rurück, ließ jedoch zu Richards Unterstützung einTruppe,icorps in Palästina. Bald nach seiner Rückkehr vermählte ersieh zum zwei-ten Male, mit Ingelburga, der Schwister des Königs von Dänemark , gegen die eraber seit der Brautnacl t einen solchen Widerwillen faßte, daß er sich von ,(hr trennte.Unterdessen wai Richard auf seine! Ruckreise voin Herzoge Leopold von Ostreich ge-fanaen genommen worden. P. benutzte dieses Ereignis; und trat mit Johann, Ri-chards Bruder, in ein Bündnis, welcher dafür, daß er in seinen Usui paticnsplanenvon leiten Frankreichs begünstigt wurde, sich dem Versuche P.'S, einen Theil derNormandie zu erobern, nicht widersetzte. Dieses Unternehmeu war durchaus deinfeierlichen Eide zuwider, den sich beide Könige geschworen hatten, während derDauer des heiligen Kriegs einander nicht m beunruhigen. P. war eben mit Aus-führung feines Plans beschäftigt, als Richard, befreit aus der Gefangenschaft, miteinem Heere in Frankreich erschien. DerKrieg wurde auf beiden Seiten nut großerErbitterung geführt und bis zu Richards Tode 1199 fortgesetzt. Während kesiel-ben hatte sich tue Königin Ingelburga in ein Kloster begeben, P. aber unter demVerwände einer entfernten Verwandtschaft eine Scheidung von seinen Bischöfenerlangt und sich mit Agnes, der Tochter des Herzogs von Meran , vermählt. Aufdes Königs von Dänemark Beschwerden erklärte Papst Cölesiin diese Ehe für »ich-Evilveksations > Lexikon. Bd. VIII. ol