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k-'it). — Drücken befinden fich bei Ratibor, Kosel, Krappitz, Oppeln , Brieg,BreSlan (von hier bisGroßglog u inirFähren), Großglogan (von b>er bisKrossenwieder nur Fähren), Kressen, Frankfurt ; und von hier ab bei zunehmender Wich-tigkeit des Stromes an allen bedeutenden Punkten. Das Terrainverhältniß an-langend, so fließt die Oder anfangs in einem steilen und engen Thale; bei Oderberg aber, wo sie preuß. Schlesien berührt, treten die Thalränder zurück und sind inSchlesien nicht mebr bergig, fodaß der Strom hier in sehr flachem Boden stießt.Merkwürdig ist die Gegend zwischen Sabor und Kressen. Unterhalb Frankfurt er-weitert sich dann das Thal bedeutend, und unfern Küstrin fangen die schon erwähn-,ten Oderbrüche an. Noch bei Stettin treten aus der linken Seite einmal einigeHöhen hervor, rechts bleibt aber Alles ganz flach. Man sieht hieraus zugleich, daßdie Oder als Defensionslinie weniger wichtig ist. — Um den Lauf der Oder zu über-sehen, können wir die Sotzmann'sche Charte von derMark Brandenburg u. Pom-mern empfehlen; in einem größern Detail übersieht man die Oder- und Warta-brüche auf desselben Meisters Charten von der Neumark (2 schöne Blätter, Berl.1808). An gedruckten Hülfsmitteln zur Kenntniß dieses Stromes vgl. m. außerStein's u. a. allgemeinen Werken, Bekmann'S und Bratring'S Beschreibungender Mark Brandenburg, und besonders Borgstede's Werk über die Mark (Berl.1788, 4 .), wo die verschiedenen Tanäle S. 159 —161 genauer beschriebenwerden. 14.
Odessa , Seehafen und Mittelpunkt einer neuen Handelswelt im südl.Rußland, im Gouvernement Cherson, zwischen den Mündungen des DniesterSund des Dneprs, am nordwestl. Ende der kleinen Bai Adschai, unter 46° 29'30" N. B. und 48° 17' 35" W. L. Rußland hatte seit Peters l. Regierung undzumal seit der Erwerbung des südöstlichen Polens nach einer Niederlassung amschwarzen Meere getrachtet. Als Katharina im Frieden von 1791 Oczakow undden Landstrich bis an den Dniester erhalten hatte, wählte sie diesen Platz, NamensKodschabey, wo bloß einige Nomadenhükten standen, zu einer neuen Handelsstadt,da die Lage an einer Bai, die selbst für die größten Kriegsschiffe Ankcrgrund hatund kaum zufriert, große Vortheile darbot. Es wurden mehre Regimenter 1794zur ersten Anlage gebraucht, und in 2 Jahren war man schon weit damit gekom-men. Alexander vollendete, was Katharina begonnen hatte, und machte den Herwgv. Richelieu, der nach seiner Auswanderung aus Frankreich in ruff. Kriegsdienstegetreten war, znm Gouverneur der neuen Stadt, die unter seiner Aufsicht baldgedieh. Die ersten Bewohner der Ansiedelung waren einige griech. Familien, aberschon 1804 zählte man 15,000 Einw. Die Stadt ist in einem länglichen Viereckregelmäßig aus einem nach dem Hafen sich neigenden Abhang erbaut. Die Um-gegend ist eine weitgedehnte Ebene, deren fruchtbarer Boden einst den Anbaureichlich belohnen wird, doch ist ,n gewissen Jahreszeiten die Luft ungesund. Fe-stungswerke beschützen den durch 2 große Dämme gebildeten Hafen, der für un-gefähr 300 Schiffe Raum hat. An einem Ende des Hafens, der Feste gegen-über, liegt das Lazareih, und auf einer vorspringenden Spitze an der Südseiteder Bai erbebt sich ein Leuchtthurm. Die Rhede ist sehr geräumig, und derAnker-grund im Sommer sicher, da sie gegen Wind, den Südost ausgenommen, ge-scbützt ist. Die Stadt ist schön gebaut, und die geraden und breiten Straßenschneiden sich alle in rechten Winkeln. Die Häuser sind fast alle 2 Stockwerkehoch. Unter den 8 Kirchen ist die russische Kathedrale die vorzüglichste. Die Ad-miralität, das Zollhaus, das Spital — sämmtlich in der Nähe des Hafens —,die Börse und das ansehnliche Theater, wo abwechselnd russische Stücke, kleine
Kricgsfchanelatz nah Polen und Preußen versetzten, verschifften sie von hier anZaroße P'iiinrionsrorrälke auf dem oben beschriebenen Weae nah Bromberg , undDanzig ist von ihnen zum Theil mit knstriner Pulver beschossen worden.