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Odeurs AdipuS
Dos erste Odeum wurde zu Athen vonPerikles aufgeführt und späterhin Zu Volks-versammlungen und Gerichten gebraucht. In der Folge wurden noch zn>ei andreOdern von Pausanias undHerodeS ?ltticus erbauet» In verschiedenen griechischenStädten wurden sie nachgeahmt. Rom erhielt erst unter den Kaisern Odeen. Daseine ließ Domitian, das andre Trajan aufführen. Auch außer Rom erbaute» dieRömer Odeen, namentlich zu Catanea aufSicilie», wovon noch Überbleibsel vor-handen sind. Die Odeen waren bedeckte Gebäude, worin sich den Sitzen der Zu-schauer gegenüber eine Bühne befand, deren drei Wände unier stumpfen Winkelnzusammenliefen. Im Ganzen scheint die Form eines Odeumö und eines Theatersgleich gewesen zu sein, nur daß die Odern kleiner waren.
O d e u r s, s. Parfum«.
Odin , s. Nordische Mythologie.
Ödipus, Sohn des chrazischen Königs Laios und der Iokaste (s. b.).Ein Orakelspruch hakte dem Laios verkündigt, daß, wenn er mit Iokaste ein Kindzeuge, dieses einst sein Mörder sein werde. Daher ließ Laios, als ihm ein Sohngeboren worden, demselben die Fersen durchbohren und ihn im Gebirge Kikhäronaussetzen. Der damit beauftragte Sklav aber übergab dasKmd einem Hütendeskorinthischen Königs PolyboS, und dieser brachte es dem Könige, dessen kinderloseGemahlin Merope es aufnahm und von seinen angeschwollenen Füßen Ödipus nannte. In Unwissenheit über seine Abkunft wuchs der Knabe am korinthischenHofe auf und bildete sich zum Heldenjünglinge. Einst machte ihm ein berauschterJüngling denVorwurf, er sei nicht des Königs wirklicher Sohn, und dieser Zweifelnagte fortwährend an seinem Herzen. Die befragte» Pflegeälkern wiesen ihn andas delphische Orakel; dieses gab ihm zur Antwort: „Vermeide die Fluren deinerHeimarh, sonst wirst du deines Vaters Mörder und der Gemahl deiner Mutterwerden". Da er nun Korinth für seine Heimath hielt, wieder die Grenze desselbenund wanderte nach Theben in Böotien. Auf einem schmalen Wege in Phocis be-gegnete ihm der König Laws, der nach Delphi reisen wollte, um das Orakel nachdem ausgesetzten Sohne zu fragen, und dessen Wagenlenker ihm trotzig gebot, aus-zuweichen. Ödipus weigert sich zu gehorche»; darüber kommt es zum Kampfe,und Wagenlenker und König fallen unter s. Schwerte. Lto katte er unwissend dieHälfte des Orakels erfüllt. Nichts ahnend, setzte er seinen Weg fort. In ThebensGebiete wüthete damals die Sphinx (s. d.), die ein Räthsel sang und Jeden töd-tete, der es nicht zu lösen vermochte. Noch war Keinem die Lösung gelungen; indieser Noth wurden dem Retter von Theben der erledigte Thron und die Hand derKönigin verheißen. Ö. eckt herbei, löst das Räthsel, befreit die Stadt und empfängtden Preis. Das Orakel war erfüllt. So ehrte Theben jetzt den Mörder des Laiosin seinen Mauern, als eine Pest das Land traf, von welcher das Orakel Befreiungversprach, sobald Der entfernt sein werde, welcher den Fluch über das Land gebracht.Das zagende Volk wendet sich an seinen ehemaligen Retter, und dieser, unwissend,daß er selbst der Verbrecher sei, strebt mit rastlosem Eifer, denselben zu entdecken.Er selbst zwingt dem Seher Tiresias das unglückliche Geheimniß ab lind fuhrt dieschrecklichste aller Entdeckungen herbei: daß er des Vaters Mörder und der MutterGemahl sei. Fluchend dem Bette, in welchem der Gatte,ihr den Gatten zeugte, derSohn den Sohn, erhing sich die unglückliche Iokaste; Ö> aber stach sich beide Au-gen aus, um seine O.ual und s. Frevel ferner nicht zu schauen. Er selbst verlangte,daß Theben ihn verstoße. Dieß geschah erst späterhin, als er in Theben zu sterbenwünschte, auf seiner herrschbegierigen Söhne, Eieokles und Polynikeü, Verlangen.Erzürnt sprach er den Fluch über sie aus, daß einst das Schwert ihr Erbe theilensolle. Mit kindlicher Zärtlichkeit schlössen sich dagegen die beiden Töchter, Antigone und Iömene, an den blinden verwiesenen Vater. Von der Erstern geleitet, kommt«r in den Flecken Kolonos in Aktiko, wo Theseus herrscht, und ruht im Haine der