Römer noch keine Ttubenöfen kannten, ist wol ausgemacht. Au Seneca'S Zeitenheizte man die Zimmer wie die Bäder durch eine unterirdische Kammer, mit Koh-len gefüllt, deren Wärme man in einem Zimmer sammelte, aus welchem sie durchdie an den Wänden herumgehenden Eanäle oder Röhren, die man nach Beliebenöffnen und schließen konnte, in die andern Zimmer des Hauses geleitet wurde.Dieses soll schon zu August'S Zeiten geschehen sein, wo man bereits verschlosseneFenster hatte. D>e jetzigen Wtubenöfen sollen mi nördlichen Deutschland erfun-den worden sein. Wo lange Überfluß an Holz war, dachte man nicht daran, sieholzersparender einzurichten. Um so mehr Versuche hat man darin, und nicht ohneErfolg, in den neuern Zeiten gemacht. (S. des Hauptm. Busch faßliches Werk:„Die beste und wohlfeilste Feuerungsari", Franks, a. M. 1828, nebst Zugabenvon 1828. Letztere bilden den praktischen Theil und machen mit dem erstern Werkeein Ganzes aus.) Die Ofen, welche die Fenerarbeiter gebrauchen, sind geschlosseneRäume, in welchen der zu behandelnde Körper der durch Brennmaterialien hervor-gebrachten hohen Temperatur ausgesetzt wird. Man unterscheidet Schachtöfen,Flammöfen und Gefäßöftn. In erstern wird der zu behandelnde Körper von demBrennmaterial unmittelbar umgeben; in den Flammöfen ist er davon getrennt, undnur die Flamme wirkt auf ihn; in den Gefäßöfen endlich wird der zu behandelndeKörper in Tiegeln ic. der Wirkung des Brennmaterials ausgesetzt.
Offenbar!), eine offene, wohlgebaute, großherzogl, hessische Stadt in derStandesherrschafl des Fürsten von Jsenburg-Birstein, zur Provinz Stärkend,irggehörig, am süöl. Ufer des Mains, mit einem Schlosse, 550 Häusern und 1000Einw. Deutsche und fron;. Reformine haben hier 2, die Lutheraner eine Kirche;eine schöne kathol. Kirche - ird erbaut. Im Schlosse befand sich ehemals die fürstl.Regierung, gegenwärtig eine Schriftgießerei und Bankpapierfabrik. Die Manu-facturen von Taback, Strümpfen und Bändern, Favence, Tabacksdosen, Wachs-lichtern, Wachstuch, Saffian, lackirten Blechwaaren, lackirten Lederwaaren, Etuis,Portefeuilles u. s. w. sind bedeutend, so auch die Wagenfabrik und der Handel, dendie Nähe von Frankfurt belebt. Täglich geht, ein Marktschiff nach Frankfurt . 1829ertheilte der Großherzog der Stadt O. das Recht, zwei Messen zu der Zeit und aufdie Dauer der frankfurter Messen z» halten.
O f f e n b a r u n g ist nach dem biblisch-kirchlichen Lehrbegriffe 1) active (inBeziehung auf das sich offenbarende Wesen), diejenige freie Handlung der Gott-heit, wodurch sie den Menschen einen ihren Bedürfnissen angemessenen Religions-unterricht ertheilt; 2) passive in Beziehung auf die Menschen, welche die Offen-barung erhalten), eine von der Gottheit empfangene Belehrung über die Wahr-heiten der Religion. Diese Wirksamkeit Gottes kann als eine mittelbare oderunmittelbare gedacht werden. Die mittelbare oder allgemeine Offenbarung ist derInbegriff aller derjenigen Anstalten Goties, wodurch ein Mensch veranlaßt wer-den kann, sich mittelst seines Verstandes Kenntniß von Gott und göttlichen Din-gen zu erwerben. Die Natur, die Geschichte und das eigne Herz des Menschenwerden in diesem Sinne Quellen der Offenbarung Gottes für Den, der sie mitNachdenken betrachtet, und die sogenannte natürliche oder Vernunftrelizion grün-det ihre Lehren auf Schlüsse aus der Beschaffenheit dieser, Allen vor Augenstehenden und an alle Zeiten und Völker sprechenden Zeugnisse des göttlichenWollen« und Wirkens. Viel älter als diese, schon einen Grad von Bildungvoraussetzende Gotteserkenntniß durch die nachdenkende Vernunft, ist der Glaubean eine unmittelbare und besondere Offenbarung der Gottheit an die Menschendurch Worte und Werke. Alle Völker des Alterthums führen den Ursprung ihrerReligion, ja ihrer gesammten Bildung, auf einen Unterricht zurück, den ihreVorfahren von höhern Wesen gerade so erhielten, wie ein Kind den Unterricht sei-nes Vaters; und wer überhaupt zugibt, der Mensch bedürfe der Erziehung, der