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OUeus
Ohr
klein, träge, kaum zu fühlen, das Athmen träge, die Glicdmaßen kalt. Ge-wöhnlich geht dieser Zustand in kurzer Zeit vorüber und hinterläßt bloß das Ge-fühl von Schwäche, welche? sich nach und nach auch verliert, und er hat picht vielzu bedeuten, wenn er von vorübergehenden Veranlassungen herrührte. Wenn in-deß Jemand häufig ohne äußere Veranlassung in Ohnmacht fällt, so ist die?, schonnach Hippokrates's Ausspruch, gefährlich. Endlich wirkt die Ohnmacht in manchenFällen wohlthätig, indem sie Blutungen stillt und Schmerzen lindert, geht aberleicht in Scheintod und wirklichen Tod über. Daher sucht man die Ohnmachtimmer schnell zu vertreibe», und man bedient sich dazu der aufregenden oder süch-tig reizenden Mittel, z. B. der Naphthen, von denen man emigeTropfen nehmenläßt, wenn der Kranke schlinge» kann; sonst besprengt man das Gesicht mit eini-gen Tropfen kalten Wassers, reibt die Lrchläfe mit Essig, oder hält etwa« Stark-riechendes unter die Nase. Zu einer gründlichen Eur ist es aber nöthig, daß dieUrsachen berücksichtigt und entfernt, die Hauptkrankheiten gehoben oder die kränk-lichen Anlagen gehörig beseitigt werden. I!. I'.
Ohr, s. Gehör.
Ohrenbeichte, in der römischen Kirchd, das dem Priester im Beicht-stühle abzulegende geheime Bekenntniß der Sünden, die der Beichtende seit der letz-ten Beichte begangen hat. Der Beichtvater pflegt das Beichtkind noch über dienähern Umstände der eingestandenen Sünden auszuforschen, und nach Maßgabederselben sowol seine Ermahnung als auch die besonder» Büßungen einzurich-ten, die er ihm als eine Bedingung der Absolution (Sündenerlaß) auflegt. DerBeichtende darf keine grobe Sünde, deren er sich erinnern kann, verschweigen, da-gegen der Beichtvater zur unbedingten Geheimhaltung der ihm abgelegten Bekennt-nisse verpflichtet ist. Diese Verpflichtung heißt das Beichtgeheimnis oder Beicht-siegel. Die dabei zu ertheilende Absolution hat nach dem Lehrbegriffe der kathol.und der griech. Kirche sacramentalische Kraft. Da die heilige Schrift keine erweis-liche Bestimmung hierüber enthält, so fand der Gebrauch der Beichte vor deinAbendmahlSgenussc in den ältesten Christengemeinden nicht statt. Wer sich gro-ber Sünden schuldig gemacht hatte, legte vor der versammelten Gemeinde ein öf-fentliches Bekenntniß der Rene ab, welches gewöhnlich schriftlich aufgesetzt warund von dem Büßenden abgelesen wurde. Papst Leo der Große verwandelteum 450 diese öffentliche Beichte in eine geheime vordem Priester. Die protestanti-schen Kirchen haben die strenge Ohrenbeichte bekanntlich abgeschafft. (<2. Beich-te und Buße.) lr.
Ohrenklinge n (limiitus-m im»), die Täuschung des Gehörs, welchein der Wahrnehmung eines hohen Tons besteht, dem kein äußeres Object entspricht.Ist der Ton tief, so heißt der Zufall Ohrenbrausen oder Sausen vor den Ohren.Diese Erscheinungen sind für das Gehör, was der Schwindel für das Gesicht,daher, wie dieser, oft Vorboten schwerer Krankheiten, z. B. der eschlagflüffe und,der nervösen Übel. li. I'.
Ohrenzwang (,el.>I-ss,), der bisweilen sehr heftige und mit einer eignenUnruhe verbundene Schmerz, der in der Tiefe des Ohres empfunden wird. unddem manchmal eine Entzündung zum Grunde liegt. Erkältung, vorzüglich ört-liche des Ohres, Strophe!», Ansammlung von Feuchtigkeiten oder fremde Körperim Ohre, auch der Ausbruch des hintersten Backenzahns, verursachen ihn. Erist oft mit 'Ausfluß einer lymphatischen oder eiterarrigen Flüssigkeit, mit Ohren-brausen und schweren! Gehör verbunden. Man sucht ihn dadurch zu lindern, daßman milde Dinge in das Ohr bringt, z. B. Dämpfe von aromatischen Aufcüssen,lauwarme Milch oder (bei Entzündung) Blutegel anwendet, Zugpflaster m denNacken legt und die Ursachen hinwegräumt, wenn eö möglich ist. L ?.
Orle us, einer der Argonauten, s. Ajax.