Onoinaus
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Onyx
nen wir sie auch mit Ausdrücken, welche den Sinnen entsprechen. Die Spracheist hörbare Bezeichnung der Vorstellungen; sie hält also unwillkürlich die hörbarenEigenschaften der Gegenstände fest, und gibt dieselben mittelst articulirter Lautewieder, wie das erschütterte Ohr sie empfangen hat. Diese Wortbildung durchNachahmung des Lautes oder S challes der Gegenstände ist zugleich die natürlichste,die sich denken läßt, sowie der nachahmende Laut der verständlichste für die Mitthei-lung, indem er am leichtesten sich mit der Vorstellung des schallenden Körpers ver-bindet und sie in Andern erweckt. Hier gibt es aber einen doppelten,Fall, entwederwird unmittelbar nur der Laut oder Schall eines Dinges nachgeahmt, wie z. B.in den Worten: murmeln, rasseln, lispeln ic., oder ein Gegenstand wird nacheinem Schall oder Laut, den er verursacht, benannt, z. B. Blitz.. Im lehternFalle kann die tönende Eigenschaft des Gegenstandes auch nur Nebensache, oderzufällig veranlaßt worden sein, aber der Schall zog die Aufmerksamkeit auf denGegenstand, und er wurde daher immer so benannt, obgleich späte, hin der Ur-sprung des Namens vergessen ward. Die erster» Arten der Onomotopöie sind dieursprünglichen und nothwendigen, weil man sich bei ibnen an die reine Wahrneh-mung des Tons hält; die letztere ist die abgeleitete, aber fast »och ausgebreuetere.Die Onomatopdie ist daher ein wesentlicher Bestandtheil der Bildung aller Spra-chen; es läßt sich aber auch auü der verschiedenen Beschaffenheit des Gehörs unddem Verlöschen der Naturlaute in einer Sprache, durch allmälige Umbildung der-selben bei verschiedenen Generationen, erklären, nicht nur, warum die sprachenunter einander in solchen Namen (onom.itnpoeti-.'H oft so verschieden sind, sondernauch, warum wir in den einzelnen Sprachen so wenig Worte als solche erkennen.In Hinsicht des Letztem ist jedoch der Unterschied der Naturlaute und der articulir-ten Lame, niit welchen die Sprache nachahmt, nicht zu übersehen. l.
Onomaus, s. Hippodamia.
Ontologie, Wesenlchre, nannte man sonst denjenigen Theil der Meta-physik, welcher das Wesentliche des Dinges oder die Eigenschaften, ohne dieein Ding kein Ding sein würde, vollständig angibt und erweist. Was nur immeraus den, Begriffe des Dinges folgt, das wird hier angegeben, und was den noth-wendigen Prädicaten desselben nicht widerspricht, wird ihm als nothwendige Eigen-schaft beigelegt. Man handelt in ihr 1) von Dingen überhaupt, ihrer Möglichkeit,Wirklichkeit und Nothwendigkeit; 2) von Substanz und Accidens,.Ursache, Wir-kung und Wechselwirkung; 3) von Quantität und Qualität, Ähnlichkeit undGleichheit der Dinge; 4) vom Raum und der Zeit, und 5) von dem Einfachenund Zusammengesetzten. Es ist aber mit diesen Eigenschaften kein wirkliches Seinerkannt; die Ontologie ist also keine Erkenntniß realer Objecte. Seit der Um-wandlung, welche die Philosophie durch Kant erhielt, ist die ganze Ontologie,wie sie von den frühern dogmatischen Schulen aufgestellt wurde, zerfallen, und anderen Stelle eine Analytik unserer Begriffe und unsers ganzen Vorstellungsvermd-gens getreten. Diese Analytik wird von KantTranSfcendentalphilosophic genannt.(S. Metaphysik.) clü.
Ontologischer Beweis heißt der aus dem Begriffe Gottes, alsdes Seins schlechthin, geführte Beweis von dessen Dasein. Etwas diesem BeweiseÄhnliches findet nian schon bei dem Stoiker Kleanthes . Vorzüglich ist dieser Beweisausgebildet worden von Anselm von Eanterbury und Descarkes.
Onyx, ein Chalcedon , in welchem zwei oder mehre Fai benabänderungen ingeraden oder gebogenen, unter einander parallelen und scharf begrenzten Lagenwechseln. Die Onyxe werden zumal für Kameen benutzt und meist so geschnitten,daß eine lichte Lage das Erhabene der Figur ausmacht, die dunklere Lage aber zumGrunde dient. Schon bei den Römern stand dieser Stein in großem Werthe, undnoch jetzt werden schone Onyxe theuer bezahlt.