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Achter Band. O bis Q.
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68 Ophktkn Ophthalmiatrit

ner dargebracht werden muhte», gehörten zu den Naturaleinkünften der Priester, die»ur den ungenießbaren Theil derselben verbrannten. Diesen Vortheil verschafftensich auch die heidnischen Priester, die, wenngleich bei Juden und Heiden nur diePriester opfern dursten, an ihren Opsermahlzeiten die Geber Theil nehmenließe», wie von den Hekatomben (s. d.) der Griechen vor Troja an, bis zu denOpfergelagen, denen TheodosiuS im I. 392 mit dem ganzen heidnischen Cul-kus zugleich im röm. Reich ein Ende machte, hinlänglich bekannt ist. Die Hekatom-ben der Griechen und Reiner waren Brandopfer, ihre Libationen Trankopfer, undS peisopfer die Gaben, die sie in den Mysterien darbrachte». Die bereits von denPropheten des alten Bundes erkannte Wahrheit, daß der Mensch der Gottheit nichtsanbieten könne, was nicht schon a» und für sich ihr Eigenthum und ihre Gabe sei,machte das Christenthum dadurch geltend, daß es den heidnischen und jüdischen Opfer-dienst gänzlich abschaffte, und den Tod Jesu als die ein für alle Mal und immer gültigeGenugthuung für die Sünden der Menschen und als die letzte Erfüllung der altenOpferidee darstellte. Zugleich verwarf es den Eigennutz, der die,Gunst der Gottheitdurch Geschenke zu erkaufen, und den Leichtsinn, der sich damit bei ihr abzusindenmeinte, und federte von feinen Bekennern nur die moralischen Opfer derEntsagungvom Bösen und Eitel», der Aufwendung aller Kräfte und Güter für das Wohl derMenschen und die völlige Hingebung des Herzens an Gott . Ganz ließ sich jedochdie Vorstellung, daß man Gott auch sinnliche Gaben schuldig sei, bei den zumEhristenkhume bekehrten Völkern nicht ausrotten, da der Drang des GefühlsSvmbole jener Hingebung federte und anterntheils das Bedürfniß der Armen inder Gemeinde und Kirche zur Unterhaltung des Cultus und der Geistlichkeit ge-wisse, gleichsam Gott geweihte Abgaben iinmer nothwendig machte. Als solchesind die Oblationen (s. Oblaten) der ersten Christen zu betrachten. Sie wur-den, auch da die Leistung der Zehnten an die Geistlichen eingeführt war, beibehal-ten und ineistentheils in Geld verwandelt; mit ihnen stehen die Opfer der Offer-koria, welche nach einem noch jetzt fast bei allen christl. Religionsparteien beste-henden Gebrauche zu gewissen Zeiten für die Geistlichen auf den Altar gelegt wer-den (Opferpfennig w. genannt), in geschichtlichem Zusammenhange, ohnedoch aus irgend eine Weise z» den gottesdienstlichen Handlungen zu gehören. Da-gegen wird eine Haupthandlung des Cultus in der kathol. Kirche, die Blesse, nochjetzt das unblutige Opfer genannt, weil nach dem Lehrbegriffe dieser Kircheder Meßpriester durch Weihung des Brots und Weins den Leib und das BlutChristi im Sinne der jüdischen Sühnopfer gleichsam aufs neue opfert (Meß-opfe r). Bei den Heiden findet der Gebrauch goitcSdienstlicher Opfer auch in un-ser» Zeiten stakt; der Chinese weiht seinen Göttern Früchte, der Karaibe Taback,her Negerin Westindien Branntwein, und bei den wilden Inselbewohnern zeigensich immer noch Spuren von Menschenopfern. l.

Ophiten,Ophianer oder Schlangenbrüder, eine im 2. Jahrh, ent-standene gnostische Partei, die mit den Dalentinianern (s. Gnosis) dieAnnahmezwcierGrundwesen, die Aonenlehre und die damit verbundenen Theogonien gemein,übrigens aber das Eigne hatte, daßsiesich bei ihren gottesdienstlichen Mysterien einerlebendigen Schlange, als Bild der sinnlichen Grundlage im Menschen und derKlugheit, die es erzeugt (Sophia), bedienten. Die Ophiten küßten die Schlange,in der sie nach Anleitung des chaldäischen SchlangendiensteS die Verführerin derEva im Paradiese auf ähnliche Weise verehrten, wie feindliche Götter von den Hei-den angebetet wurden. Eine andre, aber sehr bestrittene Ansicht stellt Hammer vonder Bedeutung der Schlange und ihrer Verehrung bei den Ophiten (in denFund-gruben des Orients", 6. Dd., I.St.) auf.

Ophthalmiatrik, Augenheilkunde. Ophthalmie, dieAugen-entzündung (s. den folgenden Art.).