Band 
Achter Band. O bis Q.
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353
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Pentapla Pepe (Gabr. — Florest.—Guglielino—Vinc.) 353

von dem majestätischen Hexameter unterscheidet. Ovid sagt daher, daß Amor ihnfür seine Tändeleien geschaffen habe, indem er dem Hexameter 2 Sylben ge-raubt. Allein gebraucht, würde der Pentameter eintönig und ermüdend sein; erkommt daher nie anders als abwechselnd mit dem Hexameter vor, und zwar so,daß dieser ihm vorangeht. Das so aus Hexametern und Pentametern zusammen-gesetzte Versmaß nannten die Alten das elegische, und jede 2 Verse ei» Di-stichon. (S. d. und Elegie.) Bekannt ist Schiller'S Distichon auf den Hexa-meter und Pentameter. l)l.

Pentapla, Pentaglotte, eine Bibel in 5 Sprachen.

Pentathlon, s. Gymnasium.

Pentateuch, s. Hebräische Sprache und MoseS .

Penthesilea , s. Amazonen.

PentheuS , Enkel des Kadmos und als König von Theben dessen Nach-folger. Durch seine Widersetzlichkeit gegen die Einführung des BacchusdicnstcSzog er sich das traurige Schicksal zu, von den Bacchantinnen, worunter seine eigneMutter und seine Schwester waren, im tollen Wahnsinne getödtet und zerrissenzu werden.

Pepe. Drei Männer d. N. haben sich in der neuesten Geschichte Neapels bekanntgemacht. Gabriel P., ei» tapferer Ofsicier und guter Redner, Ober-ster und Mitglied des Parlaments währen- der Revolution, geb. 1781 zu Bojano in der Provinz Molise, stutirte die Rechte, als Neapel 1199 eine Republik wurde.Er diente unter den Fahnen der Freiheit, wurde geächtet, floh nach Frankreich ,focht in der ital. Legion, kehrte 1801 i» Folge des Friedens von Florenz zurück,nahm 1806 Dienste unter Joseph, kämpfte in Spanien und später in Murat'SHeer 1814 und 1815, wurde nach Ferdinands Wiederherstellung als Obersterbeibehalten und befehligte ein Regiment zu Syrakus, als die Revolution von Nea-pel 1820 ausbrach. Im Oct. trat er ins Parlament, wo er mit revolutionnairerHeftigkeit es durchsetzte, daß der General Florestan Pepe abgesetzt, und d.ssen mitPalermo geschlossener Vergleich verworfen wurde. Hartnäckig vertheidigte derfeurige P. die unveränderte Annahme der spanischen Constitution; er täuschte sichüber den Geist des Volks, das er nur nach sich beurtheilte, wie über die wahre Lagedes Ganzen. Als er aber eine Abtheilung desHeercS befehligen sollte, erkannte er,daß sein Tambourmajor, das Haupt einer Loge von Carbonari , mehr Ansetzn, be-saß als er selbst. Nach dem Sturze des Repräsentativsystems ward er an die Ostrei-cher ausgeliefert und kam 2 Jahre auf eine Festung in Mähren . In Freiheit ge-setzt, ging er nach Florenz , wo er jetzt, von den Täuschungen t,r Schwärmerei ge-heilt, den Wissenschaften lebt und durch s. Kenntniß der classischen Literatur sichauszeichnet. 1826 haue er mit dem Dichter A. de Lamartine, franz. LegationS -secretair zu Florenz, in Folge einer Stelle in dessen Gedichten, die sich auf Italien bezog, einen Zweikampf. — Florestan P., ein Ofsicier von vielem Talent,Ritter der Ehrenlegion , gewesener neapol. Generallieut., geb. 1180 zu Sguillccein Calabrien, stutirte in der Kriegsschule zu Neapel und ward Lieutenant, als dieFranzosen Neapel 1199 in eine Republik verwandelten. Auch er trat unter dieFahne der Freiheit, flüchtete sich dann nach Frankreich , diente in der ital. Legionund kehrte, in Folge des Friedens von Florenz 1801, nach Calabichp, zurück. 3)sN1806 — 9 diente er dem Könige Joseph, zeichnete sich 1810 und 1811 , alsChef des Generalstabes der neapol. Division, bc, dem franz. Heere in Catalonicnaus, wurde Brigadegeneral und führte im Oct. 1812 eine neapol. Division nachDanzig. Dann deckte er mit neapol. Reiterei den Rückzug Napoleons von Osz-miana nach Wilna und schloß sich, verwundet und krank, mit dem Neste der Trup-pen in Danzig ei». Später von Alexander aus der Gefangenschaft entlassen,dämpfte er, auf Murat'S Befehl, einen Aufstand in den Abruzzen, focht 181»

Cvnversali-ns-Lexicon. Bd. VU1.