krönte 4 Arbeiten von ihm (über schneidende Instrument», namentlich über Jnci-sionsscheeren; über die Instrumente zur Ausziehung fremder Körper; über Bi-stouris; über Cauterien) und ernannte ihn zu ihrem rczmieole, indem
sie ihn zugleich bat, künftig von der Bewerbung um ihre Preise abzustehen. Außers. Theilnahme an mehren Medicinischen Zeitschriften und s. (meist in Verbindungmit s. Neffen Laurent ausgearbeiteten) Artikeln für das große „Uwtioiiiuiirv ,le;.-»ueucen inreliai,!('>," hat man von ihm „tdniual ilu >,-bi I NI gärn tl'ueuiec"(Paris 1792, 12., mitFig.); „I'gi,>t>->äiu>« , :In,, Ii^iaulu znutigue" (Parisl'ltzl); „lflo^,- >,i-il>>lig»>- >le 8ä>,ati>;>" (Paris 1812); „bln^e liiütviiguvdünua« l'äM" (Paris 1812) u. a. m. Seine „Geschichte der Feldheilkunde"»die Frucht vieler Jahre, wurde als Mscpt. im Felde durch einen Zufall zum Ein-packen genommen und ging dadurch verloren. 18.
Perdikkas , der Name mehrer Könige von Macedonien; dann der be-rühmteste Feldherr Alexanders, ein vornehmer Macedonier, der ihn auf s. Zügennach Asien begleitete und sein Vertrauen vor allen Andern hatte. Ihm übergabAlexander sterbend s. Eiegelring, das Symbol der konigl. Gewalt, und schien ihndadurch zu s. Nachfolger zu bestimmen. Auch besaß P. Ehrgeiz genug, um dieseWürde zu wünsche»; dennoch bewirkten die Gegner und Nebenbuhler, daß er bloßzu einem der Vormünder des Thronerben gewählt wurde. Indeß wußte er es balddahin zu bringen, daß er den nächsten Platz nach dem Könige behauptete; alser aber höher strebte und eben im Begriff war, seinen Nebenbuhler Ptolemäus zubekämpfen, entstanden Meutereien in s. eignen Heere, die zum Theil fein Übermutherzeugt hatte. Er, wurde im dritten Jahre, nachdem er zum Vormund ernanntworden war, in Ägypten von s. Kriegern ermordet, 32 l v. Chr.
P eregrin » s P r o t e u s, ein berüchtigter Echwärmer in der erstenHälfte des 2. Jahrh, nach Chr., aus Parium in Mosten geb. Nach vielen Aus-schweifungen mußte er, weil man ihm die Erdrosselung s. Vaters Schuld gab,fluchtig werden. Er ging nach Palästina, nahm das Christenthum an und erwarbsieh durch s. schwärmerischen Eifer, der ihn auch ins Gefängniß brachte, den Na-men eines Märtyrers. Von allen Ersten erhielt er Unterstützung und Theilnahme,bis der Prüftet von Eyrien ihn wieder in Freiheit setzte. Nun begann er aufs ssöeues. Wanderungen, ward wegen s. Verworfenheit von der Gemeinschaft der Christenausgeschlossen und versank in die niedrigsten Ausschweifungen. Allgemein verab-scheut, wollte er wenigstens durch eine außerordentliche Handlung enden. Demnachmachte er bekannt, daß er sich bei den olvmpischen Spielen freiwillig verbrennenwerde: ein Entschluß, den er 188 nach Chr. vor einer ungeheuern Menschenmen-ge ausgeführt haben soll. Für uns hat dieser cynische und christliche Schwärmerdurch Wieland's Roman ein erneutes Interesse erhalten.
Pergament, ein gegerbtes, mit Kalk gebeiztes und auf besondere Weisezubereitetes Hammel--, Kalb -., Ziegen-, Esels- oder Schweinsftll, nach der StadtPergamuS genannt. Echo» zu Davids Zeiten hatten 1>ie Israeliten aufgerollteBücher von Thierhäuien, und Herodot erzählt, daß die Ionier in den ältesten Zei-ten auf ungegerbte Hammel- oder Ziegenftlle schrieben, von denen bloß die Haareabgeschabt waren. In der Folge wurden dieselbe» durch Erhaben und Reibenmit Kalk zu Blätter» bereitet. Ptolemäus Philadelphus konnte die Feinheit desPergaments nicht genug bewundern, auf welches die Abschrift der Bibel geschriebenwar, die ihm der Hohepriester Eleazar zuschickte. Dies Alles beweist, daß dasPergament nicht in PergamuS erfunden, sondern daselbst nur verbessert und in sogroßer Menge verfertigt wurde, daß es den vorzüglichsten Handelszweig dieserE'adt ausmachte. Anfangs war das Pergament gelb; in Rom lernte man esweiß machen; nachher gab man ihm auch die violette oder Purpurfarbe auf bei-den Seiten. Jetzt weiß man dem Pergamente alle Farben zu geben und auch ei»