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Achter Band. O bis Q.
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Perftus

hinsichtlich des Mechanischen, in hoher Vollendung, und keine Gegend der Erde,Ägypten vielleicht ausgenommen, hat solches Mauerwerk aufzuzeigen, als dieTrümmer von Persepolis ; der Charakter dieser Baukunst ist jedoch dem ägyptischendurchaus entgegengesetzt. Ebenso viel mechanischer Fleiß und ängstliche Vollen-dung zeigt sich in den verzierenden Bildwerken. Die Zuschriften auf diesen Denk-mäler» sind in einer dreifachen Sprache, welche man unter dem allgemeinen Na-men Keilschrift (s. d.) begreift, und auch in dreierlei Sprache» verfaßt. Dieälteste Schrift, ohne Zweifel Buchstabenschrift, ist nach der übereinstimmendenMeinung aller Erklärer in der Zendsprache, der heiligen Sprache der Magier; dieSchriftzeichen der zweiten Art scheinen der Pehlvisprache zu gehören, und die drit-ten sind vielleicht assyrisch oder babylonisch. Grotefenk und Liechtenstein habe» sichum die Erklärung dieser Schriftzeichen besonders Verdient gemacht. Genauere(lithogr.) Zeichnungen von Persepolis als die des Cap. Keppek, und Nachrichtenvon neuentdeckken Basreliefs daselbst gibt Zam. Edw. Alexander in s. alskr«,» iixli.i t» lmAlaull, lliiouzgli lleisin, Asia ininor ein. 1825 — 26" (Lon-don 1827, 4.).

PerseuS, Sohn der Dana6 (vgl. d.) und des Zeus . Polydcktes, Königvon Seriphos , einer Znsel des Archipelagus, der ihn mir (Mutter aufgenommen,wünschte bald, den jungen, nach Abenteuern verlangenden Helden von sich zu ent-fernen. Er gab vor, uni des Onomaus Tochter zu werben, und begehrte von seinenversammelten Freunden einen Beitrag an Pferden zum Brautschatze. P. versprach,wenn eü verlangt würde, selbst das Haupt der Gorgo (Medusa ) zu liefern, undPolydektcS nahm ihn beim Worte. Jenseits des Oceans, hart an der Grenze derNacht, wohnte das furchtbare, schlangenhaarige, mit Schlangen gegürtete Ge-schlecht der Gorgonen, von denen nur Eine, Medusa , sterblich war. Von Mercurund Minerva geleitet, begab sich P. zuerst zu den 3 Gräen, an die westlichen Kü-sten des Oceans, welche gemeiniglich nur Ein Auge und Einen Zahn hatten, be-mächtigte sich der letzter» und versprach die Zurückgabe nur unter der Bedingung,daß sie ihn zu den Nymphen brächten, in deren Verwahrung die Geräthschafkenwaren, deren er zu s. Unternehmen bedurfte: die geflügelten Sohlen, der Beutelund des AidcS unsichtbarmachender Helm. Sie gingen die Bedingung ein, er-hielten Zahn und Auge wieder, und P. von den Nomphen, was er begehrte.Nach Andern rüsteten ihn Mercur und Vulcan aus. Von Ersten» und Minerva begleitet, gelangte er zu den Gorgonen, die er schlafend fand. Er stellte sich ab-wärts gekehrt vor die Schrecklichen, deren Anblick in Stein verwandelte, sah in demehernen Schild, erblickte durch diesen das Haupt der Medusa und hieb eS ihr ab,worauf aus ihrem Blute Pegasus und Chrysaor hervorsprangen. Darauf steckteer das Haupt schnell in den Beutel und rettete sich vor den verfolgenden Schwe-stern durch des AideS Helm. Auf des Mercurs Flügclsohlen schwebte er jetzt,Abenteuer suchend, über die Länder hin. Er kam zum Könige Atlas, dem dasOrakel verkündigt hakte, er werde die goldene» Äpfel seines Gartens durch einenSehn des Zeus verlieren; und als ihm dieser deßhalb die Rechte der Gastfreund-schaft versagte, verwandelte er ihn durch die versteinernde Kraft des Medusen-haupteS in einen himmeltragenden Felsen. Hieraus befreite er die Andro-meda (f. d.). Mit ihr zeugte er den Perses, welchen er bei s. Großvater Cepheuszurückließ, als er mit Andromeda nach Seriphos zurückkehrte. Hier fand er s.Mutter an dem Altare der Minerva , wohin sie sich mit seinem Pflegevater Diktys,wegen des PolydekteS Gewaltthätigkeit, geflüchtet hatte. Er versteinerte diesennebst s. Helfern, und nachdem er hierauf den Diktys zum Könige von Seriphos eingesetzt, gab er die Flügelsohlen, den Beutel und Hell» dem Hermes zurück, dasHaupt der Gorgo aber der Athene , die es in die Mitte des Schildes setzte, oder(n. A.) an ihrem Brustharnische befestigte. Dann ging er mit Danaö und An-