Band 
Achter Band. O bis Q.
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PorttiAksitch« Sprache uvd Literatur ?4S

Cost»«ad Antonio DinizdaTyuz-e-Siilva (von ihm sind nach seinemT«deerschie-nen: „t)br«»«!toe", >LiAb. 1807» die Nachahmungen engl. Dichter enthalten,und „Ocle» pincknrio»« P»8tliuins8 «1e tilpin« d>»>i><,crik,,c»^, Coimbra 1801),ferner Almen», der Übersetzer der ersten 4 Bücher der Ovidischen Metamorphosenin portllg. Verse (f. ,,?o«ü>>»» «le eVlme»«», publioslla« pt>r kApino llai ieiise",Lissab. 1805), Francisco Manoel, geb. 1734, lebte seit ^7 78-, wo er von Lissa-bon au« der Gewalt der Inquisition sich rettete, in Paris , «vo f. lyrischen Gedichte1808 erschienen sind, und wo er 1819 starb, u. A. m. Einer der furchtbarstenund beliebtesten war Manoel Maria de Barbosa tu Bvcage, der 1805 im Hospi-tale zu Lissabon starb. Don s. »,ki«n»«" erschien zu Lissabon 1800 eine 2. Ausg.in S Bdn. (der 3. 1804, u. d. T.: „?»««>->»", der Gräfin v. Oyenhausen ge-widmet). Diese Dame, eine T. des Marquis v. Alorno, hat Wieland's „Oberen"glücklich in« Portugiesische (im Manuscript ) überseht. Ein Urtheil über Bvcagesteht in Link s „Reise" (2. Bd.). Ein geistreicher Portugiese, Abbe Calda«,beurtheilt ihn aber nicht so günstig. Er setzt Gareao hoch über ihn, demCamoenSzunächst. Unter den noch lebenden Dichtern werden Jose Monteiro da Rocha undMozinho d'Alduquerque geschätzt. Übrigens gibt es unter den Portugiesen mehretrefflich« Improvisatoren. Mit der portug. Poesie macht uns der in Paris gedruckteUuiiuiiio" näher bekannt. Seit 1827 erscheint in Paris eine pvrtug.Aeitschrist: ,,!ioe»« Animo« «1a« »eie»«>-<5 e «lu« al ter", worin man FragM.eines großen portug. Gedichts, das noch Manuscript ist, findet: „krai»---, uuL OvttguUi» clo Aixarve 81»,,«»", dessen Vers. mit Wieland, und das GedichtMit „Obrron" verglichen wird.

Auch in den übrigen Kunstformen haben die Portugiesen sich versucht, doch inkeiner so sich ausgezeichnet als in der Musik, in der Schauspiel- und Tanzkunst.Vorzüglich hat der Minister der auswärt. Angeleg., Anton, de Araujo Azevedo,einer der gebildetsten Staatsmänner, den Anbau der Künste in Portugal befördert.Die Malerakademie, welche der König kurz vor seiner Abreise nach Brasilien unter der Leitung des Malers Iosä da Cunha Taborda stiftete, ward durch diefranz. Besetzung Lissabons aufgehoben. Auf Kosten der Regierung haben sich inItalien gebildet: die Maler Sequeira, Vieira, Taborda, Foschini u. A.; alsKupferstecher Queiroz, ein Schüler Bartolozzi's, und Rivara. In der Musikkommt der Portugiese dem Italiener nahe; bekannt sind Portogallo und Bon-tempo. In dem theatralischen Tanze steht er nicht sehr tief unter dem Franzvsen.Für die Schauspielkunst und Gesang hat er ebenso viel Talent alsNeiaung; dochhat sich dies erst entwickelt, seit weibliche Rollen aus den Bühnen nicht mehr vonverkleideten Männern dargestellt werden. Über einzelne Künstler s.Ruder's „Reisedurch Portugal ", von Gerten (Berl. 1808), und Murphy'S „Übers. des portug.Staatö", von Sprengel <1782). An Anstalten von Sammlungen für Kunstund Wissenschaft, sowie an gelehrten Vereinen, fehlt eö in Lissabon und Coimdranicht. Das vom Grafen Hoffmannsegg geordnete natnrhist. Cabinet desGeueral-consuls der Hansestädte in Lissabon , des Hrn. A. F. Luidenberg, ist ausgezeichnetdurch Reichthum und Seltenheit der Exemplare. Auch in Brasilien , wo vieletalentvolle Männer von Charakter leben, dämmert ein neuer schöner Tag für dieportug. Sprache und Literatur auf. Die jetzt hergestellte Preßfrecheit wird «ruf dieCultur in beiden Ländern noch mehr einwirken. In Lissabon selbst war 1805 dieCensur in der dritten und letzte» Instanz bei dei'5le«,a ,io Dereiudiiij;» ckn L.ve>,und größtemheils abhängig von dem Urtheil eines in portug. Dienst« getretenendeutschen Gelehrten, der Gelehrsamkeit mir Welt und Philosophie glücklich zu ver-einigen weiß, drs Obersten Müller. Es gab in Portugal keinen Katalog verbote-ner Bücher, und der Buchhandel, besonders mit franz. und engl. Werken, warschon damals in Lissabon und Oportv viel bedeutender als in Madrid . Überhaupt