Impfanstalt, 12 Krankenhaus«-, von denen das größte, allgemeine, jäh"l. 13 —1,700 Kranke aufnimmt, ohne daß bei ihm, oder in den andern, die Religion einenUnterschied macht, ein Irren-, und ein GebärhauS rc. Arme werden thei's durchmehre Vereine unterstützt, theils in einigen Häusern untergehracht, genährt geklei-det. Für Witwen und Waisen finden sich gleichfalls 10 öffeml, Institute und Pr -vakvereine, die oft einen befand rn Zw-ck verfolgen,z. B. die Erziehung von Blinden,Taubstummen. Der Handel von Prag ist, insofern es als die Niederlage von allenErzeugnissen des Landes gilt, bedeutend. EineAciiengeselltchaftinPrag legt s it 1828eine Eisenbahn zivilen,Pilsen und Prag an. Drag selbst hat viele Leinwand.undCaktundruckereien,' Salpeter-, Handschuh-, Tichorien (st) und andre Fabriken.Indessen werden die 3 .Iahj niärkte nicht von Ausländern besucht. Die Gewerbeund Handwerke sind theils zünftig, theils frei. Berühmt sind die Schlachten,welche Friedrich von der Pchlz 8 Nov. 1620 auf dein weife» Berge, auf d in westl.Ufer, un' Friedrich I st auf dem östl, Ufer der Moldau K. Mai N54 li ferie. Wennjene durch die entschiedenste Niederlage des Kurfürsten endete, so drohte di,se derStadt sechs? den Untergang durch Beschießen und Hunqersnoth, und nur der Tagvon Collin rettete die darin eingeschlossenen 10,000 östreich. Truppen. S. Grie-sel's „Neuestes Gemälde von P>ag" (1823), Iütkner'S „Großen Grundriß vonPrag " (herausgeg. von, böbm. Nationalmufeum), und die „Malerische Darstel-lung von Prag und feinen Umgebungen" (15 Bl-, gr. O.uerfol., nebst Tept), v.dAorstadt (Prag 1828H
Praga, befestigte Stadt im Königreich Polen (Woiwodschaft MasovieD,auf dem rechten Weichselnser, Warschau gegenüber, als dessen Vorstadt sie z, wei-len angesehen wird. S.e ist m:t Warschau dchrch eine Schiffbrücke verbunden undenthalt in 883 Häusern 3080 Einw. An der) Namen Praga knüpft sich die Er-innerung an Polens blutigen Untergang. Als Kosciuszko ixn 10. Oct. Nbl beiNiaischiewicz, 12 Meilen von Warschau , geschlagen und gefan ,en worden war,zog i-ouworoff gegen Praga, den Waffenplatz und das letzte Bsllwerk der Polen ,die, 20,000 M. stark, worunter 5000 Reiterei und einige 1000 Senlenrrägernebst 48 Kanonen, unter Mokranowski zum Theil in wilder Flucht Och hmeinge-woifen hatten. Mafranowski nahm seine Entlassung, und Zasoiiczek erhielt denOberbefehl über tie mmimhr 80,000 M. starke Besatzung, die ein beftstigteS La-ger vor Praga inn,haue. Die Russen lagerten sich bei Kobylka, und Suworofftraf Einstallen zun> Sturm. Ein poln. Ärajor, Namens Müller, ward ins russi-sche Lager geschickt, um dein verwundeten Kosciuszko ärztliche Hülfe zu bringen.Diesem ließ Luworpff die furchtbaren Anstalten zeigen. Es thue ihn, leid, fügteer hinzu, daß die Polen durch vergeblichen Widerstand sich unglücklich machten.Nähmen sie die Amnestie an, so sollten sie frei sein, außerdem würden sie alle überdie Klinge springen. Den 2. Nov. istckien die Russen in 5 Massen gegen Pragavor und errichteten in der Nacht 3 Banenen, unter deren Feuer am 3. Nov, Su-woroff die Verschärfungen erspähte. Die Polen glaubten, der Feind wolle Pragalegelmäßig belagern; aber ani Morgen des 4. Nov. um 3 Uhr brachen d e Russeni,i 1 Colonnen auf. Ein tiefes Schweigen herrschte, als sie gegen die ftindlichenVerschanznngen im Halbcirke! anruckten, bis um 5 Uhr, wo der Obers ldherrdurch eine Räkele das Zeichen zum Angrisse gab. Jetzt rollte ein schrecklicher Hur-rohruf durch alle Linien hm. Die beiden ersten Colonnen drangen unter dein ge-kreuzten Karkätschenftuer der feindl chen Batterien über den Graben und die Brust-wehr, warfen die feindliche Reicht ei zurück, sprengten 1060 M. in die Weichsel ,stürzten den übrigen nach in die Statt, und, uilerstützt von der 5. Eoloune, dievon einer andern Seile eingedrungen war, schnitten sie den Feind von der Brückeab und machten nach einem furchtbaren Blutbade 2600 Gefangene. Die 3. und4. Eolonne erstiegen e nen Sandhügcl und drangen über eine Isachc Linie von