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Pyrenaischer Friede
und wo sich Gletscher, Eisthäler und Schneeberge finden. Die höchste Spitze bildetder 10,122 pariserF. hohe östliche Granitpik laMaladetta (oderPic d'Amelthou).In der Mitte der Pyrenäen, auf der nördl. Grenze von Aragonien, oder zu Frank-reich gehörig, liegt der 10,518 F. hohe Montperdu. Die übrigen höchsten Spitzenauf der franz. Seite sind: der Vigne male (10,332 F.), der Marbore (9918 F.),der Pic du midi (9036 F.) und der Canigou (8040 F.). Auf der span. Seite istder Mouffet die höchste Spitze, nach Einigen 0016, nach A. 1518, auch 8461 F.hoch. Berühmt ist der 3931 F. hohe Montserrat, in Catalonien , mit seinem Benr-diclinerkloster und den dazu gehörigen 13 Einsiedeleien. Die schönste Zierte desPyrenäischen Gebirges ist das Cainpanerthal. Mehr als 100 gangbare Wege überdas Gebirge verbinden beide Reiche, doch sind nur 1 für Wagen und Kanonen fahr-bar. Die Hauptstraße geht von St.-Zean de Luz über die Bidaffoa nach Vittoria;der Weg von St,--Pala>S nach Navarra ist nur für Maulthiere gangbar und höchstbeschwerlich; ein andrer Weg führt von Perpignan und Boulon nach Iunqueraund Gerona , er ist der gebahnteste von allen. Ein dritter geht vonSt.-Jean Piedde Port noch Pampelona. Die Rolandspforte von Bielsa nach Bareges ist be-schwerlich und wird meistens nur von Schleichhändlern benutzt. Zweige der Pyre-näen senken sich nach dem Ebro; nach Frankreich hin haben sie bloß niedrige Ver-berge, meistens Berge dritter Bildung, die aus Kalkstein bestehen und auf ihrenGipfeln Wald , an den Seiten Reben tragen. In den Pyrenäen werden 20 Quel-len zu Bädern benutzt; darunter die zu BagnäreS di Bigorre (bei den Römern vi-el,.-, äg»,-»si»), Bar, ges u. a. In den Niederpyrenäen wohnen Basken. 1830schlug man vor, durch einen silan.vl üer l(>,das aguitanische Meer mit demMitielländ. oder dem von Ludwig X t V. (seit 1660) unternommenen Oanal clu mistizu verbinden, da der Lauf der Garonne dieser Verbindung hinderlich ist. AußerCordier's, Bital's, Rcboul's Schriften vgl. man Ramon's „OOrerv. 8»r I«, l^-röuei'G (1189); , ^aitlu" (1801); Wilh. von Lüdemann's
„Züge durch die Pyrenäen " (Berl. 1825); Melling'S ,, pittore-gu« cisn,
le.-i p^rön. liaur." (12. Lief., Paris 1825); und Labouliniere'ö „Vor. cleicriptike-t p^><»l-5g. Ür8 l.-.utes l'vrön. l>!,»e." (3Boe., m.Kpftn.). I. v. Charpentier's Schrift: „8ur In uon-itilutio» ^eoAiiostiifiie <l«8 ti^,läiiäe-i" (Paris 1823), er-hielt den Preis der pariser Akad. d. Wissensch. Das Ganze umfaßt Arbancke's ,>1's-btea» ,Ir8 I!,(2 Bde., Paris 1828).
Pyrenäischer Friede, geschloffen zwischen Frankreich und Spanien von den beiden ersten Sta«tsmin>stern, Mazarin und D. Louis de Haro, auf derFasancninsel im Bidaffoaflusse auf der Grenze beider «Staaten d. 1. 3rov. 1659.Nach dem westfäl. Frieden 1648 dauerte der Krieg zwischen Frankreich und Spa-nien fort, welcher 1036 s. Anfang genommen hatte. Frankreich verband sich mit Eng-land 1651, nachdem hier Cromwell bereits 1655 den Krieg an Spanien erklärt hatt»,und eroberte in den span. Niederlanden mehre feste Plätze; zugleich erlitt Spanien zur See und in Amerika Verluste; Portugal war 1040 abgefallen, Catalonien imAusstand, Andalusien zum Abfalle geneigt, und in Italien griffSavoyen die span.Lombardei an. Also entschloß sich Philipp > 1., König v. Spanien , jenen Friedeneinzugehen, der das Übergewicht der Macht Ludwigs X i >. Ivfestigte. Spanien tratnämlich an Frankreich ab: Rouffistou mit der festen Hauprst. Perpignan , Coisiansund einen Theil der Cerdagne, sodaß die Pyrenäen seitdem beide Reute nennen; indeiiNiederlanden: Artoio und Theile vvnFlanb.rn, He»negau undLupemburg, mitden festen Plätzen Arras, Heodiu, Grat'elmes, Landrecy , le O.uesiioy, Lhiönville,Montmety, Man, nburg, Phiüppeville u. a. (Die beiden letztgenannten Festungenmußten 1815 vonFraukre-ch an dusKönigreich de>Z-iederland«abgetreten tverden.)Frankreich versprach, Portugal nicht zu unterstützen. Der Prinz v. Corid« und dirHerzöge v. Lothringen, Savoyen und Mvdena und derFürst v. Monaco wurden (dir