(Wien 1824, neue A. 1827). Im Febr. 1827 erhielt P. vom Kaiserder ^ digte ErzbiSthum Erlau und die damit verbundene Erbvbergespannswürde^ >yeveser Gespannschaft. Dieser würdige Prälat hat in seinem, großen Wir-i^breise Unterricht und Erziehung, Kirchenzucht und die Entwickelung ausgs»^Neter Talente, vorzüglich unter den jungen Geistlichen, eifrig befördert.. 84.Pyrmont, fürstl. waldeckische Grafschaft, zwischen dem Fürstenthumehj^^tDetmold, dem preuß. Regierungsbezirke Minden und der hanöverschen Pro-^ »Kalenberg, 3 Stunden von der Weser gelegen, ist ein gebirgiges, von der§ 0 ^"'durchstossenes Ländchen, welches If sIZN., eine Stadt, 10 Dörfer undgrößtentheils lutherische Einw. enthält, die sich mit Ackerbau und Vieh-e^ beschäftigen. Diese Grafschaft bringt dem Landesherr« jährl. 55,000 Thlr.jg ' ^ozu der Mincralbrunnen allein 12,000 Thlr. beitragt. Auch ein Salzwerkdy fanden. Der Hauptort, Neustadt Pyrmont, eine wohlgebaute, offene StadtftrS 0 H> und 2500 Einw., liegt am ndrdl. Ende eines romantischen Thales, an"uuer. Die auf beiden Seiten von hohen Linden beschattete Hauptstraße führtAllee und den Mineralquellen, wegen welcher der Ort jährl.von mehr als»x "Badegästen besucht wird. DieHauptquelle, in derVorzeit der heilige BrunnenUrin ^ dem obern Ende der großen Allee, quillt srysiallhell in einem zierlicheneckigen Hause. Ihr Wasser hat eine berauschei.se Kraft und einen geistigen,"wichen, erquickenden Geschmack. In Hinsie,«t auf seine Stärke und Wohftbeko Eü für den menschl. Körper behauptet es schon iele Jahrh, hindurch vor allenLh^cken Stahlwassern den Vorzug. Es friert m-wals zu, und jährl. werden an«Öl) Flaschen nach allen Weltthcilen verschickt,.wodurch eö sehr wenig von sei-itz^^li>cht:gen Bestandtheilen verliert. Nahe dabei entspringt der Brodelbrunnen,^ cher diesen Namen von dem starken Geräusche hat, mit welchem er hervorquillt.sI" Wasser ist nicht ganz klar und. wird bloß zum Baden gebraucht. Die übrigen«bielt " imd der Augenbrunnen, der kleine Badebrunnen, der Säuerling, die Salz-b, welche zu einem Salzwerke benutzt wird, und der mineralische Salzbrunnen,^oße, 5 gg Schritte lange, 40 breite und mit 4 Reihemhvher LindenbäumeZa fle Allee verbindet das Brunnenhaus perspectivisch mit einem Springbrunnen,^alw E" Seiten sind das Schauspielhaus, das CaffeehauS, der große und kleineverschiedene andre Gebäude und eine große Zahl von Buden mit Galan-kgg Maaren. Diese Allee ist der Versammlungsplatz der Cürgäste. In der Nähe istger, ^ Badehaus, welches 140 geschmackvoll eingerichtete Gemächer und schöneBäder enthält, wo man in Marmor, Zinn, Fayence oder Holz badet,i,,^ ^09 ist bei der Saline noch ein Badehaus erbaut worden, zur Benutzung derdgg Äschen Salzquellen. — Ein paar hundert Schritte von der großen Allee liegtLi„tz Ehloß Pyrmont, seit 1800 die Residenz des Fürsten . Es ist mit einem mitapf s ^pflanzten Walle und einem Graben umgeben. Der sogen. PulverthurmüberWalle ist in einen schönen Salon, welcher mittelst einer fliegenden BrückeSchloßgraben mit einem engl. Bosket zusammenhängt» verwandelt Wör-ter Königsberg erinnert an Friedrich il., König von Preußen, welcher
s' Aufenthalts in Pyrmont dort, den Brunnen zu trinken pflegte. Im.ehrwürdiger Eichen hat man ihm ein marmornes Denkmal errichtet. DieI^le jn einem Steinbruche besteht aus einer im O.uadrat 6 Fuß großen, 10gewölbten Grotte. Der aus dem Boden hervorkommende erstickendeßw " kohlensaures Gas) steht gewöhnlich 2 bis 3 Fuß hoch darin. Ä. i gro»bjx aber, bei östlicher Luft, bei schönem, Hellem Wetter füllt er bisweilen
^ube an. Alsdann empfindet man in derselben Angst, Beklemmung,i>tt ^'"del, und muß sich schnell zurückziehe», wenn man nicht augenblicklich leblosfinken will. Bisweilen findet man in der Vorhalle der Dunsthöhl« todteVögel, Hasen u. a. Thiere. Das brennende Licht erlischt, sobald man sich
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