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PythagoraS
hatt». Unterdessen lockten Ihn die Unruhen in SyrakuS nach Sicilien. Aber ohnes. «iteln Eroberungsplane ausgeführt zu haben, kehrte er nach Italien zurück, undnachdem er hier von den Römern, die sich an seine Art zu kriegen gewöhnt hatten,LeiBeneventiim geschlagen worden war, sah er sich genöthigt, unverrichteker Sachenach Griechenland zurückzugehen, wo endlich ein Wurfspieß bei der Belagerung vonArgos s. unruhigen Leben (212 v. Chr.) ein Ente machte. Bon diesem Könige ha-,ben die Römer einen großen Theil jener Kriegskunst erlernt, welche sie nachmalsehren Feinden so furchtbar machte. (S. Fabricius.)
Pythagoras , ein Weiser des griech. Alterthums, der Stifter der ital.Schule. Nach der gewöhnliche» Meinung war er aus Samos geb. Sein Vater,Mnesarchus, war ei» Kaufmann, wahischeinlich aus Tyrus oder sonst einer phöni-zischen Stadt, welcher nach Samos hantelte. Hier erhielt er das Bürgerrecht undließ sich mit s. Familie nieder. Das Geburtsjahr des P. ist ungewiß, wahrscheinlichZwischen 581 und 586 v. Chr. Seine Geschichte ist mit vielen Fabeln angefüllt.P. empfing s. ersten Unicrricht von Kreophilus in s. Vaterstadt. Dann begab er sichnach der Insel Scyrus und war einschulen des Pherecvdes bis zu dessen Tode;A. wollen ihn auch zu einem Schüler des Thales machen. Iamblich erzählt, daßP. auf s. Reist nach Ägvpten einige Zeit in Phönizien im Umgänge mit des Mo-schus Nachfolgern u. a. Priestern des Landes verweilte, von denen er in ihre be-sondern Mysterien eingeweiht worden sei, und daß er verschied. Theile Syrien« bereisthab«, uni ihre wichtigsten heiligen Gebräuche und Lehren kennen zu lernen. Dochkst diese Angabe mit vielen fabelhaften Umständen verbunden. P. soll von Poly-kratc«, Tyrannen von Samos, an den ägyptischen König Amasis empfohlen wor-den sein. In Ägypten wurde er wahrscheinlich in die Mysterien der Priester einge-weiht und mit der ägvptischen Gelehrsamkeit in ihrem ganzen Umfange vertraut.Don Ägypten soll er sich in den Orient begeben und sowol die persischen und chal-däischen Magier als die indischen Gymnosophisten besucht hab ». Nach s. Rück-kehr eröffnete P. auf Samos eine Schule, worin er nach dem Muster der Ägyp-ter s. Lehren in einer symbolischen Foiin vortrug. Die Sage erzählt noch, er seinach Delos gereist und habe von der Pneflenn moralische Lehrsätze erhalten, welcheer s. Schülern u. d. N. göttlicher Vorschiff'»-» mittheilte. Auch habe er Kreta be-sucht, wo die Priester derCybele ihn in dx Höhle des Ida führten, in welcher Ju-piter gewiegt worden, und wo man das sogen. Grab desselben zeigte. Hier sei er mit Epi-inenides zusammengetroffen, der sich te« Umgangs mir Göttern und der Gabe derWeissagung rühmte,und denP. m die heil.Mysterien der Griechen eingeweiht habe.Von Kreta sei er nach Sparta und Elis und von da weiter nach Phlius gereist, woer, vom Könige Leon nach s.Geschäften bes agt, sich einen Philosophen oder Freundder Weisheit genannt habe, indem er erklärte, daß der Name eines Weisen (S ophos)nur der Gottheit zukomme. Mit vermehrtem Wissen sei er in s. Heimath zurückge-kehrt, wo er nun mit glücklichem Erfolge eine philosophische Schule gestiftet habe.Seine Lehren schienen göttliche Orakelsprüche, und das heilige Dunkel, worein er-ste zu hüllen wußte, zog eine Menge von Schülern an. Dennoch faßte er den Ent-schluß, Samos zu verlasse», entweder UNI den ihm angetragenen Staatsämkern oderuni der Tyrannei dos Polykrares zu entgehen. Er begab sich »ach Großgriechenland .Hier lanbeie er zu Kroion, dessen Einw. durch die Verderbtheil ihrer Litten berüch-ligt waren. Aus allen Sagen geht hervor, daß er 'Ansprüche auf übernatürlicheKräfte machte und als ein außerordentlicher Mann Leute aus allen Volksclassen umsich versammelte. Die guten Wirkungen s. Einflusses wurden bald sichtbar. Nüch-ternheit und Mäßigkeit traten an die Lkelle der Döllerei und Sitienlosigkeit.VOü Emw. von Kroion, heißt es, unterwarfen sich den strengsten Vorschriften seinerLehre und legte» ihr Vennögen zusammen zum Vortheil der ganzen Gemeindeoder des Bundes, welchen P. stiftete. Dieß, Bund haue wol die innige Verbin-