Querpfeife Queönay 979
Schneewasser, sodaß ein beständiger Kreislauf des Wassers auf der Erde stattfin-det. Die Quellen selbst sind von verschiedener Beschaffenheit. Der Grad der Rei»nigkeit ihres Wassers hängt von den Erdschichten ab, durch welche sie fließen. Diereinsten und klarsten Quellen entspringen meist in den beträchtlichsten Höhen, unddas eigenthümliche Gewicht ihres Wassers kommt dem vom Regenwasser am nach-,sten. Das gewöhnliche Quell -, und Brunnenwasser ist mit mehr oder weniger mi-neralischen Materien, insonderheit mit Gyps, Kalkerde oder salzigen Theilen an-geschwängert. In Rücksicht der Wassermenge, welche die Quellen liefern, theiltman sie in gleichförmige und periodische. Die erstern geben mehrentheils zu allenZeiten immer gleich viel Wasser; die letztem wechseln ab, indem sie bald schwächer,bald stärker fließen; manche versiegen zu gewissen Zeiten ganz. Auch findet manhier und da Quellen, welche stundenweise ab - und zunehmen. Die Quelle von Fon-sanche bei Nismes fließt täglich etwas über 1 St. und setzt an 5 St. aus. Die vonColmars in der Provence setzt allemal in der 7. Minute aus. Ihr Wasserstrahl hatdie Dicke eines Arms und ward 1755 bei dem großen Erdbeben, welches Lissabon zerstörte, in eine beständig fließende Quelle verwandelt. Erst 17K3 fing sie wiederan auszusetzen. In der Schweiz findet man mehre aussetzende Quellen. Man lei-tet diese Erscheinung mit der größten Wahrscheinlichkeit von kleinen Berghöhlen oderWasserbehältern her, die sich von oben anfüllen und seitwärts durch heberförmigeRöhren oder Eanäle wieder leeren. Diese Heber leeren die Behälter nur bis an diewagrechte Fläche ihres DerbindnngSpunkteS aus, hören dann auf zu fließen undfangen erst wieder an, wenn der Schenkel am Behälter bis auf seinen höchsten Punktgefüllt ist. Bei stärkerm Zuflüsse, z. B. nach heftigem Regen, muß natürlich dieZwischenzeit verkürzt werden. Gibt es in dem Behälter einen heberförmigen Canal,der das Wasser von derQuelle ab nach einem andern Orte führt, so kann eine solchebei trockenem Wetter fließen und beim Regen still stehen. Auf Island finden sicheinige Quellen, die ihr Wasser nur stoßweise von sich geben, wobei wahrscheinlichunterirdische Dämpfe wirken. In Frankreich will man in manchen KüstengegendenQuellen bemerkt habe», bei denen sich der Einfluß der Ebbe und Flut äußert.
Querpfei fe(pill-no, auch tI.,„t»,>i<-,-ol,>), einekleineFlöteoderPfeife,welche gewöhnlich mit der Trommel begleitet wird. Sie wird wie die Flöte into-nirt, unterscheidet sich von dieser aber dadurch, daß sie durchgängig gleich weil ge-bohrt ist, keine Klappen hat, viel kleiner ist und um eine Octave höher sieht, daherOctavflöte, auch einen ungleich schärfer» und schreiend durchdringenden Ton hat.Ihr Umfang geht vom zweigestrichenen bis zum viergestrichenen <1. Jetzt wird siehäufig im vollen Orchester und zwar nicht bloß bei militairischer Musik gebraucht.
Q verstand, unharmonischer, nenntmandiefehlerhafteFortschreitung von2 Stimmen, in welcher ein Ton der einen Stimme unmittelbar darauf in derandern durch ein chromatisches Zeichen verändert vorkommt, z. B. ^
Quegnay (Frarwois), Leibarzt Ludwigs XV., 'Akademiker, war 1694geb., widmete sich der Chirurgie und Medicin, und übte dieselben in Paris mitgroßem Erfolge aus, bis er als Leibarzt in die Dienste des Königs trat, der ihn sehrhoch schätzte und ihn nur „seinen Denker" nannte. Er ist berühmt als Urheber odcrwenigstenS als eifriger Beförderer des physiokratischen Systems (vgl. d.),welches, fast gleichzeitig mit der Encyklopädie, also um die Mitte des vor. Jahrh.,die öffentliche Meinung in Frankreich auf nothwendige Reformen in der Staats-wirthfchast aufmerksam machte. Q. schrieb darüber, in Verbindung mit Mira-beau (dem Vater): „b-löniens sie In zibilonozilnr ine.ile" (1768, 12.). Au-ßerdem verfaßte er mehre chirurgisch-Medicin. Schriften. Er starb den 16.Dec. 1774. Siehe über ihn und sein System Laharpe im „Louis clc liuö-rature" (14. Bd.),
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