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Quiberon
Quetschung
Quetschung (chirurgisch), Lic Verletzung eines Theils des Körpers durchmechanische Gewalt (eines stumpfe» Werkzenas, oder durch Schlag, Sees, Fall,Wurf u. dgl.) ohne sichtbare Trennung der Theile. Ist letztere damit verbunden,so beißt die Verletzung eine gequetschte Wunde. Es finden bei der Quetschung ver-schiedene Grade statt, je nachdem die Gewalt der mechanischen Einwirkung, oderder Widerstand der verletzten Theile stark war; daher sie bei Knochen oder an denTheilen, welche an einem Knochen liegen, verhälknißmäßig immer bedeutender istals an weichen Theilen. .Die Folge der Quetschung ist Lähmung und Zerreißungder feinsten Gefäße, daher auch Austreten der Feuchtigkeiten, die diese enthalten, indas benachbarte Zellgewebe. Hiervon rührt die blaue, braune oder gelbe Farbe,die Geschwulst und der Schmerz der gequetschten Stelle her, wozu sich oft Entzün-dung eimindet, die an Gelenken, bei krankhafter Leibesbeschaffenheit, in schwam-migen Theilen sehr gefährlich werden kann. I I.
Quevedo Villegas (Don Francisco de), Dichter und Schriftsteller,war 1580 zu Madrid geb. und studirte zu Alcala de Henares . Außer den altenSprachen umfaßte er die Theologie, Medicin und Philosophie, weil er keine ein-zelne Wissenschaft zu seinem Brotstudium machen wollte. Umfassende Kenntnissewaren in ihm mit vielem Witz und großer Eigenthümlichkeit des Geistes vereinigt.Wegen eines Duells, in welchem er seinen Gegner erstochen, flüchtete er nach Ita lien , wo er sich durch wichtige Dienste die vertraute Freundschaft des Herzogs vonQssuna, Don Pedro Giro», VicekönigS von Neapel , erwarb. Sodann besuchteer Süddeukschland und Frankreich . Nach seiner Zui ückkunft nach Spanien warder als ein Vertrauter des in Ungnade gefallenen Herzogs zur Untersuchung gezo-gen, auf seinem Landgute La Torre de Juan gefangen gehalten und bekam erst nach3 Jahren seine Freiheit wieder, jedoch nicht die Gnade des Hofs. Um seiner ge-schwächten Gssmidheit aufzuhelfen, bereiste er Spanien , und hielt sich dann auf sei-nem Landglite auf, wo er wahrscheinlich die „Werke des Baccalaureus de Torre"schrieb. Er begnügte sich mit dem Titel eines Secretairs Philipps lV. 1634 vcr-heirathete er sich mit einer Schwester des Bernardo Le Cabra, Erzbischofs von Al-barazin, die er aber nach einigen Jahren wieder verlor. Er zog sich daher noch mehrvon der Welt zurück und beschränkte sich aus den Umgang mit wenigen Freunde».Er war bereits ein 68jäh> iger Greis, als er wegen eines Libells gegen den Mini-ster Olivarez, welches man ihm ohne weitere Untersuchung zuschrieb, zum 2. Maleeingekerkert wurde. Als er nach 2jähriger Gefangenschaft wieder frei ward, hatteseine Gesundheit sehr gelitten. Dom Hofe verbannt, begab er sich auf sein Land-gut, welches während seiner Gefangenschaft mehr als ein Mal war geplündert wor-den. Endlich nöthigte ihn seine Krankheit, sich zu seiner Wiederherstellung nachVilla nueva de los Infames zu begeben; allein er war kaum angekommen, als er1845 starb. Q.'S Werke sind von dem mannigfaltigsten Inhalt. Unter den Ge-dichten zeichnen sich die humoristischen durch Scherzhaftigkeit, Witz und sinnreicheErfindung aus. Seine prosaischen Werke bestehen meist aus Ergüssen der Launeund Satvre. Durch die letzter» ist Q. auch im Auslande berühmt geworden, na-mentlich durch seine „8nenos (lincnriM". deutsch von Philander von Sittewald(Strasb. 16l5), und durch sein „0>an 'I'.-wmw". den ersten komischen Romanin derjenigen Gattung, welche die Spanier Bettlerromane nennen. Auch hat erdes Epiktet „Enchiridion " in spanische Verse gebracht. Sein? Schriften sind zuBrüssel 1660 und 1610 in 3 Bdu. 4. und nachher mehrmals erschienen.
Q u i b e r o n. bekannt durch die Landung franz. Ausgewanderter I1ü5, isteine Halbinsel und Marktfl. von 1916 E., 2 Stunden von Auray im franz. De-part. des Morbihan , Bezirk von Lorient . Die franz. Ausgewanderten in Enalandhatten mehre Regimenter in engl. Ldolde gebildet, und ihre Heerführer wünschten,durch eine britische Flotte unterstützt, nach Frankreich übergeschifft zu werden, um