Rcdoute
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unter denen gewöhnlich der erste und vierte, sowie der zweite u»d dritte, «ich wol dererste Mit dem vierten und der zweite mit dem dritten reimte. Nachher nannte ma-»überhaupt die sechs-, und achtsylbigen Verse in der spanischen und portugiesischenPoesie so, sie mochten vollkommene Reime oder nur Assonanzen haben, und dieserVei-S wurde auch in der dramatischen Poesie der Spanier einheimisch.
Redoute, in der Befestigungskunst, eine geschlossene Schanze, sobald siebloß ausspringende Winkel und keine Seitenvertheidigung hat. Meist baut mansie viereckig; doch gibt es auch fünf-, bis achteckige. Der Fehler der Redouten ist,daß, da ihnen Seitenvertheidigung mauert, vor jedem ausspringendcn Winkel einRaum übrigbleibt, wo die Kugel» der Besatzung, die man im Allgemeinen geradeaus (nicht mit links und rechts angeschlagen) feuernd annehmen muß, nicht hin.treffen der unbest, ichene Winkel), und daß der ganze Graben ebenfalls dem Feuernicht ausgesetzt ist (todter Winkel ; der Vortheil dagegen, daß sie eine selbständigeVertheidigung nach allen Seiten gewähren. Man braucht die Redouten, um sichwichtiger Punkte auf Schlachtfeldern, in einer schwach besetzten Gegend, vor einerFistung, auf die man einen Angriff befürchtet, zu versichern, einem sehr ausge-setzten Posten einen Zufluchtsort zu geben, bei verschanzten Lagern u. dgl. —Redoute, ein Maskenball, gewöhnlich mit Spiel und andern Vergnügn, genverbunden. Zn der Regel werden Redouten nur in der Fastnachiszeit. besondersan den -Orten, wo das Carneval gefeiert wird, gehalten. ^>n Venedig heißt Ro-tz oute (ii>le>lte>) auch der öffentliche -Ort, an welchem während des EarnevalsHazardspiele, besonders Faro , gespielt werden. Sonst durste hier nur ein vene-tiamscher.Nobile Bank machen, dem als Banquier mehre sonst ungewöhnliche Frei-heiten (z. B. einen Spieler abweisen) gestattet waren. An jeder Seite neben ihnistand eine maskirte Dame, um ihn auf seinen Nachtheil aufmerksam zu machen.Auch durften die spielet, ausgenommen die Nobili, nur maskirt zu diesen» Spieleeintreten.
Redoute (Pierre Joseph), Pflanzenzeichner, geb. den 10. Juli 1159zu St.-Hub,, t in den Ardennen. Die erste Anleitung zur Kunst gab ihm s. Vater,der selbst ein geachteter Künstler war. 13 (). alt, ging er mit seiner einzigen Habe,Pinsel und Palette, nach Flandern und Holland, wo er Zimmcrverzierungen undAltarbilder malte; endlich nach Paris , wo er aber, wenig begünstigt, anfänglichnur Decorationen für das ital. Theater arbeitete. Er kam dadurch auf die Blu-menmalerei, und s. Versuche wurden dem berühmten Botaniker L'heritier bekannt,der ihn bewog, sich ausschließend diesem Kunstfacbe zu widmen. R. zeichnete einigeAbbildungen für L'heritier'S Werke, die großes Aufsehen wachten, weil sie zu derUniwandlung führten, die seitdem in botanischen Abbildungen stattgefunden hat.Er ging mit L'heritier nach England und zeichnete einen Theil der Abbildungenzum ,,2eri„i» -ii ßslimim". Eine große Anzahl von Zeichnungen blieb in L'hert-tier'S Händen zurück, als dieser s. botanischen Beschäftigungen einstellte. Ilnterallen Pstanzenabbildungen, die R. lieferte, sind die Zeichnungen der Familie derLilien (l.Hi.',r,>e"r. 80 Lief.) das schönste Werk in dieser Art, das vielleicht nur vondes Künstlers Prachtwerke über die Rosen (s. d.) übertreffen werden könnte.Man verdankt ihm auch die Erfindung eines Verfahrens, einen Kupferstich in Ver-schiedenen Farben mit einer Platte abzudrucken. Er ward 1192 zum Zeichnerder Akademie der Wissensch., im folg. Z. zum Blumenmaler des Museums fürNaturgeschichte und 1805 zum Blumenzeichner der Kaiserin Iosephmc ernannt.Ventenat hat das Andenken des trefflichen Künstlers in dem Namen llr-ln ie-, ver-ewigt, den er einer von den Antillen stammenden Pflanze aus der Familie der Mal-ven beilegte.
Reduktion (Zurückführung), in der Themie derjenige Proceß, woeinem verbrannten Körper der Bestandtheil wieder entzogen und in seine frühere