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Schwefel
Die Sache der das Vaterländische pflegenden Gelehrten scheint dmch Geiftr's Auf:nähme in die schwed. Akademie (April 1824) sicherer gestellt, und zuversichtlich Hotsie durch diese Wahl ihre» Ruhm bedacht, da die „Schwedische Reichsgeschichte"Geijer'S (1824 fg.) zn den Werken gehört, die den Schatz der europäischen Liiera»tur erweitern. Au der HerauSg. der „dei ipt«»«-, >ei»>>> 8»eeic-,>i »»> >>>e,IHhaben sich Geiser und I. H. Schröder, Unterbiblivthekar in Upsala, verbunden.Von Erich Mich. Fant erschien ei» Foliobd. der ,,'ei ipi. re,. »,,ee. »,v<I.mit Facsimiles (Upsala 1818).—Dieschwedische Flora hat Wah le nberg (s. d.)bearbeitet. — Die period. Literatur ist vorzüglich zu beachten. Es erscheinen jetztin Schweden 46 Zeitungen, eine Literatur;,iiung und mehre Journale; unter letz-lern in Siockholi» sit 1819 die „Swea", eine Aeuschrist sür Wissenschaften undKünste. Zn Norwegen erschienen 182"! 3 wisienschasiliche Journale und 12 Aei-tungen, polit. und ünterhaliungsblätter, darluiker 8 in Ehristiania. Auch sind dieSaiiimltnigen der Schriften von 2 literarischen Gesellschaften vorzüglich sür die allenordische Literatur wichtig, die der Skandinavischen Liieralurges lsichaft (14 Bde.)und die der königl. Norwegischen Gesellschaft der Wissenschaften im 19. Jahrh.Insbesondere wei den die ft>akin Wissenschaften zu Ehristiania von Männern, wieLand, Hausten, Maschman, Schielderup u. A. sind, thätig gefördert. Auch hatder gewesene Gcneralprocurator des Königreichs Norwegen , Falsen, eine „GeschichteNorwegens , unter der Regi.riing von Harald Harfagar und dessen männliche»Nachkommen" in 4 Bdn. zu Christiania 1824 herausgegeben, deren Fortsetzungbis auf die neue Zeit gewünscht wird. Die Zahl aller 1818 in Schweden gedruck-ten Schriften betrug 362, darunier 91 Übersetzungen. Der Zusatzartikel zur Eon.stitutlon, einige Beschränkungen der Preßfreiheir betreffend, den die schwedischenReiche-stände unter Bedingung der Annahme von den norwegischen Stänken kürz-lich beschloffen hatten, ward von den norwegischen S tänden nicht angenommen.—Über die schiffet-. Literatur handeln auch Molbech's „Briefe über Schweden " (Altona1818—20, 3?.hle.). Die „d><Ni<-,-> !>ni I:, litt, i»Ini«; ot lec be;,»» .Iils k,,8u<,lv"von Maiianne v. Ehrenstiöm (Stockh. 1826) sind etwas lobrednerisch. VonSjöborg's „Schwed. Sprach! hre für Deutsche " besorgte K. Lappe eine neueAnst. (Strals. 1829). Ein „Schwed.-deutsches und deutsch schwed. Handlexikon"hat man von K. Heinrich (Strals. 1829, 2 Thle., 12.).
S ch w e fe l. Dieses Vüneral hat eine schwefelgelbe, in das Wach«'-, Ho-nig- und Strohgelbe, Gelblichbraune und Gelblichgraue geneigte Farbe, Fettglanz,Durchsichtigkeit und Durchscheinheic, n uchkigen Bruch, und sinket sich krystallisiitin rhombischen vierseitigen Pyramiden, häufiger aber derb, eingesprengt, angeflo-gen, oder in cierforniigen, tropssteinartigen und derzl. Gestalten. Er ist weich,und seit, spec. Gewichi — 2,0. Er kommt theils ini GypS und Mergel auf Sici>licn, in Spanien, in Oberiialicn, Polen >e„ und als vulkanisches Sublimat an derSolfatara, am Vesuv , aufJsland, Java, den lipanschen und a. vulkanischen Jn-seln vor. — Der reine, derbe, natürliche Schwefel kommt unmittelbar als solcherin den Handel, während der durch Thon, Gyps rc. verunreinigte einer vorherige»Läuterung durch Aussaigcrung oder Wublnnakion bedarf. Jedoch ist der meiste indem Handel vorkommende Schwefel keineswegs natürlicher, sondern aus Schwefel:kieS, Kupferkies und Bleiglanz lünstlich ausgebrachter. Zu dem Ende wei den dieKiese in irdenen, etwas konischen Röhren geglüht, ihr Schwefel ausgetrieben undals Rohschwefel in eiserne, Mit Waffer gefüllte Vorlagen geleitet. Dieser noch un-reine Rohschwefel wird in den Läukeröfen nochmals aus irdene» Kolben durch auf-gesetzte Helme in eisernen oder irdenen Vorlagen überdestillirt, in hölzerne Formengelaffe» und als Stangenschwefel Verkauft. Auch bei der Röstung der Kupferkieseund Bleiglanze sowol in freien Haufen als in Stadeln und Öfen wird Schwefel ge-wonnen. Den feinsten und reinsten Schwefel bilden die Vchwcfelblumcn,