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Zehnter Band. Schw. bis Sz.
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Süden

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Südpolarländer

Pradt'sVrsl gürten,« cis I'Lurope rolativemcnt ä I'Xmericiiii: cl ä I» Orcco"(Paris 1824); ferner die bei den einzelnen Art. angeführten Schriften. Da-mit verbinde man die nach den besten Hülfsmitteln (Brasilien nach arch valischenDocumenlen) bearbeitete Charte von Südamerika , welche die beiden bainschen Rei-senden in Brasilien, 1), v. Spix und v. v. Martiu«, in 2 Bl. (München 1826,gest. von Seih) herauSgeg. haben: eins der vorzüglichsten Werke dieser Art, welchein Deutschland erschienen sind. Den nordamerik. Freiheiiskampf mit England undden südamerikan. mit Spanien vergleicht das(>»->rter>v revic-v", Nr. X XXI V.De Pradl stellt in s. Schrift: ,,I,'Isurr>;>e lv cou^irn <1' Vie - l-> - ('liaziellc",die Meinung auf, Amerika sei für Spanien verloren, Frankreich müife daher s.Colonien daselbst aufgeben und die Sache der Independenten unterstützen, um, mitihnen verbunden, die britische Seemacht zu stürzen, indem es Amerikas Handel ansich ziehe; allein dieser Gedanke ist nicht ausführbar, weil Nordamerika und Eng-land, nebst Brasilien , schon fackisch den Besitz des spanisch-amerikanischen Han-dels unter sich getheilt haben; Frankreichs Zolonien aber, nach einem liberalen Sy-stem regiert, die Cultur in Westindien und in Guianas Wildnissen sicherer bei sichaufnehmen und weiter verbreiten können, als wenn sie jetzt in den Zustand der Ge-setzlosigkeit unter wilden ftlegern geriethen. Es wäre ein Unglück für Europa , wenndieses alle Colonien verlöre; allein es wird sie behalten, wenn es an WpamensBei-spiel lernt, wie es sie nicht regieren soll. K.

«Süden, s. Mittagspunkt.

S ü d e r m a n n l a n d, s. Schweden . *

Sudeten , ein GebirgSzug, der nach PtokemäuS schon den Alten bekanntwar; in der Nähe desselben und an der Oberelbe wohnten die Hermunduren. Manbegreift unter den Sudeten das Iser-, Riesen-, Glazer- und das mäbrische Ge-birge, wodurch es mit den oberungarischen Ka pathen in Verbindung steht. (S.Riesengebirge.) Der höchste Gipfel, die Schneekoppe , ist 4949 parilerFußüber der Meeresfiäche erhaben. Die Kiefer kommt hier fort bis zu einer Höhe von3700 Fuß; Hafer und Roggen werden bis zu 3250 Fuß gebaut.

Südindien, s. Australien .

«Südländer, im wettern Verstände, alle Länder und Inseln der Südsee(s. Australien); im engern Sinne die Länder von Südeuropa . Dgl. Will.Ellie'SOolviwrÜ!» rerearcliv«, clurin^ a rericleucc ok 6 years in tlw iroutli 8ealila,»!; etc." (Lond. 1830, 2 Bde. m. Kpf.), und dejf. Verfs.Tour tlirouzl,lla-v:,ft r,r OvvliHiee" (4. Allst., 1830, m. Kpfrn,).

Südliche oder Australschein, eine dem Nordlicht (s. d.) ähnlicheErscheinung in den «Südländern. Cook beobachtete dasselbe zuerst 1773 zwischend. 58. u. 60.° «S. B. mehre Tage hinter einander. (Dgl. Ioh. Reinh. Förster,Bemerk, auf meiner Reise um die Welt", Berl. 1783.) Molina (8»Mn su-,»!- !:«>iiztr»r. nut. clcl (Will", 1782) nahm sie wahr auf den Inseln von Chile .Kastner (vgl. die 6. A. von Gren'sNaturlehre", Halle 1820) stellt Süd- undNordschein als die den magnetischen Erdpolen periodisch einstrahlende Erdelektrici-tät dar. Dem russ. Capit. Bellinghausen, der 1820 bis 691° S. B. vordrang,zeigte es sich plötzlich am südl. Himmel unter der Gestalt einer weißen beweglichenoder fliegenden Säule; in seinem schnellen Schuften entfaltet es die schönsten Far-ben des Regenbogens, es erleuchtet den Horizont und verschwindet schnell, um un-ter tausend Gestalten, welche dieses Farbenspiel fortsetzen, wiederzuerscheinen.

Südpolar länder, Bruchstücke einer in der Urzeit untergegangenen,oder die Erstlinge einer aus der jüngsten Periode der Bildung unsers Erdballs Herrvorgegangenen Ländermafte. Das Südpolarmeer haben untersucht 1) Cook,der sich dem Südpole bis zum 60° näherte. (S. Sandwichland.) 2) Deritiss. Capit. Bellinghausen, der 1819 an einer Stelle bis zum 70° vordrang.